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Fußball-Veilchen

Peter | 17. Nov 2005

Dass Fußballfans nach einer Niederlage auf die gegnerische Seite losgehen, kennen wir ja alle. Gestern in Istanbul aber waren es die Sicherheitskräfte und Ersatzspieler, die einen Schweizer krankenhausreif schlugen und einem anderen offenbar ein blaues Auge verpassten.

Ausgerechnet ein Schweizer ist nun Chef der Fifa und die muss nun die Sanktionen bemessen. Auch das verspricht Spannung. Nett wenigstens, dass die Altintop-Brüder den Schweizer Raphael Wicky vom HSV vor dem Schlimmsten bewahrt haben. Vor 2 Jahren hatte die deutsche U 21 ähnliche Probleme mit den “Unsicherheitskräften”. Schade, dass dort offenbar niemand daraus gelernt hat. Vielleicht klappt es ja jetzt.

Für die Frage einer möglichen europäischen Integration war das sicher das denkbar schlechteste Signal, und das wird sicher auch bei vielen Freunden in der Türkei für Bestürzung gesorgt haben. Hoffen wir nur, dass wir 2006 uns als gute Gastgeber erweisen. An den Sicherheitskräften wird es nicht liegen, aber da sind ja noch andere “Elemente”…

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Endlich erschienen: Der E-Faktor

Peter | 17. Nov 2005

Heute war es so weit: Ich halte ein Exemplar des E-Faktors in Händen. Einen Abschnitt habe ich selber geschrieben, aber heute habe ich natürlich damit angefangen, mir den Rest der Beiträge anzusehen und freue mich über so viele gute Impulse und Mut zur Veränderung – aber auch darüber, dass Ingolf Ellßel oder Peter Wenz in einem Band über “Evangelikale und die Zukunft der Kirche” schreiben. Schön, dass das heute kein Problem mehr ist.


“Der E-Faktor” (Ulrich Eggers, Markus Spieker)

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Drohbrief

Peter | 17. Nov 2005

Diese Woche habe ich einen echten Drohbrief bekommen. Keinen von der ganz schlimmen Sorte (er kam von einem Christen), auch keinen anonymen, aber immerhin mit dem deutlich erkennbaren Bemühen, mich einzuschüchtern und nicht etwa erst einmal einen strittigen Sachverhalt zu klären.

Was tun? Ich habe mit ein paar Leuten darüber gesprochen bzw. davon berichtet. Ich habe den Anlass (wenige Zeilen eines Textes, den ich vor 4 Jahren veröffentlicht habe) für den Brief rekapituliert und überlegt, wo ich einen Fehler gemacht und mir den Groll der betreffenden Person zugezogen haben könnte. Schließlich habe ich eine kurze Antwort geschrieben, von der ich natürlich nicht weiß, ob sie etwas klärt oder alles nur verschlimmert.

Vom Gefühl her war es ein bizarres Erlebnis. Es hat mich an ein paar Bemerkungen von Dallas Willard in “Aus dem Herzen leben” über den Umgang von Christen untereinander erinnert. In diesem Sinne auch ziemlich ernüchternd.

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Heute in der ARD

Peter | 16. Nov 2005

Für alle Spontis: Heute abend um 23:30 Uhr nach Harald Schmidt (der Montag bei Beckmann sich einiges über Glauben und Kirche entlocken ließ) sendet die ARD einen Bericht über “The Call”.

Die Einordnung unter “neue religiöse Rechte” ist vermutlich stimmig, selbst wenn das im Blick auf die USA zwiespältige Assoziationen weckt. Der Text auf der ARD Website lässt auf eine kritische Auseinandersetzung schließen – auch mit der Frage, was junge Menschen am Glauben interessiert.

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Die unbe-Kante

Peter | 12. Nov 2005

Übersetzen hat seine Tücken. Einer der erheiternden Momente auf dem Willow Creek Kongress in Braunschweig war, als Erwin McManus über ein U2 Konzert sprach und sagte “there was the Edge”. Leider konnte man das große “E” nicht sehen und in der Übersetzung erschien der Gitarrist folgerichtig als “die (Bühnen-) Kante”. Ein Raunen ging durch die Halle. Aber wenn man es nicht weiß, hat man einfach keine Chance.

The Edge war also keine Kante, sondern den Unbe-Kante in dieser kantigen Übersetzung. Genug gekalauert. Vor solchen Situationen ist man nie sicher, aber darin liegt ja gerade der Reiz…

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Friendly Fire

Peter | 09. Nov 2005

Heute fahre ich auf den Kongress nach Braunschweig und habe aus Neugier einmal “Willow Creek” und “Verführung” in Google eingetippt. Tröstlich allenfalls, dass erstaunlich viele Treffer in der Schweiz zu finden waren, nicht in Deutschland. Traurig bis ärgerlich die Inhalte, egal woher. Das hat mich an ein Ereignis vor 60 Jahren erinnert:

In den letzten Kriegstagen 1945 wurde der Erlanger Stadtkommandant der Wehrmacht von den “eigenen” Leuten getötet, weil er die Stadt kampflos den US-Truppen übergab. Sie hatten bis zuletzt nicht begriffen, wo der Feind wirklich zu suchen war (nicht die Amerikaner, sondern Hitler) und ihren Chef als Verräter betrachtet. Die Stadt war glücklicherweise trotzdem gerettet.
Manche Diskussion mit selbsternannten Wächtern reiner Leere (äh, Lehre…) spiegelt eine ähnliche Verwechslung wider:
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Adel verpflichtet

Peter | 08. Nov 2005

Ein Gedanke der mich heute beim Joggen bewegt hat, hat mit dem Thema “Sünde” zu tun. Wie ist die folgende Perspektive: Sünde ist ein Verhalten, das unter meiner Würde ist als Mensch? Das können wir jetzt für die gesamten Zehn Gebote (oder die sieben “Todsünden”) durchspielen und brauchen nicht einmal einen antiquierten Ehrenkodex zu Grunde zu legen.
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Peripatetik im 21. Jahrhundert

Peter | 08. Nov 2005

Die besten Ideen kommen mir fast immer beim Joggen. Danach kommt das Herumspinnen mit Freunden. Inwiefern kreatives Denken mit dem Laufen zu tun hat, kann man bei Dr. Strunz nachlesen. Aber lange vor Forrest Gump und der von ihm losgetretenen Laufwelle waren die griechischen Philosophen schon in ihren Wandelhallen unterwegs. Denen scheint die Bewegung auch gut getan zu haben.

Was lernen wir daraus? Die unkreativste Arbeitsform sind Sitzungen. Das wird die wenigsten überraschen, aber es ist ein Grund mehr, sie nach Möglichkeit zu meiden!

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Alternative Heilmethoden

Peter | 08. Nov 2005

Vor ein paar Wochen machte die Stiftung Warentest Schlagzeilen mit ihrer kritischen Bewertung alternativer Heilmethoden, in der vor allem die beliebte Homöopathie kritisiert wurde.

Im Internetangebot der ARD ist eine differenzierte Übersicht erschienen, die eine grobe Orientierung vermittelt, bei welchen Problemen die jeweilige Methode helfen könnte. Akupunktur kommt deutlich besser weg als Reiki. Wer sich also das Heft nicht kaufen wollte oder konnte, kann hier mal reinlesen.

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Verlorene Geschichte

Peter | 08. Nov 2005

Wie ein Nachtrag zu unserem Abend über Haltbare Beziehungen letzten Sonntag empfand ich heute das Interview mit Alexa Hennig von Lange in den Nürnberger Nachrichten. In ihrem aktuellen Buch erzählt sie von einer jungen Ehe, die schließlich scheitert. Bemerkenswert ist ihr Fazit: Indem der Protagonist Philip seine Frau Elisabeth verlässt, nimmt er ihr ihre Geschichte weg. Vor ein paar Monaten habe ich mit jemandem über eine Trennung gesprochen, die Jahre zurücklag, aber immer noch wie ein gähnendes Loch in der Biografie und im Selbstbewusstsein wirkte. Nach dem Gespräch hat mich dieses Gefühl der Leere noch Tage verfolgt, obwohl ich gar nicht betroffen war. Ein ganzes Stück Lebensgeschichte war verloren, darin lag die Bitterkeit der Erfahrung.

Mir gefällt aber vor allem auch die positive Haltung, die aus diesem Interview spricht: Dass ein Eheversprechen eine Grundlage von Vertrauen für eine Beziehung schafft oder auch, dass Kinder haben zu wollen gesund ist und zum Leben dazu gehört, weil es eben auch darum geht, etwas von sich selbst weiterzugeben und nicht zu denken, das lenke vom Leben ab.

Das dritte, was mir auffiel, ist wie auch hier ganz selbstverständlich von eine Gefühl der Verlorenheit geredet wird. Das Bewusstsein ist offenbar in der Gesellschaft vorhanden. Die Aufgabe ist es, von Schriftstellern und Journalisten zu lernen, worin dieses Gefühl besteht und es richtig und einfühlsam anzusprechen, vor allem ohne die Attitüde moralischer Überlegenheit. Dass ich in einer heilen Ehe lebe, hat damit zu tun, dass Gott mich vor allen möglichen Dummheiten bewahrt – nicht damit, dass sie mir nie in den Sinn gekommen wären. Spuren von Verlorenheit tragen – wenn man ehrlich ist und genau hinsieht – alle mit sich herum: ein guter Punkt, um zwischen Christen und Nichtchristen ins Gespräch zu kommen.

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Magische Zahlen

Peter | 07. Nov 2005

Experten vermuten, dass der Mensch, der 150 Jahre alt wird, schon geboren ist. Für die meisten von uns unvorstellbar. Als Bismarck das Rentenalter auf 65 Jahre festlegte, lag es unter der durchschnittlichen Lebenserwartung.

Aber das spielt heute fast keine Rolle – 65 ist längst zur magischen Zahl geworden. Anders kann man es gar nicht verstehen, dass es so lange gedauert hat, bis wir uns an die Anhebung des Rentenalters wagen – auf atemberaubende 67. Es bleibt also noch genug Zeit für Kreuzfahrten – wenn die Rente das hergibt und immer weniger Arbeitende das finanzieren können. Und wenn unsere Personalchefs umdenken und ältere Menschen nicht abschieben.

Umdenken müssen wir alle. Vielleicht eine Chance für Christen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Veränderungen zu unterstützen statt zu kritisieren.

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Brunnen benötigen Sie einen blauen Himmelfeiertag

Peter | 01. Nov 2005

Google hat mir “Bad Day” von Daniel Powter übersetzt. Das Resultat kann sich sehen lassen – ein Art Generator für absurde Lyrik. Verstehen wird man es allerdings nur, wenn man so gut Englisch kann, dass man es zurückübersetzt. Dieses Deutsch versteht also nur, wer richtig gut Englisch kann. Wer zu faul ist dazu, kann es hier nachlesen.

Und nun das Stück, das an mystischer Undeutlichkeit kräftig zugelegt hat ;-)
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