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Schwierige Rechtfertigungen

Peter | 18. Jan 2009

Auch ein “gerechter” Krieg ist ein Krieg. Und seine Folgen unterscheiden sich nicht von denen anderer Kriege. Die SZ berichtet vom erschütternden Interview eines israelischen Senders mit Issaldin Abu al-Aisch, einem israelfreundlichen palästinensischen Arzt, dessen drei Töchter gerade von einem israelischen Geschoss getötet worden waren.

Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, daran sei ausschließlich die Hamas schuld. Und doch droht eine Gesellschaft zu verrohen, wenn sie auf Gewalt mit Gewalt antwortet, das schreibt diese Woche ausgerechnet die Welt. Die Zeit konstatiert lapidar: “Israel, das steht nach fast drei Wochen Krieg in Gaza fest, ist gut im Zerstören, aber schlecht im Heilen.“

Walter Wink hat in Engaging the Powers geschrieben:

My point is not simply that war is bad. The issue is far deeper. It is that war draws intelligent, rational, decent people ineluctably into mimetic violence. Before they realize it they are themselves doing or condoning acts of utter barbarity and feel unable to act otherwise.

Israel, gerechter Krieg, Walter Wink
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“Gott hat mich in dieses Flugzeug geschickt”

Peter | 18. Jan 2009

Das Reich Gottes ist wie ein Flugzeug, das wunderbar sanft in einem kalten Fluss wasserte. Viele Passagiere versuchten, ihr Leben zu retten. Einige dachten nicht nur an sich und halfen anderen. Manchen aber war ihr Besitz wichtiger als die Sicherheit der Mitreisenden… Der Spiegel erzählt Geschichten einzelner Passagiere des US-Airways Flugs 1549, der im Hudson River glücklich landete. Darunter auch diese:

Dave Sanderson, ein 47-jähriger Vater von vier Kindern aus Charlotte, kümmerte sich um eine Mutter mit ihrem sechs Monate alten Baby. Er bahnte ihr den Weg zum Notausgang und half, das Kind in ein Rettungsboot hinüberzureichen. “Ich sollte eigentlich einen späteren Flug nehmen. Aber Gott hat mich in dieses Flugzeug geschickt”, sagte er der Zeitung “New York Daily News”.

Tolle Einstellung! Andere hätten Gott dafür Vorwürfe gemacht, dass er sie in Schwierigkeiten bringt. In einem solch kritischen Augenblick, zeigt sich, aus welchem Holz jemand geschnitzt ist. Denn nicht jeder sieht in diesem Moment noch die anderen: Eine Frau versperrte anderen den Weg, weil sie ihr Gepäck unbedingt mitnehmen wollte. Ein anderer Passagier nahm seine Kleidertasche mit auf die Tragfläche hinaus und eine Dame im Pelz wollte, dass jemand ins Flugzeug zurückgeht, um ihre Handtasche zu retten. Pilot Chesley Sullenberger blieb bis zuletzt und ging noch einmal durch die Kabine, um sicherzustellen, dass alle draußen waren. Passagier Billy Campbell: “Ich habe ihn am Arm genommen und mich im Namen von uns allen bedankt. Er hat nur gesagt: Gern geschehen.“

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