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	<title>Kommentare zu: Wa(h)lanalysen</title>
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		<title>Von: Arnachie</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2007/03/06/spiritualitat/wahlanalysen/comment-page-1#comment-11730</link>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 16:15:13 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr nette und lustige Beobachtungen.
Was mich beschäftigt: Scot McKnight hatte die Tage ein interessantes Review über ein Buch,das sich aus theologischer Perspektive mit Katastrophen beswchäftigt. Er sagt da etwas in der Richtung: kann es sein, dass wir Angst haben vor den Auswirkungen unserer eigenen theologischen Aussagen? Also wenn wir sagen: wir müssen den Einfluss des Griechentums und der Aufklärung auslö... eh rausretuschieren aus unserm Christentum, und dafür kämpfen, dass Gott in der Welt vorhanden ist, dann ist das schön an Tagen wie heute, wenn man draußen spazieren geht. Aber was ist mit Tsunamis und Erdbeeben? Ist es nicht der große Vorteil des Deismus, dass er sagt: &quot;die Welt ist nicht mehr Gottes Geschichte; wir sind verantwortlich&quot;? Wenn man stärker die Verzahntheit von Himmel und Erde betont (was ist richtig finde), muss man Antworten auf die Frage finden: &quot;inwieweit ist schlechtes von Gott bewirkt oder zugelassen&quot;? 
Meine vorläufige Antwort wäre: naja, Fluch ist nur die Abwesenheit von Segen. Katastrophen passieren dort, wo Gott sich aus Bereichen der Welt zurückzieht; sind also weniger Strafe und mehr Konsequenz.
Aber da hat man ein neues Problem: warum dauernd Indonesien und Afrika? Warum nie Europa und Amerika?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr nette und lustige Beobachtungen.<br />
Was mich beschäftigt: Scot McKnight hatte die Tage ein interessantes Review über ein Buch,das sich aus theologischer Perspektive mit Katastrophen beswchäftigt. Er sagt da etwas in der Richtung: kann es sein, dass wir Angst haben vor den Auswirkungen unserer eigenen theologischen Aussagen? Also wenn wir sagen: wir müssen den Einfluss des Griechentums und der Aufklärung auslö&#8230; eh rausretuschieren aus unserm Christentum, und dafür kämpfen, dass Gott in der Welt vorhanden ist, dann ist das schön an Tagen wie heute, wenn man draußen spazieren geht. Aber was ist mit Tsunamis und Erdbeeben? Ist es nicht der große Vorteil des Deismus, dass er sagt: &#8220;die Welt ist nicht mehr Gottes Geschichte; wir sind verantwortlich&#8221;? Wenn man stärker die Verzahntheit von Himmel und Erde betont (was ist richtig finde), muss man Antworten auf die Frage finden: &#8220;inwieweit ist schlechtes von Gott bewirkt oder zugelassen&#8221;?<br />
Meine vorläufige Antwort wäre: naja, Fluch ist nur die Abwesenheit von Segen. Katastrophen passieren dort, wo Gott sich aus Bereichen der Welt zurückzieht; sind also weniger Strafe und mehr Konsequenz.<br />
Aber da hat man ein neues Problem: warum dauernd Indonesien und Afrika? Warum nie Europa und Amerika?</p>
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		<title>Von: Peter Aschoff</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2007/03/06/spiritualitat/wahlanalysen/comment-page-1#comment-11694</link>
		<dc:creator>Peter Aschoff</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 15:07:30 +0000</pubDate>
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		<description>Wohl schon. Die charismatische Bewegung ist eine unter vielen anderen, und wie immer hat sie Stärken und Schwächen. Sie hat vor allem in den Anfangsjahren (60er/70er) auf viele Bedürfnisse eine neue Antwort gegeben, aber eben auch etliche schwierige Aspekte hervorgebracht (s.o.). 

In diesem Sinn ist sie dann auch ergänzungs- und korrekturbedürftig. Inzwischen gibt es ein paar Millionen Christen, die sich als &quot;postcharismatisch&quot; bezeichnen. Sie sind dankbar für vieles Gute, aber es war eben auch nötig, manches an Stilformen und Ansichten wieder abzulegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl schon. Die charismatische Bewegung ist eine unter vielen anderen, und wie immer hat sie Stärken und Schwächen. Sie hat vor allem in den Anfangsjahren (60er/70er) auf viele Bedürfnisse eine neue Antwort gegeben, aber eben auch etliche schwierige Aspekte hervorgebracht (s.o.). </p>
<p>In diesem Sinn ist sie dann auch ergänzungs- und korrekturbedürftig. Inzwischen gibt es ein paar Millionen Christen, die sich als &#8220;postcharismatisch&#8221; bezeichnen. Sie sind dankbar für vieles Gute, aber es war eben auch nötig, manches an Stilformen und Ansichten wieder abzulegen.</p>
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		<title>Von: tina</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2007/03/06/spiritualitat/wahlanalysen/comment-page-1#comment-11660</link>
		<dc:creator>tina</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 13:36:37 +0000</pubDate>
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		<description>Was bedeutet &quot;postcharismatisch&quot;? Ich denke nicht, dass es sich dabei um einen Trend, eine Phase oder Modeerscheinung handelt. Oder doch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet &#8220;postcharismatisch&#8221;? Ich denke nicht, dass es sich dabei um einen Trend, eine Phase oder Modeerscheinung handelt. Oder doch?</p>
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		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2007/03/06/spiritualitat/wahlanalysen/comment-page-1#comment-11031</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 17:05:55 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das ist ein komplexes Thema. Ich glaube nicht, dass es einfache Antworten gibt. Ein Grundproblem ist sicherlich, dass wir/manche dazu tendieren, spiritualistische Erklärungen als &quot;geistlicher&quot; anzusehen als natürliche. Fiktives Beispiel.: Wenn Gott eine Themseflut schickt, weil die Homoehe legalisiert wurde, ist das der &quot;geistlichere&quot; Erklärungsansatz als wenn eine Themseflut kommt, weil der Mensch das Land drumrum zu sehr zugebaut hat.

Der erste Erklärungsansatz benötigt eine spezielle &quot;Offenbarungsgabe&quot; und verstecktes Wissen (Gnosis!?), der zweite eine spezielle Wahrnehmungsgabe (oder einfach jemanden, der nicht wegsieht).

Ich glaube, dass es letztendlich beides gibt - sowohl natürliche Erklärungen als auch Zusammenhänge, die sich uns nicht ohne weiteres erschließen und die nicht unbedingt logisch sind - und dass beides geistlich ist. Wie man manches interpretiert, ist dann allerdings oft auch eine Frage der eigenen Stärken und Schwächen. Ich tendiere z.B. dazu, bestimmte Speisegesetze aus dem AT im Kontext von Hygiene und Gesundheit zu interpretieren. Dadurch lässt sich z.B. ein Verbot von Schweinefleisch erklären. Für manche nimmt eine solche Erklärung aber etwas von der &quot;Heiligkeit&quot; dieses Gesetzes weg (eben weil es ja erklärbar ist) oder setzt die Autorität Gottes herab (weil man Gott nicht &quot;einfach so&quot; gehorcht, sondern weil es Sinn ergibt).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist ein komplexes Thema. Ich glaube nicht, dass es einfache Antworten gibt. Ein Grundproblem ist sicherlich, dass wir/manche dazu tendieren, spiritualistische Erklärungen als &#8220;geistlicher&#8221; anzusehen als natürliche. Fiktives Beispiel.: Wenn Gott eine Themseflut schickt, weil die Homoehe legalisiert wurde, ist das der &#8220;geistlichere&#8221; Erklärungsansatz als wenn eine Themseflut kommt, weil der Mensch das Land drumrum zu sehr zugebaut hat.</p>
<p>Der erste Erklärungsansatz benötigt eine spezielle &#8220;Offenbarungsgabe&#8221; und verstecktes Wissen (Gnosis!?), der zweite eine spezielle Wahrnehmungsgabe (oder einfach jemanden, der nicht wegsieht).</p>
<p>Ich glaube, dass es letztendlich beides gibt &#8211; sowohl natürliche Erklärungen als auch Zusammenhänge, die sich uns nicht ohne weiteres erschließen und die nicht unbedingt logisch sind &#8211; und dass beides geistlich ist. Wie man manches interpretiert, ist dann allerdings oft auch eine Frage der eigenen Stärken und Schwächen. Ich tendiere z.B. dazu, bestimmte Speisegesetze aus dem AT im Kontext von Hygiene und Gesundheit zu interpretieren. Dadurch lässt sich z.B. ein Verbot von Schweinefleisch erklären. Für manche nimmt eine solche Erklärung aber etwas von der &#8220;Heiligkeit&#8221; dieses Gesetzes weg (eben weil es ja erklärbar ist) oder setzt die Autorität Gottes herab (weil man Gott nicht &#8220;einfach so&#8221; gehorcht, sondern weil es Sinn ergibt).</p>
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