peregrinatio

  • rss
  • Home

Wieder Streit um Gender Mainstreaming

Peter | 21. Nov 2008

Das Thema eines fairen Miteinanders der Geschlechter war diese Woche Thema im Leitungskreis der Koalition für Evangelisation. Es wird uns auf dem Emergent Forum kommende Woche (übrigens – es ist noch möglich, sich anzumelden!) auch beschäftigen.

Die allgemeine Wahrnehmung ist die, dass Frauen in den Kirchen (wie in der Wirtschaft) immer noch schwer unterrepräsentiert sind, wenn es um Führungsaufgaben geht, und dass es einer bewussten Anstrengung aller bedarf, um das zu ändern.

Daher habe ich gerade mit großem Interesse diesen Post von Rolf Krüger, gelesen, der sich kritisch mit einem Bericht des Medienmagazins Pro auseinandersetzt (der mir gestern auch auf den Schreibtisch flatterte). Er lässt den dort geäußerten konservativen Unkenrufen und Verschwörungstheorien (ob von “Pro” oder der FAZ…) freundlich die Luft ab.

Und die Nachricht passt auch dazu: Hillary Clinton wird US-Außenministerin. Daran war sicher keine Quote schuld.

200811211135.jpg

Share
Kategorien
Auf-Gelesen, Männer, Frauen und Kinder
RSS Kommentare
RSS Kommentare

« Falscher Fehler The Great Emergence – Quadranten, Kreuze, Rosenblüten »

11 Responses to “Wieder Streit um Gender Mainstreaming”

  1. mychie sagt:
    21. Nov 2008 um 14:23

    Irgendwas (viel?) ist da kaputt.

  2. Peter sagt:
    21. Nov 2008 um 21:06

    jetzt besser?

  3. Rolf sagt:
    21. Nov 2008 um 22:23

    Definitiv :-)

  4. gnom sagt:
    21. Nov 2008 um 22:56

    “Die allgemeine Wahrnehmung ist die, dass Frauen in den Kirchen (wie in der Wirtschaft) immer noch schwer unterrepräsentiert sind, wenn es um Führungsaufgaben geht, und dass es einer bewussten Anstrengung aller bedarf, um das zu ändern.”

    muss denn eine quantitative ausgeglichenheit in führungspositionen zwingendes kriterium für gleichwertigkeit sein? ist es nicht eher so, dass frauen einfach “anders” (geschaffen) sind, und daher auch in der gesellschaft überwiegend andere funktionen ausfüllen (wollen/können) als männer? wenn ich eine grundsätzliche andersartigkeit bejahe, hebele ich dann nicht genau diese anderartigkeit aus wenn ich die gesellschaft umstrukturiere um ein quantitavies gleichgewicht in allen bereichen zu ermöglichen?

    in meinen augen kann man nominell versuchen gleiche chancen zu eröffnen, aber de facto ist eine gesellschaft immer dynamisch und die teilchen finden ihren platz. einen umbau der welt der diesem prozess entgegenwirken soll, gleicht dem versuch gottes schöpfungsordnung gewaltsam zu unterbinden.
    da rechtliche und indoktrinäre bemühungen vermutlich zum scheitern verurteilt sind, wird man sicherlich irgendwann dazu übergehen die biologie zu verändern – also genmanipulation, hormonelle angleichung etc, um dem utopischen ziel einer absoluten ausgewogenheit von zb führungspositionen näher zu kommen. das ende würde dann aber eben doch eine chancengleichheit zum preis der absoluten gleichschaltung sein.

  5. Peter sagt:
    21. Nov 2008 um 23:04

    @ gnom: Ach, es geht doch nicht um Gleichschaltung. Der Punkt ist, dass viele Frauen unzufrieden sind mit der Situation, und das völlig zu Recht. Die Gesellschaft hat ein männliches Karrieremodell zur Norm erklärt (und die Kirchen auch). Das hat nichts mit Biologie zu tun, sondern mit Soziologie.

    Die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind marginal (hier ein guter Artikel aus der Zeit) und erklären keineswegs, warum Führungsaufgaben Männersache sind.

    Und Gottes Schöpfungsordnung mit dem (nicht immer sehr menschlichen) Kräftespiel unserer Gesellschaft gleichzusetzen hat früher schon christlichen Rassismus ermöglicht, da sollten wir heute nicht frommen Sexismus nachschieben sondern ausnahmsweise mal aus der Geschichte lernen.

  6. mychie sagt:
    22. Nov 2008 um 16:55

    Die “konservativen” kritisieren den Staat und sagen nicht ja und Amen zu allem, während die anderen (Linken oder was auch immer) genau das tun.
    Verkehrte Welt.

    Ich glaub übrigens, dass auch viele Männer völlig zu Recht unzufrieden mit ihrer Situation sind. Rechtlich sind Männer und Frauen gleich, den Versuch krampfhaft alles gleich zu machen find ich dagegen irgendie rückständig. (Bin ich jetzt ein konservativer Spießer?)

  7. Horst Schulze sagt:
    22. Nov 2008 um 20:49

    Bei Gender Mainstreaming geht es doch nicht um die Gleichberechtigung der Frauen und Männer, sondern das ist eigentlich das, womit man das gutmeinenden Christen verkauft.
    Hier wird eine Umgestaltung der Gesellschaft vorangetrieben, die vorrangig die Abschaffung der Beziehung zwischen Mann und Frau bewirken soll.
    Dass die Beziehung so wie sie Jahrhundere ausgeübt wurde nicht gut war, ist eine ganz andere Sache. Zu sehr hat die Kirche da römisches Recht einfließen lassen statt auf Gottes Wort zu bauen.
    Frauen sind wichtig und jedes Führungsgremium tut gut daran, Frauen dabei zu haben und wenn es eine rein weibliche Rige ist, Männer dabei zu haben.
    Aber das isth nicht das worum es bei Gender Mainstreaming geht. Ich empfehle da die Lektüre von Gabriele Kubys Büchern.

  8. Peter sagt:
    22. Nov 2008 um 21:13

    Das Material, das Rolf Krüger zusammengestellt hat, weist in eine andere Richtung. Und es fällt mir schwer zu glauben, dass da jemand eine derart raffinierte Verschwörung inszeniert. Dass dabei die Beziehung zwischen Mann und Frau “abgeschafft” werden soll, kann ich bisher nicht erkennen.

  9. mychie sagt:
    23. Nov 2008 um 17:29

    Es geht ja auch nicht um eine Verschwörung. Gut möglich, dass die meistens Beteiligten selber garnicht so genau erkennen, worauf GM hinausläuft.

  10. Peter sagt:
    23. Nov 2008 um 20:30

    Dann wäre es ja kein Problem: In dem Moment, wo sich unerwünschte Nebenwirkungen einstellen, korrigiert man das Ganze halt :-)

  11. gnom sagt:
    15. Dez 2008 um 17:14

    genau hier liegt jedoch eines der kernprobleme des gm-konzeptes – man stößt tiefgreifende gesellschaftliche sturkturprozesse an, deren auswirkungen wohl erst in den nächsten 1-2 generationen “zu bestaunen” sein werden. dann aber ist es viel zu spät um (mal eben) etwas zu korrigieren.

Leave a Reply

Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

 

November 2008
S M D M D F S
« Okt   Dez »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

vernetzt mit Emergent Deutschland

Letzte Artikel

  • Wenn Worte meine Sprache wären…
  • Neue deutsche Coolness?
  • Himmlische Alpha-Männchen?
  • Ein kostspieliges Ja
  • Altes Lied, neue Strophen

Letzte Kommentare

  • Peter bei Himmlische Alpha-Männchen?
  • sj bei Himmlische Alpha-Männchen?
  • sj bei Himmlische Alpha-Männchen?
  • Peter bei Himmlische Alpha-Männchen?
  • Björn bei Himmlische Alpha-Männchen?

Kategorien

  • (post)moderne Zeiten
  • Artefakte
  • Auf-Gelesen
  • Aus dem Netz gefischt
  • emerging church
  • Erlebt
  • Infos zum Blog
  • keltisches Christentum
  • Kirche und Zukunft
  • Klima und Umwelt
  • Konsumgesellschaft
  • Männer, Frauen und Kinder
  • Mit Gott im Job
  • nsfj
  • Peters Gedanken
  • Philosophisches
  • Spiritualität
  • Theologie
  • Totaaal ernst gemeint…
  • Uncategorized

Dieses und jenes…

  • Bahn bittet mal wieder um Verständnis... 1 week ago
  • … Null: 126.867 Wörter, 869.914 Zeichen, 1.049 Absätze, 323 Seiten 2 weeks ago
  • Zurück von innocreek und vielen guten, wenn auch zu kurzen Begegnungen 2 weeks ago
  • More updates...

Posting tweet...

Blogroll

  • Alan Roxburgh
  • Alex Kupsch
  • Andrew Perriman
  • Ben Myers
  • BioLogos Foundation
  • Björn Wagner
  • Brian McLaren
  • Dan Kimball
  • Daniel Hufeisen
  • Daniel Renz/Schlunkfunk
  • Depone
  • Diakonisch.de
  • Dosi – Der Sämann
  • ELIA – quer gedacht
  • fxneumann
  • Generous Orthodoxy
  • Gofi Müller
  • Hasos Tafel
  • Jason Clark
  • LeRon Shults
  • Marlin Watling
  • Mike Bischoff
  • Nadja Bolz-Weber
  • Natur des Glaubens
  • Olaf Radicke
  • Pastorbuddy
  • Pete Rollins, Belfast
  • Rolf Krüger
  • Scot McKnight
  • Simon de Vries
  • Steve Taylor
  • the church and postmodern culture
  • Thomas Glörfeld
  • Tobias Künkler
  • Toby Faix
  • Wittenburg Door

emerging church

  • emergentvillage
  • Postmoderne Theologie
  • The Gospel and Our Culture Network
  • The Ooze

Ideen & Inspiration

  • Artikel von N.T. Wright
  • Coaching verleiht Flügel
  • Patrick Dixon: Global Change
  • Rich Mullins
  • Sacred Space
  • täglich Beten mit der Northumbria Community
  • Tony Campolo

was ich noch mache

  • ELIA Podcast
  • Lausanner Bewegung
  • Licht der Sonne, Glanz des Himmels
  • Mein aktuelles Buch: "Kaum zu fassen"
  • Meine Gemeinde

Archiv

StatPress

Visits today: 230

kostenloser Counter

Creative Commons License
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 2.0 Germany License

Das “Original” für den Tag:

Meta

  • Anmelden
  • Artikel-Feed (RSS)
  • Kommentare als RSS
  • WordPress.org
rss RSS Kommentare valid xhtml 1.1 design by jide powered by Wordpress get firefox