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Umkehrschluss

Peter | 24. Mai 2008

Diese Woche hat jemand eine Statistik zitiert, nach der (wenn ich mich recht erinnere, aber auf ein paar Prozent kommt es auch gar nicht an…) 85% der Menschen bis zum 14. Lebensjahr zum Glauben gefunden hatte. Die Schlussfolgerung war, dass Kinder- und Jugendarbeit enorm wichtig ist.

Ist sie auch. Nur kann man aus der Statistik eben auch entnehmen, dass man offenbar in eine christliche Familie und Gemeinde mehr oder weniger hineingeboren werden muss. Und möglicherweise kann man auch schließen, dass außer ein paar Alibiaktionen die bestehenden Gemeinden (so gut wie) nichts unternehmen, um Erwachsenen zu helfen, ihren Weg zum Glauben zu finden.

Denn vielleicht liegt es nicht an den Leuten und nicht am Alter, sondern an der Art, wie unsere Gemeinden funktionieren…?

Glauben, Gemeinde
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2 Responses to “Umkehrschluss”

  1. Thomas sagt:
    24. Mai 2008 um 18:55

    Meiner Erfahrung bildet sich das grundlegende Weltbild bei Kindern tatsächlich bis zur Pubertät aus. In der darauf folgenden Zeit der Abnabelung wird bis zum Erwachsen werden (19-21) alles hinterfragt. Auch wenn man sich dessen nicht bewusst ist, ist die Kinder-Zeit sehr prägend. Deswegen finde ich es wichtig, wenn Kinder Und in der Zeit gelebten Glauben (positiv) erleben können.

    Übrigens gilt es meiner Erfahrung nach tatsächlich auch anders herum: die sich bis 14 entschieden, dass Glaube/Christentum Humbug ist, sind später nicht so leicht von Gegenteil zu überzeugen. Und wenn Sie dann doch “zum Glauben finden” oder sich auf die Suche machen, dann fällt es natürlich leichter in eine Art von Gottesdienst zu gehen, die sprachlich und von Stil näher an der eigenen Welt ist. Hier ist LebenArts besonders vorbildlich, weil es kontinuierlich wirkt. Vor über zehn Jahren gab es auch mal eine gigantische Telefon- und Buch-Aktion mit anschließenden Hauskreisen und so.

    Trotzdem wird bei solchen Aktionen “nur” der Anstoß gegeben, der Weg fängt da erst an. Daher ist es schwer anschließend eine positive Bilanz zu ziehen. Entweder man hat einen langen Atem oder man sieht nur den Aufwand, aber wenig unmittelbaren Ertrag. Deswegen sind solche “Aktionen” oder gar kontinuierliche Angebote in den Gemeinden wohl eher selten.

  2. ebbelwain sagt:
    26. Mai 2008 um 11:25

    Du hast völlig recht, Peter. Es ist eher ein Ansporn sich über die eigene Attraktivität und Aktivität zu unterhalten.

    Und es heißt ja auch, dass Kinder- und Jugendarbeit im Vergleich zur Erwachsenenarbeit Menschen für den Glauben gewinnen kann…

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