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	<title>Kommentare zu: Augen auf im “Lobpreis”</title>
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		<title>Von: Peter Aschoff</title>
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		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2006 17:15:42 +0000</pubDate>
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		<description>Hi zusammen,

danke für die guten Gedanken!

Heute nachmittag habe ich wieder ein Kapitel bei Gibbs/Bolger gelesen. Sie zitieren Paul Roberts aus Bristol: &quot;Im charismatischen Lobpreis wird Gott außerhalb des Natürlichen (physical domain) lokalisiert. Daher konzentriert sich charismatischer Lobpreis so auf das ekstatische Erleben. Im Unterschied dazu lokalisiert &quot;alternative worship&quot; Gott wieder im Natürlichen, so dass Gott erleben bedeutet, ihm in und durch die geschaffenen Dinge um uns her zu begegnen - in Symbolen, Bildern und Sakramenten.&quot; 

Und Simon Hall aus Leeds sagt, es sei ihre Aufgabe, &quot;die charismatische Flucht aus der Wirklichkeit&quot; zu verhindern - Leute über ihr Leben singen zu lassen, statt zu erlauben oder zu erwarten, dass sie es verdrängen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi zusammen,</p>
<p>danke für die guten Gedanken!</p>
<p>Heute nachmittag habe ich wieder ein Kapitel bei Gibbs/Bolger gelesen. Sie zitieren Paul Roberts aus Bristol: &#8220;Im charismatischen Lobpreis wird Gott außerhalb des Natürlichen (physical domain) lokalisiert. Daher konzentriert sich charismatischer Lobpreis so auf das ekstatische Erleben. Im Unterschied dazu lokalisiert &#8220;alternative worship&#8221; Gott wieder im Natürlichen, so dass Gott erleben bedeutet, ihm in und durch die geschaffenen Dinge um uns her zu begegnen &#8211; in Symbolen, Bildern und Sakramenten.&#8221; </p>
<p>Und Simon Hall aus Leeds sagt, es sei ihre Aufgabe, &#8220;die charismatische Flucht aus der Wirklichkeit&#8221; zu verhindern &#8211; Leute über ihr Leben singen zu lassen, statt zu erlauben oder zu erwarten, dass sie es verdrängen.</p>
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		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/01/01/peters-gedanken/augen-auf-im-%e2%80%9clobpreis%e2%80%9d/comment-page-1#comment-51</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2006 16:43:06 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Peter, 

du hast geschrieben: 
&quot;Die eigentliche Aufgabe eines Gottesdienstes wäre also, die Gemeinde für Gottes Nähe und Wirken im ganzen Leben zu sensiblisieren, dann auf einmal sehen wir es auch im Gottesdienst.&quot; Das stimmt meiner Meinung nach absolut und es ist interessant, dass wir im Moment bei uns im Jugend-Rat auf einer ganz ähnlichen Spur sind. Auch bei uns gibt es mehr und mehr das Problem, dass man sich wieder in die eigenen &quot;heiligen&quot; Hallen zurückzieht und die Augen schließt (das kann die Kirche oder man selbst sein). Und ohne Bezug zum Alltag wird der Lobpreis irgendwie leer bzw. auch aufgesetzt. Ein kleiner Lichtblick war nur das Adventssingen meiner Jugendlichen im Altenheim -&gt; auf einmal war vielen wieder klar, was Gott meint, wenn er sagt, ... das was Ihr einem dieser geringsten getan habt, das habt ihr mir getan. Und auf so etwas kann man dann auch wunderbar im Gottesdienst / Andacht wieder Bezug nehmen. Ich glaube, ein Teil der Lösung des Problems &quot;Alltagsbezug des Glaubens&quot; ist so einfach, dass es uns fast schon wieder Angst macht. Is nur so eine Idee, aber das diakonische Handeln war schon immer ein gutes Mittel, um Gott real und nachhaltig zu begegnen. Und Menschen, die Hilfe brauchen, gibt es ja auch in Erlangen genug :-)! 

Liebe Grüße von Stephan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Peter, </p>
<p>du hast geschrieben:<br />
&#8220;Die eigentliche Aufgabe eines Gottesdienstes wäre also, die Gemeinde für Gottes Nähe und Wirken im ganzen Leben zu sensiblisieren, dann auf einmal sehen wir es auch im Gottesdienst.&#8221; Das stimmt meiner Meinung nach absolut und es ist interessant, dass wir im Moment bei uns im Jugend-Rat auf einer ganz ähnlichen Spur sind. Auch bei uns gibt es mehr und mehr das Problem, dass man sich wieder in die eigenen &#8220;heiligen&#8221; Hallen zurückzieht und die Augen schließt (das kann die Kirche oder man selbst sein). Und ohne Bezug zum Alltag wird der Lobpreis irgendwie leer bzw. auch aufgesetzt. Ein kleiner Lichtblick war nur das Adventssingen meiner Jugendlichen im Altenheim -&gt; auf einmal war vielen wieder klar, was Gott meint, wenn er sagt, &#8230; das was Ihr einem dieser geringsten getan habt, das habt ihr mir getan. Und auf so etwas kann man dann auch wunderbar im Gottesdienst / Andacht wieder Bezug nehmen. Ich glaube, ein Teil der Lösung des Problems &#8220;Alltagsbezug des Glaubens&#8221; ist so einfach, dass es uns fast schon wieder Angst macht. Is nur so eine Idee, aber das diakonische Handeln war schon immer ein gutes Mittel, um Gott real und nachhaltig zu begegnen. Und Menschen, die Hilfe brauchen, gibt es ja auch in Erlangen genug <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ! </p>
<p>Liebe Grüße von Stephan</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: haso</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/01/01/peters-gedanken/augen-auf-im-%e2%80%9clobpreis%e2%80%9d/comment-page-1#comment-50</link>
		<dc:creator>haso</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2006 13:24:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=177#comment-50</guid>
		<description>Hi Peter,
ein starker Beitrag mit einem starken Satz: &quot;Die meisten Gemeinden brauchen Sehhilfen, keine geschlossenen Augen.&quot; 

Die Tatsache, dass wir meinen, wir müssten die sichtbare Welt ausschließen (und sei es nur optisch durch den Augenschluss), um Gott zu begegnen, zeigt, dass wir oft den Gott preisen, den wir uns wünschen, nicht den, den wir schon wirklich ergriffen haben. Den Gott, den man wirklich hat, verliert man nicht im Alltag.

Einige meiner intensivsten Momente mit Gott habe ich in öffentlichen Nahverkehrsmitteln. (Gelegentlich fahre ich einfach nur so in meiner Stadt rum, weil ich ihr nahe sein möchte.) Manchmal ergreift mich das Glück, mitten in unserer Welt Gott kennen und mit ihm unterwegs sein zu können. 

Oder ich schau mir Leute an, mit der inneren Erwartung, dass Gott mich etwas von dem spüren lässt, was er für diese Menschen empfindet. Das kann wie eine Offenbarung sein, wenn ich einen Eindruck davon bekomme, was aus diesen Menschen werden könnte, wenn sie nur in Gottes Bestimmung fänden. Ich sehe nicht mehr kaputte oder gestresste oder oberflächliche Typen, sondern Anbeter, Propheten, Evangelisten, kreative Leute oder Kämpfer für Gerechtigkeit in spe.

So habe ich manchmal den Eindruck, draußen der Liebe Gottes näher zu sein als drin.

Augen auf,
Haso</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Peter,<br />
ein starker Beitrag mit einem starken Satz: &#8220;Die meisten Gemeinden brauchen Sehhilfen, keine geschlossenen Augen.&#8221; </p>
<p>Die Tatsache, dass wir meinen, wir müssten die sichtbare Welt ausschließen (und sei es nur optisch durch den Augenschluss), um Gott zu begegnen, zeigt, dass wir oft den Gott preisen, den wir uns wünschen, nicht den, den wir schon wirklich ergriffen haben. Den Gott, den man wirklich hat, verliert man nicht im Alltag.</p>
<p>Einige meiner intensivsten Momente mit Gott habe ich in öffentlichen Nahverkehrsmitteln. (Gelegentlich fahre ich einfach nur so in meiner Stadt rum, weil ich ihr nahe sein möchte.) Manchmal ergreift mich das Glück, mitten in unserer Welt Gott kennen und mit ihm unterwegs sein zu können. </p>
<p>Oder ich schau mir Leute an, mit der inneren Erwartung, dass Gott mich etwas von dem spüren lässt, was er für diese Menschen empfindet. Das kann wie eine Offenbarung sein, wenn ich einen Eindruck davon bekomme, was aus diesen Menschen werden könnte, wenn sie nur in Gottes Bestimmung fänden. Ich sehe nicht mehr kaputte oder gestresste oder oberflächliche Typen, sondern Anbeter, Propheten, Evangelisten, kreative Leute oder Kämpfer für Gerechtigkeit in spe.</p>
<p>So habe ich manchmal den Eindruck, draußen der Liebe Gottes näher zu sein als drin.</p>
<p>Augen auf,<br />
Haso</p>
]]></content:encoded>
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