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	<title>Kommentare zu: Zu viel der Nächstenliebe?</title>
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		<title>Von: Ron</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50178</link>
		<dc:creator>Ron</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 15:55:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Lieber Peter: In diesem Punkt sind wir uns einig: Jünger Jesu sind zur Gerechtigkeit berufen, ohne wenn und aber. Ich will natürlich nicht mit der Gottesliebe in den Krieg ziehen. Jesus ist der Friedefürst! 

Ich bin geneigt, mich Deiner Auslegung von Mt 10 anzuschließen (vgl. allerdings Lk 12,49). Worauf ich hinaus möchte ist: Gottesliebe kann zur schmerzhaften Trennung, zur Entzweiung (in dem Fall von Familienmitgliedern) führen. Den Nächsten mehr zu lieben als Christus, ist keine Gottesliebe (und wohl dann auch keine Nächstenliebe). 

Die anti-pelagianische Paulusfixierung wäre vielleicht eine eigene Diskussion wert. Dass nicht-augustinische Lesarten der &quot;original sin&quot; derzeit sehr populär sind, ist kein Geheimnis. Ich finde es spannend, dass gleichzeitig nicht-fromme Denker (gerade nach den Schrecken des 20. Jahrhunderts) behaupten, der Mensch sei so hoffnungslos böse, dass es besser wäre, es gäbe ihn nicht (leicht übertrieben).

Ich muss für einige Tage auf Reisen und mache nun Schluss. Nochmals vielen Dank, Ron</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lieber Peter: In diesem Punkt sind wir uns einig: Jünger Jesu sind zur Gerechtigkeit berufen, ohne wenn und aber. Ich will natürlich nicht mit der Gottesliebe in den Krieg ziehen. Jesus ist der Friedefürst! </p>
<p>Ich bin geneigt, mich Deiner Auslegung von Mt 10 anzuschließen (vgl. allerdings Lk 12,49). Worauf ich hinaus möchte ist: Gottesliebe kann zur schmerzhaften Trennung, zur Entzweiung (in dem Fall von Familienmitgliedern) führen. Den Nächsten mehr zu lieben als Christus, ist keine Gottesliebe (und wohl dann auch keine Nächstenliebe). </p>
<p>Die anti-pelagianische Paulusfixierung wäre vielleicht eine eigene Diskussion wert. Dass nicht-augustinische Lesarten der &#8220;original sin&#8221; derzeit sehr populär sind, ist kein Geheimnis. Ich finde es spannend, dass gleichzeitig nicht-fromme Denker (gerade nach den Schrecken des 20. Jahrhunderts) behaupten, der Mensch sei so hoffnungslos böse, dass es besser wäre, es gäbe ihn nicht (leicht übertrieben).</p>
<p>Ich muss für einige Tage auf Reisen und mache nun Schluss. Nochmals vielen Dank, Ron</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50177</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 14:15:16 +0000</pubDate>
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		<description>@ Ron: Tut mir leid, da habe ich mich recht missverständlich ausgedrückt. 

Was Du mit dem Verweis auf Pelagius nun gemeint hast, verstehe ich allerdings nicht ganz.

Mit ging es darum, dass man Deine Sorge, Gerechtigkeit könnte das solus Christus verdunkeln, natürlich auch auf das Thema Rechtfertigung anwenden kann - und vermutlich auch muss, wenn man konsequent denkt. Ich will das ja gar nicht, weil ich sie von Anfang an nicht geteilt habe. 

Übrigens auch nicht bestreiten, dass die Menschheit unter Verdorbenheit und böser Verstrickung leidet. Und ich wüsste auch nicht, wer das ernsthaft behauptet...

Dass Mt 10 Gottes- und Nächstenliebe in irgendeinem Konflikt sieht, finde ich alles andere als zwingend. Hier geht es ja wohl darum, dass die Apostel angefeindet und verfolgt werden und dass Auseinandersetzungen entstehen. Die - und das wird aus dem Kontext der Evangelien deutlich - sind ja nur ein Durchgangsstadium zum endzeitlichen Schalom, oder wie Paulus sagt, Geburtswehen. Es ist Gottes Liebe, aber das Schwert seiner Feinde. Und mit Wright denke ich, dass diese Ansage sich historisch präzise erfüllt hat. Für Nachfolger Jesu ist und bleibt aber die Liebe, die Gewaltlosigkeit und der Verzicht auf Rache die einzige Option. Liebe und Schwert bleiben Gegensätze, und auf Christus bezogen sind es sogar unversöhnliche Gegensätze, wie die Mahnung an Petrus in Gethsemane zeigt. Gerade darum drehte sich ja ein Teil der Kontroverse zwischen Jesus und seinen Gegnern. 

Deinen Satz zu Liebe und Schwert (und nur das habe ich mit &quot;wenn man das so sagt wie Du&quot; gemeint) konnte man auch anders verstehen. Wenn er so nicht gemeint war, dann vergiss den Rest von dem, was ich dazu geschrieben habe.

Auch meinerseits danke für die spannende Diskussion. 

Liebe Grüße,

Peter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ron: Tut mir leid, da habe ich mich recht missverständlich ausgedrückt. </p>
<p>Was Du mit dem Verweis auf Pelagius nun gemeint hast, verstehe ich allerdings nicht ganz.</p>
<p>Mit ging es darum, dass man Deine Sorge, Gerechtigkeit könnte das solus Christus verdunkeln, natürlich auch auf das Thema Rechtfertigung anwenden kann &#8211; und vermutlich auch muss, wenn man konsequent denkt. Ich will das ja gar nicht, weil ich sie von Anfang an nicht geteilt habe. </p>
<p>Übrigens auch nicht bestreiten, dass die Menschheit unter Verdorbenheit und böser Verstrickung leidet. Und ich wüsste auch nicht, wer das ernsthaft behauptet&#8230;</p>
<p>Dass Mt 10 Gottes- und Nächstenliebe in irgendeinem Konflikt sieht, finde ich alles andere als zwingend. Hier geht es ja wohl darum, dass die Apostel angefeindet und verfolgt werden und dass Auseinandersetzungen entstehen. Die &#8211; und das wird aus dem Kontext der Evangelien deutlich &#8211; sind ja nur ein Durchgangsstadium zum endzeitlichen Schalom, oder wie Paulus sagt, Geburtswehen. Es ist Gottes Liebe, aber das Schwert seiner Feinde. Und mit Wright denke ich, dass diese Ansage sich historisch präzise erfüllt hat. Für Nachfolger Jesu ist und bleibt aber die Liebe, die Gewaltlosigkeit und der Verzicht auf Rache die einzige Option. Liebe und Schwert bleiben Gegensätze, und auf Christus bezogen sind es sogar unversöhnliche Gegensätze, wie die Mahnung an Petrus in Gethsemane zeigt. Gerade darum drehte sich ja ein Teil der Kontroverse zwischen Jesus und seinen Gegnern. </p>
<p>Deinen Satz zu Liebe und Schwert (und nur das habe ich mit &#8220;wenn man das so sagt wie Du&#8221; gemeint) konnte man auch anders verstehen. Wenn er so nicht gemeint war, dann vergiss den Rest von dem, was ich dazu geschrieben habe.</p>
<p>Auch meinerseits danke für die spannende Diskussion. </p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Peter</p>
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	<item>
		<title>Von: Ron</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50176</link>
		<dc:creator>Ron</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 11:42:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=1790#comment-50176</guid>
		<description>@Peter: Ich bekomme langsam das Gefühl, bei einem Therapeuten auf der Couch zu liegen, der mir eindringlich erklärt, dass er mich besser versteht, als ich mich selbst verstehe (und ich eine tickende Zeitbombe bin). Ich denke schwarz/weiß, neige zur Ideologisierung, denke (und vertreibe) gefährliche Positionen usw. Wer urteilt?

Auch wenn für Dich die Sache bereits geklärt ist, erlaube ich mir (vermutlich) schließende Anmerkungen:

Ich habe nicht behauptet, dass Gott das Schwert ist. Ich nehme Bezug auf Deinen Hinweis, dass Christus sich zu politischen Themen äußert und den Armen begegnet (also in einer bestimmten Art und Weise handelt). Mein Anliegen ist es, über &quot;Liebe&quot; im Kontext biblischer Texte zu sprechen. Wenn ich Mt 10 richtig verstehe, kann Liebe auch trennen (dafür wird wohl das Schwert stehen). Die Formel: Nächstenliebe = Gottesliebe, die Du hier beworben hast, scheint dort nicht aufzugehen. 

Ich behaupte nicht, dass Wright Pelagianer ist und habe auch nicht gesagt, dass Du Dich in der Frage der Rechtfertigung auf Pelagius berufst. Ich greife Deinen Vorwurf der &quot;ideologischen, antipelagianischen Paulusfixierung&quot; auf. Tendenziell anti-augustinische Paulusinterpretationen geben mir angesichts der Tatsache, dass uns heute so viele säkulare Autoren auf die Verdorbenheit, Verstricktheit und Boshaftigkeit des Menschen aufmerksam machen, Rätsel auf.

Soweit, so gut. Ich danke Dir für den anregenden Austausch!

Liebe Grüße, Ron</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Ich bekomme langsam das Gefühl, bei einem Therapeuten auf der Couch zu liegen, der mir eindringlich erklärt, dass er mich besser versteht, als ich mich selbst verstehe (und ich eine tickende Zeitbombe bin). Ich denke schwarz/weiß, neige zur Ideologisierung, denke (und vertreibe) gefährliche Positionen usw. Wer urteilt?</p>
<p>Auch wenn für Dich die Sache bereits geklärt ist, erlaube ich mir (vermutlich) schließende Anmerkungen:</p>
<p>Ich habe nicht behauptet, dass Gott das Schwert ist. Ich nehme Bezug auf Deinen Hinweis, dass Christus sich zu politischen Themen äußert und den Armen begegnet (also in einer bestimmten Art und Weise handelt). Mein Anliegen ist es, über &#8220;Liebe&#8221; im Kontext biblischer Texte zu sprechen. Wenn ich Mt 10 richtig verstehe, kann Liebe auch trennen (dafür wird wohl das Schwert stehen). Die Formel: Nächstenliebe = Gottesliebe, die Du hier beworben hast, scheint dort nicht aufzugehen. </p>
<p>Ich behaupte nicht, dass Wright Pelagianer ist und habe auch nicht gesagt, dass Du Dich in der Frage der Rechtfertigung auf Pelagius berufst. Ich greife Deinen Vorwurf der &#8220;ideologischen, antipelagianischen Paulusfixierung&#8221; auf. Tendenziell anti-augustinische Paulusinterpretationen geben mir angesichts der Tatsache, dass uns heute so viele säkulare Autoren auf die Verdorbenheit, Verstricktheit und Boshaftigkeit des Menschen aufmerksam machen, Rätsel auf.</p>
<p>Soweit, so gut. Ich danke Dir für den anregenden Austausch!</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50175</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 10:26:50 +0000</pubDate>
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		<description>@ Johannes: Nein, nicht grundsätzlich negativ. Es gibt nur hilfreichere und weniger hilfreiche Abgrenzungen. Um diese Frage hat sich dann unsere Diskussion oben gedreht.

Ohne zu behaupten, dass sie fehlerfrei wäre - ich denke tatsächlich, dass die evangelische (und auf ihre Weise auch die katholische) Kirche etwas gelernt hat. Ignoranten gibt es natürlich immer, aber so pessimistisch bin ich dann doch nicht...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Johannes: Nein, nicht grundsätzlich negativ. Es gibt nur hilfreichere und weniger hilfreiche Abgrenzungen. Um diese Frage hat sich dann unsere Diskussion oben gedreht.</p>
<p>Ohne zu behaupten, dass sie fehlerfrei wäre &#8211; ich denke tatsächlich, dass die evangelische (und auf ihre Weise auch die katholische) Kirche etwas gelernt hat. Ignoranten gibt es natürlich immer, aber so pessimistisch bin ich dann doch nicht&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: johannes</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50174</link>
		<dc:creator>johannes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 10:16:35 +0000</pubDate>
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		<description>@Peter: Ich sehe das ein wenig anders (auch glaube ich nicht, dass die Kirche wirklich etwas aus dem dritten Reich gelernt hat), aber lassen wir das. Nur noch eine Frage: Stufst Du dann &quot;Abgrenzung&quot; und &quot;Definitionen&quot; grundsätzlich als negativ ein?

Viele Grüße, Johannes</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Ich sehe das ein wenig anders (auch glaube ich nicht, dass die Kirche wirklich etwas aus dem dritten Reich gelernt hat), aber lassen wir das. Nur noch eine Frage: Stufst Du dann &#8220;Abgrenzung&#8221; und &#8220;Definitionen&#8221; grundsätzlich als negativ ein?</p>
<p>Viele Grüße, Johannes</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50173</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 08:44:28 +0000</pubDate>
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		<description>@ Johannes: Ich denke, es ist immer beides, spätestens ab dem Moment, wo Du Glauben versuchst begrifflich zu fassen (jede Definition ist eine Abgrenzung): Jesus formuliert in Abgrenzung gegen Pharisäer und Schriftgelehrte, Paulus in Abgrenzung gegen Heidentum auf der einen und ein enges Judenchristentum auf der anderen Seite, Augustinus gegen die Donatisten und Luther gegen die Scholastik. Eine veränderte Welt wirft immer auch neue Fragen auf. 

Und das Dritte Reich hat dazu geführt, dass Christen ihre Haltung gegenüber staatlicher Macht und Gewalt, wie auch Nationalismus und Rassismus neu definiert haben. Manche waren da früher dran (Barmen), andere haben es erst nach dem Krieg geschafft. 

@ Ron: Hm, wir kommen da nicht weiter. Ich denke, dass ich von Pelagius meilenweit entfernt bin (Wright auch, aber falls es Dir aufgefallen ist, ich hatte mich in dieser Frage gar nicht auf ihn bezogen...), aber aus Deiner Perspektive scheint es nur ein hartes entweder/oder zu geben. Wer sagt, dass dieses oder jenes getan werden muss, der gerät nicht nur in diesen Verdacht, sondern unter dieses Urteil - das war ja nun sehr deutlich. Und das war genau der Punkt, mit dem ich in dieses Gespräch eingestiegen bin. Insofern hat sich für mich diese Sache nun geklärt.

Trotzdem denke ich, dass Du Dich in der letzten Antwort um den eigentlichen Punkt gedrückt hast. Was Jesus mit Mt 10,34ff gemeint hat, lässt sich kontrovers diskutieren. Ich sehe zwei Gefahren in Deiner Position: Erstens kann eine Rechtfertigungstheorie ebenso ideologische Züge bekommen und Christus von einer Person zur Chiffre machen. Zweitens entsteht durch Deine Argumentation ein ambivalentes Christusbild von Liebe und Schwert. Diese beiden Dinge liegen für mich auf völlig unterschiedlichen Ebenen. Gott ist die Liebe, aber er ist nicht das Schwert, nicht der Zorn, nicht das Gericht (das ich nicht in Frage stelle, sondern der Liebe und Gerechtigkeit unterordne). Aber wenn man das so sagt und denkt wie Du, dann hat das eben unweigerlich auch praktische Konsequenzen. Das war mein anderer Punkt in diesem Post.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Johannes: Ich denke, es ist immer beides, spätestens ab dem Moment, wo Du Glauben versuchst begrifflich zu fassen (jede Definition ist eine Abgrenzung): Jesus formuliert in Abgrenzung gegen Pharisäer und Schriftgelehrte, Paulus in Abgrenzung gegen Heidentum auf der einen und ein enges Judenchristentum auf der anderen Seite, Augustinus gegen die Donatisten und Luther gegen die Scholastik. Eine veränderte Welt wirft immer auch neue Fragen auf. </p>
<p>Und das Dritte Reich hat dazu geführt, dass Christen ihre Haltung gegenüber staatlicher Macht und Gewalt, wie auch Nationalismus und Rassismus neu definiert haben. Manche waren da früher dran (Barmen), andere haben es erst nach dem Krieg geschafft. </p>
<p>@ Ron: Hm, wir kommen da nicht weiter. Ich denke, dass ich von Pelagius meilenweit entfernt bin (Wright auch, aber falls es Dir aufgefallen ist, ich hatte mich in dieser Frage gar nicht auf ihn bezogen&#8230;), aber aus Deiner Perspektive scheint es nur ein hartes entweder/oder zu geben. Wer sagt, dass dieses oder jenes getan werden muss, der gerät nicht nur in diesen Verdacht, sondern unter dieses Urteil &#8211; das war ja nun sehr deutlich. Und das war genau der Punkt, mit dem ich in dieses Gespräch eingestiegen bin. Insofern hat sich für mich diese Sache nun geklärt.</p>
<p>Trotzdem denke ich, dass Du Dich in der letzten Antwort um den eigentlichen Punkt gedrückt hast. Was Jesus mit Mt 10,34ff gemeint hat, lässt sich kontrovers diskutieren. Ich sehe zwei Gefahren in Deiner Position: Erstens kann eine Rechtfertigungstheorie ebenso ideologische Züge bekommen und Christus von einer Person zur Chiffre machen. Zweitens entsteht durch Deine Argumentation ein ambivalentes Christusbild von Liebe und Schwert. Diese beiden Dinge liegen für mich auf völlig unterschiedlichen Ebenen. Gott ist die Liebe, aber er ist nicht das Schwert, nicht der Zorn, nicht das Gericht (das ich nicht in Frage stelle, sondern der Liebe und Gerechtigkeit unterordne). Aber wenn man das so sagt und denkt wie Du, dann hat das eben unweigerlich auch praktische Konsequenzen. Das war mein anderer Punkt in diesem Post.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: johannes</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50172</link>
		<dc:creator>johannes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 07:37:23 +0000</pubDate>
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		<description>@Peter: Danke für Deine Antwort. Ja, da haben wir wohl tatsächlich völlig unterschiedliche Auffassungen, auch wenn ich kein Barthianer bin. Ich behaupte auch nicht, dass Luther (z.B.) keine Abgrenzungen vorgenommen hätte. Aber ich behaupte, dass es einen Unterschied macht, ob ich den Glauben aus einer Abgrenzung heraus definiere (so verstehe ich Deinen Vorwurf) oder ob ich mich Abgrenze, weil ich bestimmte Überzeugungen habe.

Bei Horton geht es doch nicht darum die guten Werke zu verdammen oder die, die sie tun. Es geht doch darum zu fragen, was die eigentliche Botschaft des christlichen Glaubens ist. Und da macht es eben einen enormen Unterschied, ob ich sage: &quot;Wir müssen jetzt etwas tun ...&quot; oder ob ich davon rede, was Christus getan hat und tut.

Aber mich würde doch noch interessieren, wo das dritte Reich eine positive Wirkung auf den Glauben hatte?

Liebe Grüße, Johannes</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Danke für Deine Antwort. Ja, da haben wir wohl tatsächlich völlig unterschiedliche Auffassungen, auch wenn ich kein Barthianer bin. Ich behaupte auch nicht, dass Luther (z.B.) keine Abgrenzungen vorgenommen hätte. Aber ich behaupte, dass es einen Unterschied macht, ob ich den Glauben aus einer Abgrenzung heraus definiere (so verstehe ich Deinen Vorwurf) oder ob ich mich Abgrenze, weil ich bestimmte Überzeugungen habe.</p>
<p>Bei Horton geht es doch nicht darum die guten Werke zu verdammen oder die, die sie tun. Es geht doch darum zu fragen, was die eigentliche Botschaft des christlichen Glaubens ist. Und da macht es eben einen enormen Unterschied, ob ich sage: &#8220;Wir müssen jetzt etwas tun &#8230;&#8221; oder ob ich davon rede, was Christus getan hat und tut.</p>
<p>Aber mich würde doch noch interessieren, wo das dritte Reich eine positive Wirkung auf den Glauben hatte?</p>
<p>Liebe Grüße, Johannes</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ron</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50171</link>
		<dc:creator>Ron</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 18:11:01 +0000</pubDate>
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		<description>@Peter: Christus ist nicht teilbar. Der Christus, der für die Kranken, Armen und Schwachen gekommen ist, ist der gleiche, der das Schwert gebracht hat. Kennt die Liebe, von der Du sprichst, auch das Schwert (vgl. Mt 10,34–39)? Kennt Deine Gerechtigkeit auch ein Gericht?

Es ist Dein gutes Recht, Wright zu folgen und ein partizipatorisches Rechtfertigungsverständnis zu vertreten. Wright hat seine Argumente. Allerdings hättest Du Dich damit - so glaube ich es sehen zu müssen - sowohl vom &quot;eigentlichen&quot; Katholizismus als auch vom &quot;eigentlichen&quot; Protestantismus verabschiedet. 

Ehrlich gesagt, ist es mir ein Rätsel, warum ein Gelehrter mit erkennbaren Sympathien für den Postmodernismus sich in der Frage der Freiheit ausgerechnet Pelagius anschließt. Doch Rätsel gibt es so viele. ;-) 

Liebe Grüße, Ron</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: Christus ist nicht teilbar. Der Christus, der für die Kranken, Armen und Schwachen gekommen ist, ist der gleiche, der das Schwert gebracht hat. Kennt die Liebe, von der Du sprichst, auch das Schwert (vgl. Mt 10,34–39)? Kennt Deine Gerechtigkeit auch ein Gericht?</p>
<p>Es ist Dein gutes Recht, Wright zu folgen und ein partizipatorisches Rechtfertigungsverständnis zu vertreten. Wright hat seine Argumente. Allerdings hättest Du Dich damit &#8211; so glaube ich es sehen zu müssen &#8211; sowohl vom &#8220;eigentlichen&#8221; Katholizismus als auch vom &#8220;eigentlichen&#8221; Protestantismus verabschiedet. </p>
<p>Ehrlich gesagt, ist es mir ein Rätsel, warum ein Gelehrter mit erkennbaren Sympathien für den Postmodernismus sich in der Frage der Freiheit ausgerechnet Pelagius anschließt. Doch Rätsel gibt es so viele. <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50170</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 17:05:20 +0000</pubDate>
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		<description>@ Johannes: Da habe ich eine völlig andere Auffassung von Kirchengeschichte. Natürlich gab es Veränderungen in der Theologie und der Beziehung zu Gott, aber die gesellschaftlichen Veränderungen haben das natürlich gefördert und damit hat sowohl die Reformation selbst als auch ihre Nachwirkung ganz vielfältige Ursachen. Natürlich hat Luther etwa in den 95 Thesen in Abgrenzungen formuliert. Und wenn Du die reformatorischen Bekenntnisse liest, hat fast jeder Artikel Abgrenzungen.

Und heute ist es genauso. Gesellschaftliche Veränderungen wirken (durchaus befruchtend) auf Glaube, Kirche und Theologie - nehmen wir nur mal den 1. Weltkrieg oder das dritte Reich. Gott wirkt auch durch die Profangeschichte (wenn man von sowas überhaupt reden will) und nicht nur senkrecht von oben.

Zurück zu Horton: Natürlich geht es nicht um ein Prinzip, sondern um eine Person. Aber das an den Stellen, die er konkret nennt, zu wittern, halte ich eben für völlig abwegig und überzogen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Johannes: Da habe ich eine völlig andere Auffassung von Kirchengeschichte. Natürlich gab es Veränderungen in der Theologie und der Beziehung zu Gott, aber die gesellschaftlichen Veränderungen haben das natürlich gefördert und damit hat sowohl die Reformation selbst als auch ihre Nachwirkung ganz vielfältige Ursachen. Natürlich hat Luther etwa in den 95 Thesen in Abgrenzungen formuliert. Und wenn Du die reformatorischen Bekenntnisse liest, hat fast jeder Artikel Abgrenzungen.</p>
<p>Und heute ist es genauso. Gesellschaftliche Veränderungen wirken (durchaus befruchtend) auf Glaube, Kirche und Theologie &#8211; nehmen wir nur mal den 1. Weltkrieg oder das dritte Reich. Gott wirkt auch durch die Profangeschichte (wenn man von sowas überhaupt reden will) und nicht nur senkrecht von oben.</p>
<p>Zurück zu Horton: Natürlich geht es nicht um ein Prinzip, sondern um eine Person. Aber das an den Stellen, die er konkret nennt, zu wittern, halte ich eben für völlig abwegig und überzogen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: johannes</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50168</link>
		<dc:creator>johannes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 14:37:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=1790#comment-50168</guid>
		<description>@ Peter: Sicher war Luther u.a. vom Ockhamismus geprägt, doch die befreiende Erkenntnis des Evangeliums hat er dort offenbar noch nicht gefunden. Wie auch immer, der entscheidende Punkt ist, dass die gesellschaftlichen Veränderungen in der Reformation (und auch heute?) aus einer veränderten Beziehung zu Gott heraus erwuchsen. Ich kann dabei nicht erkennen, dass man den rechtfertigenden Glauben betonte, um sich gegen andere abzugrenzen (das ist wohl auch vorgekommen), sondern zunächst schlicht und einfach, weil dieser Glaube die Grundlage zu einem neuen und veränderten Leben ist, das Gott ehrt.

So verstehe ich auch Horton. Und da macht es einen himmelweiten Unterschied, ob ich mich mit meinem Leben einem Prinzip oder einer Idee von Liebe oder Gerechtigkeit verschreibe oder dem lebendigen Gott in Jesus Christus, der mich erlöst hat und zu einem neuen Leben und neuem Handeln führt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peter: Sicher war Luther u.a. vom Ockhamismus geprägt, doch die befreiende Erkenntnis des Evangeliums hat er dort offenbar noch nicht gefunden. Wie auch immer, der entscheidende Punkt ist, dass die gesellschaftlichen Veränderungen in der Reformation (und auch heute?) aus einer veränderten Beziehung zu Gott heraus erwuchsen. Ich kann dabei nicht erkennen, dass man den rechtfertigenden Glauben betonte, um sich gegen andere abzugrenzen (das ist wohl auch vorgekommen), sondern zunächst schlicht und einfach, weil dieser Glaube die Grundlage zu einem neuen und veränderten Leben ist, das Gott ehrt.</p>
<p>So verstehe ich auch Horton. Und da macht es einen himmelweiten Unterschied, ob ich mich mit meinem Leben einem Prinzip oder einer Idee von Liebe oder Gerechtigkeit verschreibe oder dem lebendigen Gott in Jesus Christus, der mich erlöst hat und zu einem neuen Leben und neuem Handeln führt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50167</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 12:10:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=1790#comment-50167</guid>
		<description>@ Ron: Dann wäre eben im Sinne dieser Diskussion die Rückfrage, welcher Christus denn da für Dich im Zentrum steht. Wenn es der ist, der Dir z.B. auch in den Armen begegnet und sich sehr konkret zu sozialen und auch politischen Themen äußert, dann sind wir uns einig. Aber irgendwie kommt es für mich nicht immer ganz so rüber. Warum sollte für Gerechtigkeit dann im Zentrum eigentlich kein Platz mehr sein? Wenn ich nun statt Gerechtigkeit einfach &quot;Liebe&quot; gesagt hätte, dann würde das vielleicht noch deutlicher, dass sich das gar nicht trennen lässt. Deswegen wundert mich der hartnäckige Versuch, es doch irgendwie auseinander zu kriegen. 

Wright &quot;verdunkelt&quot; m.E. die reformatorische Rechtfertigungslehre nicht, sondern er überwindet deren Engführungen, die hier wieder sichtbar werden.

Schön, dass Du eine Lanze für die brichst, die seit Jahrzehnten etwas tun :-) Und klar ist das &quot;jetzt kommen wir&quot; gelegentlich an der Grenze zur Arroganz. Hybels hat das deutlich bescheidener formuliert und eingestanden, dass er da einiges verschlafen hatte. Um so schöner, wenn sich das nun ändert.

@ Johannes: Luther las die Bibel ja nicht im luftleeren Raum, sondern war theologisch stark vom Occamismus (der &quot;via moderna&quot;) geprägt worden. Und natürlich findet man in vielen seiner Texte Bezüge darauf. Diese Abgrenzung hat die protestantische Lehrbildung m.E. gründlich beeinflusst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ron: Dann wäre eben im Sinne dieser Diskussion die Rückfrage, welcher Christus denn da für Dich im Zentrum steht. Wenn es der ist, der Dir z.B. auch in den Armen begegnet und sich sehr konkret zu sozialen und auch politischen Themen äußert, dann sind wir uns einig. Aber irgendwie kommt es für mich nicht immer ganz so rüber. Warum sollte für Gerechtigkeit dann im Zentrum eigentlich kein Platz mehr sein? Wenn ich nun statt Gerechtigkeit einfach &#8220;Liebe&#8221; gesagt hätte, dann würde das vielleicht noch deutlicher, dass sich das gar nicht trennen lässt. Deswegen wundert mich der hartnäckige Versuch, es doch irgendwie auseinander zu kriegen. </p>
<p>Wright &#8220;verdunkelt&#8221; m.E. die reformatorische Rechtfertigungslehre nicht, sondern er überwindet deren Engführungen, die hier wieder sichtbar werden.</p>
<p>Schön, dass Du eine Lanze für die brichst, die seit Jahrzehnten etwas tun <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Und klar ist das &#8220;jetzt kommen wir&#8221; gelegentlich an der Grenze zur Arroganz. Hybels hat das deutlich bescheidener formuliert und eingestanden, dass er da einiges verschlafen hatte. Um so schöner, wenn sich das nun ändert.</p>
<p>@ Johannes: Luther las die Bibel ja nicht im luftleeren Raum, sondern war theologisch stark vom Occamismus (der &#8220;via moderna&#8221;) geprägt worden. Und natürlich findet man in vielen seiner Texte Bezüge darauf. Diese Abgrenzung hat die protestantische Lehrbildung m.E. gründlich beeinflusst.</p>
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		<title>Von: Ron</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50166</link>
		<dc:creator>Ron</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 05:45:17 +0000</pubDate>
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		<description>@Simon: Wenn Du mit einen Zentrum nichts anfangen kannst, nehme ich ein anderes Bild: Christus ist das Haupt, der Herr oder der Erste (vgl. z.B. Kol 1,15–20). 

Liebe Grüße, Ron</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Simon: Wenn Du mit einen Zentrum nichts anfangen kannst, nehme ich ein anderes Bild: Christus ist das Haupt, der Herr oder der Erste (vgl. z.B. Kol 1,15–20). </p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>Von: Simon</title>
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		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 11:18:55 +0000</pubDate>
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		<description>Meine Anmerkung war die, dass ich einfach überhaupt nicht verstehe, was die Rede von einem Zentrum überhaupt soll und wie man das verstehen kann. Was ist das, ein Zentrum des Handelns und ein Rand des Handelns?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Anmerkung war die, dass ich einfach überhaupt nicht verstehe, was die Rede von einem Zentrum überhaupt soll und wie man das verstehen kann. Was ist das, ein Zentrum des Handelns und ein Rand des Handelns?</p>
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		<title>Von: Ron</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50164</link>
		<dc:creator>Ron</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 08:10:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Simon: Nicht ausschließen! Die Idee eines Zentrums macht aber keinen Sinn, wenn alles im Zentrum steht. Ich möchte sagen, dass wir den gekreuzigten und auferstandenen Christus an den Rand drängen, wenn er nicht unser Zentrum ist. Das ist unsere Berufung. 

Liebe Grüße, Ron</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Simon: Nicht ausschließen! Die Idee eines Zentrums macht aber keinen Sinn, wenn alles im Zentrum steht. Ich möchte sagen, dass wir den gekreuzigten und auferstandenen Christus an den Rand drängen, wenn er nicht unser Zentrum ist. Das ist unsere Berufung. </p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>Von: Simon</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2008/10/24/theologie/zu-viel-der-nachstenliebe/comment-page-1#comment-50163</link>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 18:06:39 +0000</pubDate>
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		<description>Ron, mir ist nicht ganz klar, wie dein erster Punkt in deinem letzten Kommentar zu verstehen ist. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich mir nichts darunter vorstellen kann, was es heißt, &quot;im Zentrum&quot; zu stehen. Weder auf meine eigene Person bezogen noch auf mein Handeln kann ich mir darunter so konkret etwas vorstellen, dass es automatisch ein gerechtes Tun ausschließen würde. Würde das, was hier alle wollen, nämlich, dass Christologie und Ethik eine Einheit bilden, nicht gerade ausschließen, dass man nur eins von beiden ins Zentrum stellt, was auch immer das dann noch genau wäre?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ron, mir ist nicht ganz klar, wie dein erster Punkt in deinem letzten Kommentar zu verstehen ist. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich mir nichts darunter vorstellen kann, was es heißt, &#8220;im Zentrum&#8221; zu stehen. Weder auf meine eigene Person bezogen noch auf mein Handeln kann ich mir darunter so konkret etwas vorstellen, dass es automatisch ein gerechtes Tun ausschließen würde. Würde das, was hier alle wollen, nämlich, dass Christologie und Ethik eine Einheit bilden, nicht gerade ausschließen, dass man nur eins von beiden ins Zentrum stellt, was auch immer das dann noch genau wäre?</p>
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