Mut im Angesicht des Terrors
Peter | 15. Jan 2009In Sri Lanka wurde letzte Woche der Gründer der Zeitung “The Sunday Leader” ermordet. Lasantha Wickrematunge hatte das vorhergesehen und sich dennoch dagegen entschieden, den Beruf zu wechseln oder ins Ausland zu gehen. Die FAZ veröffentlicht seinen Abschiedsbrief auszugsweise. Das Original steht hier.
Wickrematunge zitiert Martin Niemöllers berühmtes Diktum (“Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist…”) und erklärt, warum er bereit ist, diesen hohen Preis zu bezahlen. Es ist ein Glaubensbekenntnis:
Die Leute fragen mich oft, warum ich ein solches Risiko eingehe, und sagen mir, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich umgelegt werde. Ich weiß – es ist unausweichlich.
Viele von uns müssen noch ermordet werden, bevor der „Leader“ seinen Geist aufgibt. Ich hoffe, dass meine Ermordung nicht als Niederlage der Freiheit gesehen wird, sondern als Ansporn für diejenigen, die überleben, um weiterzukämpfen. Ich hoffe auch, dass es unserem Präsidenten die Augen dafür öffnet, dass, ganz gleich, wie viele Menschen im Namen des Patriotismus abgeschlachtet werden, der Geist der Menschlichkeit wachsen wird.












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