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	<title>Kommentare zu: Fromme Brillen</title>
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		<title>Von: Sam</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1768</link>
		<dc:creator>Sam</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2006 10:49:39 +0000</pubDate>
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		<description>@Peter: Bei mir ist es nicht Hauptsache, sondern unvermeidliche, unauslöschbare Sache. Vielleicht ist es lohnenswert, dieses Thema biographisch zu schildern: Ich bin kein Fan von Gerichtspredigten an sich, weil sie etwa Spaß machen - (wie jeder, denke ich) habe ich mit Gott und der Bibel gerungen, weil ich Gott einfach zu streng finde. Dennoch hat Gott mich diszipliniert und dadurch vertrauen zu ihm geschenkt, sodass ich lerne Sachen anders zu sehen und verstehen. Ich wehre mich gegen Versuche, Stellen über Strafe zurechtzubiegen und umzudeuten, gerade weil ich so sehr kampfen musste, mit Gott Frieden darüber zu haben. Ich melde mich nicht als selbstsichere Rechtgläubigkeitsheld, sondern als ins Hinten getretener Bekenner.

Ich lese meine Bibel und begegne meinen Gott als der Heilige, Fordende. Er sagt nicht &quot;wenn du magst, wäre es schön...&quot;, sondern: &quot;Wenn ihr euch aber weigert... werdet ihr von euren Feinden umgebracht&quot; (Jes 1,20). Ziel der Warnung und Gericht ist Reinigung (25) und Erneuerung (26). 

Zum Thema Satisfaktion wird oft geredet, als ob es seit Anselm keine Entwicklung gegeben hat. Ich vertrete eine Art Satisfaktionslehre, allerdings sehr anders betont (Satisfaktion als Satisfaktion Gottes Heiligkeit, d.h. Gott ist treu sich selbst gegenüber - sein Charakter verändert sich nicht - dadurch bleibt er einen guten Gott. Und, dass in der Sühne am Kreuz, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in Willens-Einheit den Heilsplan durchführen). Dazu Kapitel 5 &amp; 6 von John Stotts &quot;The Cross of Christ&quot; und David Peterson (Hg): &quot;Where Wrath &amp; Mercy Meet&quot; haben mich sehr überzeugt. Stott empfehle ich sehr. Penal Substitution ist zutiefst jüdisches biblisches Denken, durch die ganze Schrift durch. Es ist nicht das einzige Bild in der Bibel das das Kreuz beschreibt, aber es ist das zentrale Gedanke, heilsgeschichtlich gesehen. 

Mein Eindruck ist dass man nur ein Problem mit PS hat, wenn man Grundsätzlich ein Problem mit Gottes Zorn hat - und dass dieses Problem mit dem Zorn Gottes kommt weil es uns eine gesamtbiblische Theologie fehlt (mit AT). Die Bibel wird stattdessen durch &quot;Christus Brillen&quot; gelesen, was lobenswert klingt, bis man merkt, dass der Christus der gemeint ist von der Heilsgeschichte und seinem jüdischen Kontext entwurzelt ist. 

Ich habe ein Problem damit, dass &quot;Gott der Richter&quot; als Problem bezeichnet wird in der ersten Liste! Die Sachen in der zweiten Liste sind alle wichtig - aber sie sollen nicht Bilder des Straf-Gerichts ersetzen, sondern ergänzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Bei mir ist es nicht Hauptsache, sondern unvermeidliche, unauslöschbare Sache. Vielleicht ist es lohnenswert, dieses Thema biographisch zu schildern: Ich bin kein Fan von Gerichtspredigten an sich, weil sie etwa Spaß machen &#8211; (wie jeder, denke ich) habe ich mit Gott und der Bibel gerungen, weil ich Gott einfach zu streng finde. Dennoch hat Gott mich diszipliniert und dadurch vertrauen zu ihm geschenkt, sodass ich lerne Sachen anders zu sehen und verstehen. Ich wehre mich gegen Versuche, Stellen über Strafe zurechtzubiegen und umzudeuten, gerade weil ich so sehr kampfen musste, mit Gott Frieden darüber zu haben. Ich melde mich nicht als selbstsichere Rechtgläubigkeitsheld, sondern als ins Hinten getretener Bekenner.</p>
<p>Ich lese meine Bibel und begegne meinen Gott als der Heilige, Fordende. Er sagt nicht &#8220;wenn du magst, wäre es schön&#8230;&#8221;, sondern: &#8220;Wenn ihr euch aber weigert&#8230; werdet ihr von euren Feinden umgebracht&#8221; (Jes 1,20). Ziel der Warnung und Gericht ist Reinigung (25) und Erneuerung (26). </p>
<p>Zum Thema Satisfaktion wird oft geredet, als ob es seit Anselm keine Entwicklung gegeben hat. Ich vertrete eine Art Satisfaktionslehre, allerdings sehr anders betont (Satisfaktion als Satisfaktion Gottes Heiligkeit, d.h. Gott ist treu sich selbst gegenüber &#8211; sein Charakter verändert sich nicht &#8211; dadurch bleibt er einen guten Gott. Und, dass in der Sühne am Kreuz, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in Willens-Einheit den Heilsplan durchführen). Dazu Kapitel 5 &amp; 6 von John Stotts &#8220;The Cross of Christ&#8221; und David Peterson (Hg): &#8220;Where Wrath &amp; Mercy Meet&#8221; haben mich sehr überzeugt. Stott empfehle ich sehr. Penal Substitution ist zutiefst jüdisches biblisches Denken, durch die ganze Schrift durch. Es ist nicht das einzige Bild in der Bibel das das Kreuz beschreibt, aber es ist das zentrale Gedanke, heilsgeschichtlich gesehen. </p>
<p>Mein Eindruck ist dass man nur ein Problem mit PS hat, wenn man Grundsätzlich ein Problem mit Gottes Zorn hat &#8211; und dass dieses Problem mit dem Zorn Gottes kommt weil es uns eine gesamtbiblische Theologie fehlt (mit AT). Die Bibel wird stattdessen durch &#8220;Christus Brillen&#8221; gelesen, was lobenswert klingt, bis man merkt, dass der Christus der gemeint ist von der Heilsgeschichte und seinem jüdischen Kontext entwurzelt ist. </p>
<p>Ich habe ein Problem damit, dass &#8220;Gott der Richter&#8221; als Problem bezeichnet wird in der ersten Liste! Die Sachen in der zweiten Liste sind alle wichtig &#8211; aber sie sollen nicht Bilder des Straf-Gerichts ersetzen, sondern ergänzen.</p>
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		<title>Von: Jürgen</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1758</link>
		<dc:creator>Jürgen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 22:50:43 +0000</pubDate>
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		<description>Dem stimme ich voll zu, ich denke auch, daß der sofortige Gedanke an Strafe, wenn von Gottes Gericht geredet wird, fehl am Platze ist. Vielmehr richtet ja gerade ein Gerichtsurteil durch seinen Vollzug Gerechtigkeit auf für den Betroffenen. Gottes Gerichte sind nicht dazu da, primär zu strafen, als vielmehr in dem durch Christus gerecht gemachten die Gerechtigkeit zu etablieren indem alles dagegenstehende weggeräumt wird. Damit erfüllt sich die Verheißung in Treue.
Gott ist nicht Ankläger und Richter in einem, es heißt ja, Satan ist der Verkläger der Brüder. Mit Gott verbindet uns eine Liebesbeziehung, der legalistische Aspekt ist nur gegenüber Satan präsent und darum kümmert sich Gott ganz persönlich durch den Christus, damit wir mit Jesaja 54, 17 jede Zunge, die gegen uns im Gericht aufsteht, schuldig sprechen können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dem stimme ich voll zu, ich denke auch, daß der sofortige Gedanke an Strafe, wenn von Gottes Gericht geredet wird, fehl am Platze ist. Vielmehr richtet ja gerade ein Gerichtsurteil durch seinen Vollzug Gerechtigkeit auf für den Betroffenen. Gottes Gerichte sind nicht dazu da, primär zu strafen, als vielmehr in dem durch Christus gerecht gemachten die Gerechtigkeit zu etablieren indem alles dagegenstehende weggeräumt wird. Damit erfüllt sich die Verheißung in Treue.<br />
Gott ist nicht Ankläger und Richter in einem, es heißt ja, Satan ist der Verkläger der Brüder. Mit Gott verbindet uns eine Liebesbeziehung, der legalistische Aspekt ist nur gegenüber Satan präsent und darum kümmert sich Gott ganz persönlich durch den Christus, damit wir mit Jesaja 54, 17 jede Zunge, die gegen uns im Gericht aufsteht, schuldig sprechen können.</p>
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		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1755</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2006 19:05:25 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, aber mir ist wichtig, dass im Kontext des Römerbriefes &quot;Strafe&quot; (für viele der Hauptgesichtspunkt ihrer Soteriologie) nur ein Nebenaspekt ist. Insofern nerven mich manchmal die krampfhaften Versuche, ihn immer und überall wieder ins Spiel zu bringen, wo er mal nicht erwähnt wird. Ich denke, wenn das mit den anderen Facetten genauso wäre, wäre mir wohler. So bleibt für mich auch bei Deinen Gedanken immer noch der Eindruck zurück, es ist doch die Hauptsache, wenngleich die heimliche. Oder sehe ich das jetzt falsch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, aber mir ist wichtig, dass im Kontext des Römerbriefes &#8220;Strafe&#8221; (für viele der Hauptgesichtspunkt ihrer Soteriologie) nur ein Nebenaspekt ist. Insofern nerven mich manchmal die krampfhaften Versuche, ihn immer und überall wieder ins Spiel zu bringen, wo er mal nicht erwähnt wird. Ich denke, wenn das mit den anderen Facetten genauso wäre, wäre mir wohler. So bleibt für mich auch bei Deinen Gedanken immer noch der Eindruck zurück, es ist doch die Hauptsache, wenngleich die heimliche. Oder sehe ich das jetzt falsch?</p>
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		<title>Von: Sam</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1754</link>
		<dc:creator>Sam</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2006 17:59:18 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Peter,
Gottes Gerechtigkeit als Bundestreue macht viel Sinn für mich von vielen Stellen - es macht Sinn vom Römerbrief - Gottes Bundestreue wird offenbart (1,17) macht ein passende Titel für den Brief. Trotzdem kommt diese &quot;Gericht&quot; Aspekt seiner Gerechtigkeit durch - das Bund ist ein Beziehungsbegriff - aber diese Beziehungsvertrag enthielte Segen und Fluch (Dt 28 u.a.). Wenn man Gottes Bundestreue reduziert auf das positive Aspekt (Treue zum Volk), dann kann man schwer Sinn machen von Versen wie Röm 3,25 usw. wo die Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes (diakosune) am Kreuz erfolgt weil er vorher Sünde unbestraft gelassen hat. Hier wird die Treue Gottes zu seiner Verheißung, Sünde zu bestrafen, offenbart. Ein Gott der Strenge und der Barmherzigkeit - there is no God apart from me, a righteous God and a Saviour; there is none but me. (Jes 45,21b)

Wir sind uns anscheinend einig, dass wir keine Aspekte entfernen sollen, sondern dass wir alle Aspekte in herrliche bunte Vielfalt darstellen sollen, und uns nicht auf alte Clichees beruhen sollen. Ich werde zurückkommen.. habe den Link Hufi zu bedanken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Peter,<br />
Gottes Gerechtigkeit als Bundestreue macht viel Sinn für mich von vielen Stellen &#8211; es macht Sinn vom Römerbrief &#8211; Gottes Bundestreue wird offenbart (1,17) macht ein passende Titel für den Brief. Trotzdem kommt diese &#8220;Gericht&#8221; Aspekt seiner Gerechtigkeit durch &#8211; das Bund ist ein Beziehungsbegriff &#8211; aber diese Beziehungsvertrag enthielte Segen und Fluch (Dt 28 u.a.). Wenn man Gottes Bundestreue reduziert auf das positive Aspekt (Treue zum Volk), dann kann man schwer Sinn machen von Versen wie Röm 3,25 usw. wo die Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes (diakosune) am Kreuz erfolgt weil er vorher Sünde unbestraft gelassen hat. Hier wird die Treue Gottes zu seiner Verheißung, Sünde zu bestrafen, offenbart. Ein Gott der Strenge und der Barmherzigkeit &#8211; there is no God apart from me, a righteous God and a Saviour; there is none but me. (Jes 45,21b)</p>
<p>Wir sind uns anscheinend einig, dass wir keine Aspekte entfernen sollen, sondern dass wir alle Aspekte in herrliche bunte Vielfalt darstellen sollen, und uns nicht auf alte Clichees beruhen sollen. Ich werde zurückkommen.. habe den Link Hufi zu bedanken.</p>
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		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1752</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2006 18:28:37 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Sam,

schön eine angelsächsische Stimme hier mitreden zu hören. Wo Du N.T. Wright zitierst: Der hat in &quot;What St. Paul Really Said&quot; so gut herausgearbeitet, dass Gerechtigkeit Gottes im Römerbrief Gottes Treue zu seinem Bund bedeutet, also ein Beziehungsbegriff ist, und damit nicht der kühlen aristotelischen Logik von &quot;jedem das seine&quot; folgt. Das macht auch den Unterschied von Paulus zu Anselm aus. Paulus konnte auch in ganz anderen Metaphern reden. Niemand will das stellvertretende Strafleiden entfernen. Nur muss man es aus der Isolation herauslösen und wieder in andere Zusammenhänge stellen, denn in dieser Einseitigkeit ist die Soteriologie eben verzerrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sam,</p>
<p>schön eine angelsächsische Stimme hier mitreden zu hören. Wo Du N.T. Wright zitierst: Der hat in &#8220;What St. Paul Really Said&#8221; so gut herausgearbeitet, dass Gerechtigkeit Gottes im Römerbrief Gottes Treue zu seinem Bund bedeutet, also ein Beziehungsbegriff ist, und damit nicht der kühlen aristotelischen Logik von &#8220;jedem das seine&#8221; folgt. Das macht auch den Unterschied von Paulus zu Anselm aus. Paulus konnte auch in ganz anderen Metaphern reden. Niemand will das stellvertretende Strafleiden entfernen. Nur muss man es aus der Isolation herauslösen und wieder in andere Zusammenhänge stellen, denn in dieser Einseitigkeit ist die Soteriologie eben verzerrt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Sam</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1751</link>
		<dc:creator>Sam</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2006 16:37:36 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,
ich finde die Fragestellung auch spannend. Nur ein paar Zwischenbemerkungen. 

1. N.T. Wright wird oft als Gegner des Penal Substitution dargestellt, aber er sagt:

&quot;I am often accused of not believing in substitutionary atonement. I presume the grounds for this accusation are (a) N.T. Wright is a NP advocate, (b) some NP advocates sound like old-fashioned liberals, (c) old-fashioned liberals do not believe in substitutionary atonement, and (d) therefore N. T. Wright does not either. I can only think the line of thought is something like that because anyone with even a nodding acquaintance with my work would be able to refute the charge.&quot; (von Interview mit Criswell Review).

2. Die &quot;Probleme&quot;, die oben genannt werden sind ganz jüdäisch - dass jeder bekommt, was er verdient ist durch und durch hebräisches Denken - natürlich gibt es Raum für die Überraschung der Gnade Gottes. Gott erscheint tausend mal als Richter und Ankläger im AT. Freilich ist der Gerichtshof nicht das einzige Bild - ich denke an Gott der Ehemann einer Ehebrecherin in Hosea, Gott der Vater eines wilden Kindes in Jesaja - aber es geht um Sünde und Sühne - Gericht wird kommen, und sein Volk sollen zu ihren Vater / Ehemann / König zurückkehren. Das ist einfach hebräisches, blblisches Denken. Der Versuch, diese Sachen aus den Glauben zu entfernen weil es &quot;griechisches Denken&quot; usw. darstellt ist anachronistisch, und hat viel mehr mit dem 68-er Scheu vor einem Gottesbild wo Gott sich über uns verfügen darf.

3. Vieles, was oben gesagt wird, ist mir sehr sympatisch. Es ist sehr sehr wichtig, das unser Predigen nicht platt und eintönig wird. Das schätze ich, und ich plädiere auch dafür. Jesu Leben und Lehre ist nicht einfach &quot;Vorprogramm&quot;. Aber ich muss mit Reinhold Niebuhr einklingen und sagen, dass &quot;A God without wrath brought man without sin into a kingdom without judgment through the ministrations of a Christ without a cross&quot;... nicht aus dem Neuen Testament stammt.

Danke für die interessante Anregungen - Entschuldigung für das Brite-Deutsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
ich finde die Fragestellung auch spannend. Nur ein paar Zwischenbemerkungen. </p>
<p>1. N.T. Wright wird oft als Gegner des Penal Substitution dargestellt, aber er sagt:</p>
<p>&#8220;I am often accused of not believing in substitutionary atonement. I presume the grounds for this accusation are (a) N.T. Wright is a NP advocate, (b) some NP advocates sound like old-fashioned liberals, (c) old-fashioned liberals do not believe in substitutionary atonement, and (d) therefore N. T. Wright does not either. I can only think the line of thought is something like that because anyone with even a nodding acquaintance with my work would be able to refute the charge.&#8221; (von Interview mit Criswell Review).</p>
<p>2. Die &#8220;Probleme&#8221;, die oben genannt werden sind ganz jüdäisch &#8211; dass jeder bekommt, was er verdient ist durch und durch hebräisches Denken &#8211; natürlich gibt es Raum für die Überraschung der Gnade Gottes. Gott erscheint tausend mal als Richter und Ankläger im AT. Freilich ist der Gerichtshof nicht das einzige Bild &#8211; ich denke an Gott der Ehemann einer Ehebrecherin in Hosea, Gott der Vater eines wilden Kindes in Jesaja &#8211; aber es geht um Sünde und Sühne &#8211; Gericht wird kommen, und sein Volk sollen zu ihren Vater / Ehemann / König zurückkehren. Das ist einfach hebräisches, blblisches Denken. Der Versuch, diese Sachen aus den Glauben zu entfernen weil es &#8220;griechisches Denken&#8221; usw. darstellt ist anachronistisch, und hat viel mehr mit dem 68-er Scheu vor einem Gottesbild wo Gott sich über uns verfügen darf.</p>
<p>3. Vieles, was oben gesagt wird, ist mir sehr sympatisch. Es ist sehr sehr wichtig, das unser Predigen nicht platt und eintönig wird. Das schätze ich, und ich plädiere auch dafür. Jesu Leben und Lehre ist nicht einfach &#8220;Vorprogramm&#8221;. Aber ich muss mit Reinhold Niebuhr einklingen und sagen, dass &#8220;A God without wrath brought man without sin into a kingdom without judgment through the ministrations of a Christ without a cross&#8221;&#8230; nicht aus dem Neuen Testament stammt.</p>
<p>Danke für die interessante Anregungen &#8211; Entschuldigung für das Brite-Deutsch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1657</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 19:01:30 +0000</pubDate>
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		<description>Nee, eigentlich gehts da um den Schritt vorher: Nicht das Übersetzen, sondern um das Verstehen von dem, was ich mal übersetzen will. Und das ist nicht so klar, ... für mich jedenfalls ... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nee, eigentlich gehts da um den Schritt vorher: Nicht das Übersetzen, sondern um das Verstehen von dem, was ich mal übersetzen will. Und das ist nicht so klar, &#8230; für mich jedenfalls &#8230; <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1656</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 17:19:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ist doch klar, dass es schwer fällt, wenn der einzige Dialekt, den Du sprichst, ausgerechnet der ist, den die anderen am wenigsten verstehen. Wie in allen anderen Bereichen muss man das bewusst lernen und üben. Zum Beispiel, indem man auf den gewohnten Stil zeitweise komplett verzichtet :-)
Aber wenn Du ein paar andere Dialekte mal beherrschst, kannst Du ganz elegant auswählen, was Deinem Gegenüber am besten gerecht wird (eigentlich die klassische Aufgabe jedes Missionars...).
Übrigens bin ich mir nicht sicher, ob sich bei der Auferstehung nicht genau die gleiche Frage stellt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist doch klar, dass es schwer fällt, wenn der einzige Dialekt, den Du sprichst, ausgerechnet der ist, den die anderen am wenigsten verstehen. Wie in allen anderen Bereichen muss man das bewusst lernen und üben. Zum Beispiel, indem man auf den gewohnten Stil zeitweise komplett verzichtet <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Aber wenn Du ein paar andere Dialekte mal beherrschst, kannst Du ganz elegant auswählen, was Deinem Gegenüber am besten gerecht wird (eigentlich die klassische Aufgabe jedes Missionars&#8230;).<br />
Übrigens bin ich mir nicht sicher, ob sich bei der Auferstehung nicht genau die gleiche Frage stellt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1655</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 16:46:47 +0000</pubDate>
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		<description>Bleibt für mich trotzdem die Frage, warum es so schwer ist, in wenigen Sätzen zu sagen, warum Jesus als Messias für uns sterben musste. Kommt bei meinem Gegenüber immer sehr überzeugend an, wenn sie mich nach einem der beiden zentralen Ereignisse fragen und ich sagen muss: Na ja, da gibt es die verschiedensten Sichtweisen ... ;  und ein einfaches &quot;weil er uns liebt&quot; ist so ohne weitere Erklärungen für meine Bekannten auch nicht unmittelbar einleuchtend. Mit der Auferstehung tu&#039; ich mich da schon leichter. Hmmm ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bleibt für mich trotzdem die Frage, warum es so schwer ist, in wenigen Sätzen zu sagen, warum Jesus als Messias für uns sterben musste. Kommt bei meinem Gegenüber immer sehr überzeugend an, wenn sie mich nach einem der beiden zentralen Ereignisse fragen und ich sagen muss: Na ja, da gibt es die verschiedensten Sichtweisen &#8230; ;  und ein einfaches &#8220;weil er uns liebt&#8221; ist so ohne weitere Erklärungen für meine Bekannten auch nicht unmittelbar einleuchtend. Mit der Auferstehung tu&#8217; ich mich da schon leichter. Hmmm &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1654</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 20:39:41 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Steffen,

Sühneopfer und Satisfaktion sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich werde noch drauf eingehen, weil die Differenz wichtig ist in unserem Zusammenhang. 

Das mit der Königsherrschaft Gottes ist ein wichtiger Aspekt. Denn da stellt sich die Frage, ob es bereits vor Jesu Tod am Kreuz &quot;Evangelium&quot; gab, und als Folge, welche Rolle nun dieser Tod im (nachösterlichen, wenn Du so willst) Evangelium spielt, wie er also zur Durchsetzung der Herrschaft Gottes gegen die Reiche und Mächte der Welt führt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Steffen,</p>
<p>Sühneopfer und Satisfaktion sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich werde noch drauf eingehen, weil die Differenz wichtig ist in unserem Zusammenhang. </p>
<p>Das mit der Königsherrschaft Gottes ist ein wichtiger Aspekt. Denn da stellt sich die Frage, ob es bereits vor Jesu Tod am Kreuz &#8220;Evangelium&#8221; gab, und als Folge, welche Rolle nun dieser Tod im (nachösterlichen, wenn Du so willst) Evangelium spielt, wie er also zur Durchsetzung der Herrschaft Gottes gegen die Reiche und Mächte der Welt führt&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Steffen</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1653</link>
		<dc:creator>Steffen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 19:59:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/peters-gedanken/theologie/fromme-brillen#comment-1653</guid>
		<description>Spannende Fragen/Diskussion!!!

Ich bin mir nicht sicher, ob das Problem wirklich bei Anselm (allein) zu finden ist. Es scheint mir, dass der Gedanke vom Suehneopfer richtig ist, aber es ist eine reduzierte, minimierte Form des Evangeliums. Hilfreich in diesem Zusammenhang fand ich das Buch von Darrell Guder  &quot;Be my Witness&quot; oder auch &quot;The Continues(?) Conversion of the Church&quot; . Es nennt eines der Grundprobleme, aehnlich wie es Stephan schon angedeutet hat, darin dass wir das Evangelium (bzw. Gott) reduzieren wollen. Guder argumentiert weiter, dass wir das Evangelium reduzieren wollen, um es  kontrollieren zu koennen. Seine These (im ersten Buch zumindest) ist das, dass Evangelium ein Vergangenheitsereignis ist (dies kriegen wir Evangelikalen of richtig hin), etwas gegenwärtiges (etwas das unser Gegenwart, unser Handeln und Denken veraendert), und etwas zukuenftiges ist. Das Evangelium ist auch immer vor uns und wird auch daher immer etwas sein, welches uns herausfordert und entdeckt werden muss.  (Ich hoffe das war richtig, ist schon etwas her als ich das Buch gelesen habe)

Ich glaube, dass die oben genannten Sympthome auch auf ein falsches oder mangelndes Verstaendnis von Koenigreich Gottes (Kingdom of God) zurueck zu fuehren sind. Eein korrektes Verstaendnis vom „Koenigreich Gottes“ kann helfen - zumindest hat er mir geholfen - die soziale, politische und seelische (mir faellt kein besseres Wort sein) Dimension von Jesus Wirken zu verstehen und unser eigenes Handeln auch in den richtigen Kontext stellt. 

Noch eine Anmerkung: Waehrend meines Studiums wurde oft Augustinus die Schuld fuer diese Reduzierung gegeben, weil er - so stark von Plato gepraegt - alles physische als Uebel gesehen hat (Koerper, diese Welt, Sexualitaet, etc.) 

Und noch eine Freage zu der &quot;eigentliche hebräische Bedeutung&quot; mit Bezug von den Artikel von NT Wright. Diese Fragestellung steht doch in direkten Zusammenhang mit der &quot;New Perspective on Paul&quot; und gibt es auch deutsche Theologen (Buecher) die sich mit dieser Thematik auseinander setzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Spannende Fragen/Diskussion!!!</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, ob das Problem wirklich bei Anselm (allein) zu finden ist. Es scheint mir, dass der Gedanke vom Suehneopfer richtig ist, aber es ist eine reduzierte, minimierte Form des Evangeliums. Hilfreich in diesem Zusammenhang fand ich das Buch von Darrell Guder  &#8220;Be my Witness&#8221; oder auch &#8220;The Continues(?) Conversion of the Church&#8221; . Es nennt eines der Grundprobleme, aehnlich wie es Stephan schon angedeutet hat, darin dass wir das Evangelium (bzw. Gott) reduzieren wollen. Guder argumentiert weiter, dass wir das Evangelium reduzieren wollen, um es  kontrollieren zu koennen. Seine These (im ersten Buch zumindest) ist das, dass Evangelium ein Vergangenheitsereignis ist (dies kriegen wir Evangelikalen of richtig hin), etwas gegenwärtiges (etwas das unser Gegenwart, unser Handeln und Denken veraendert), und etwas zukuenftiges ist. Das Evangelium ist auch immer vor uns und wird auch daher immer etwas sein, welches uns herausfordert und entdeckt werden muss.  (Ich hoffe das war richtig, ist schon etwas her als ich das Buch gelesen habe)</p>
<p>Ich glaube, dass die oben genannten Sympthome auch auf ein falsches oder mangelndes Verstaendnis von Koenigreich Gottes (Kingdom of God) zurueck zu fuehren sind. Eein korrektes Verstaendnis vom „Koenigreich Gottes“ kann helfen &#8211; zumindest hat er mir geholfen &#8211; die soziale, politische und seelische (mir faellt kein besseres Wort sein) Dimension von Jesus Wirken zu verstehen und unser eigenes Handeln auch in den richtigen Kontext stellt. </p>
<p>Noch eine Anmerkung: Waehrend meines Studiums wurde oft Augustinus die Schuld fuer diese Reduzierung gegeben, weil er &#8211; so stark von Plato gepraegt &#8211; alles physische als Uebel gesehen hat (Koerper, diese Welt, Sexualitaet, etc.) </p>
<p>Und noch eine Freage zu der &#8220;eigentliche hebräische Bedeutung&#8221; mit Bezug von den Artikel von NT Wright. Diese Fragestellung steht doch in direkten Zusammenhang mit der &#8220;New Perspective on Paul&#8221; und gibt es auch deutsche Theologen (Buecher) die sich mit dieser Thematik auseinander setzen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Stephan</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1652</link>
		<dc:creator>Stephan</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 18:00:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/peters-gedanken/theologie/fromme-brillen#comment-1652</guid>
		<description>Ich komme grad von einem CVJM Konfi-Castle und habe dort wieder einmal diese Form (Anselm) der Theologie in konsequenter Form erlebt... wenn man &#039;drin&#039; ist, macht das sogar noch einen gewissen Sinn, nur geb ich Dir Recht, dass das alles irgendwie so wenig &#039;frohes&#039; hat - fromm ja, froh - nein! Vielmehr wird auch oftmals mit Angst und Druck gearbeitet, mit Worten wie &#039;verloren&#039;, &#039;verdammt&#039; oder &#039;schuldig&#039;, was ja alles sein mag (oder eben grad nicht?). Das interessante für mich war, dass Gott trotz solcher Theologie viele junge Menschen wirklich berührt und angesprochen hat und das hat mich wiederum begeistert!

Zu dem Gedanken, ob man es jemals auf einen Nenner bringen kann, hab ich momentan auch die Einstellung: Hoffentlich nicht!! Denn mich fasziniert an Gott eben grad, dass er noch größer, noch allumfassender, noch liebevoller und oft auch noch witziger ist, als ich es bisher gedacht habe. Mein größtes Fiasko wäre, wenn ich irgendwann mal wirklich sagen könne: So ist Gott! Was wäre das für ein armseliges kleines &#039;Göttlein&#039;, das ich mit meinem Verstand und Wesen fassen kann. Anders ist er mir lieber ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich komme grad von einem CVJM Konfi-Castle und habe dort wieder einmal diese Form (Anselm) der Theologie in konsequenter Form erlebt&#8230; wenn man &#8216;drin&#8217; ist, macht das sogar noch einen gewissen Sinn, nur geb ich Dir Recht, dass das alles irgendwie so wenig &#8216;frohes&#8217; hat &#8211; fromm ja, froh &#8211; nein! Vielmehr wird auch oftmals mit Angst und Druck gearbeitet, mit Worten wie &#8216;verloren&#8217;, &#8216;verdammt&#8217; oder &#8216;schuldig&#8217;, was ja alles sein mag (oder eben grad nicht?). Das interessante für mich war, dass Gott trotz solcher Theologie viele junge Menschen wirklich berührt und angesprochen hat und das hat mich wiederum begeistert!</p>
<p>Zu dem Gedanken, ob man es jemals auf einen Nenner bringen kann, hab ich momentan auch die Einstellung: Hoffentlich nicht!! Denn mich fasziniert an Gott eben grad, dass er noch größer, noch allumfassender, noch liebevoller und oft auch noch witziger ist, als ich es bisher gedacht habe. Mein größtes Fiasko wäre, wenn ich irgendwann mal wirklich sagen könne: So ist Gott! Was wäre das für ein armseliges kleines &#8216;Göttlein&#8217;, das ich mit meinem Verstand und Wesen fassen kann. Anders ist er mir lieber <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1651</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 16:53:59 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht liegt es ja an der Sache selbst, dass man sie nicht auf einen griffigen Nenner bringen kann? Oder dass nicht einfach eine kirchliche Tradition es &quot;gerafft&quot; hat und die anderen alle nicht, sondern dass jeder vom anderen etwas zu lernen hat? Dass, anders gesagt, Gott auch diese Vielfalt gewollt hat? Könnte ja sein...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht liegt es ja an der Sache selbst, dass man sie nicht auf einen griffigen Nenner bringen kann? Oder dass nicht einfach eine kirchliche Tradition es &#8220;gerafft&#8221; hat und die anderen alle nicht, sondern dass jeder vom anderen etwas zu lernen hat? Dass, anders gesagt, Gott auch diese Vielfalt gewollt hat? Könnte ja sein&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2006/10/23/theologie/fromme-brillen/comment-page-1#comment-1650</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 16:31:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ganz ehrlich ist diese Vielfalt der Deutungsmöglichkeiten immer wieder etwas, an dem mein Glaube schwer zu knabbern hat: Dass Gott nicht klarer und eindeutiger erklärt hat, welche der vielen Varianten die von Ihm bevorzugte ist ;-)  . Hätte mir manches ratlose Kopfzerbrechen und der ganzen Christenheit wohl viel unnötigen Streit und Spaltungen erspart.

Aber vielleicht geht es gar nicht so sehr um DIE LÖSUNG; vielleicht ist in gerade dieser Vielfalt die Herausforderung Gottes an uns enthalten: demütige Liebe zu lernen für Mit-Christen, die so gar nicht meiner Meinung sind bei dem, was mir das wertvollste ist. Weiss nicht, ob das vorschnelle intellektuelle Kapitulation ist, daber ich muss da an das Ende von CS Lewis &quot;Till we have faces&quot; denken, wo die Protagonistin ihrem Gott entgegnet &quot;Jetzt endlich weiss ich, warum du mir all die Jahre keine Antwort gegeben hast. Denn was hättest du mir anderes geben können als Worte, Worte die widerum ausziehen um mit anderen Worten Krieg zu führen. Nein, du gibst uns keine Antwort. Du selbst bist die Antwort!&quot; 

Trotzdem: schöner wäre es schon gewesen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz ehrlich ist diese Vielfalt der Deutungsmöglichkeiten immer wieder etwas, an dem mein Glaube schwer zu knabbern hat: Dass Gott nicht klarer und eindeutiger erklärt hat, welche der vielen Varianten die von Ihm bevorzugte ist <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   . Hätte mir manches ratlose Kopfzerbrechen und der ganzen Christenheit wohl viel unnötigen Streit und Spaltungen erspart.</p>
<p>Aber vielleicht geht es gar nicht so sehr um DIE LÖSUNG; vielleicht ist in gerade dieser Vielfalt die Herausforderung Gottes an uns enthalten: demütige Liebe zu lernen für Mit-Christen, die so gar nicht meiner Meinung sind bei dem, was mir das wertvollste ist. Weiss nicht, ob das vorschnelle intellektuelle Kapitulation ist, daber ich muss da an das Ende von CS Lewis &#8220;Till we have faces&#8221; denken, wo die Protagonistin ihrem Gott entgegnet &#8220;Jetzt endlich weiss ich, warum du mir all die Jahre keine Antwort gegeben hast. Denn was hättest du mir anderes geben können als Worte, Worte die widerum ausziehen um mit anderen Worten Krieg zu führen. Nein, du gibst uns keine Antwort. Du selbst bist die Antwort!&#8221; </p>
<p>Trotzdem: schöner wäre es schon gewesen &#8230;</p>
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