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… und er lebt doch ?!?

Peter | 11. Jul 2009

Die Süddeutsche kommentiert die – zu erwartenden – Gerüchte, dass Michael Jackson lebt. Als Beweis werden verpixelte Handyfotos angeführt und irgendwelche Leute wollen ihn hier oder da gesehen haben. An sich nichts Neues, Elvis lebt ja auch angeblich.

Was unterscheidet nun diese Behauptungen von der Auferstehung Jesu, kann man fragen. Oder eher anders herum: Was für Gründe gibt es, in der neutestamentlichen Botschaft von Jesu Auferweckung nicht eine bloße Analogie zu einem Fankult zu sehen, der den Tod des King of Pop nicht wahr haben möchte?

Natürlich gibt es keine verschwommenen Pixel mit Jesus drauf (welches digitale Bild beweist neute noch irgend etwas anderes als die Existenz von Photoshop?), wir müssen also die Berichte selbst ansehen. Ein paar Unterschiede fallen dabei auf:

  • Michael Jackson wollen fast ausschließlich einzelne gesehen haben, während im NT in der Regel nicht nur eine Person dem Auferstandenen begegnet.
  • Während zweitens Jackson nach Ansicht der meisten, die ihn gesehen haben wollen, nie tot war (ganz analog ist ja nach islamischer Überlieferung auch nur eine Art Doppelgänger oder Attrappe Jesu hingerichtet worden), war sein Tod für alle Zeugen der Auferstehung nie in Zweifel gestanden.
  • Drittens wird von den “Zeugen” der Grund für Michael Jacksons Fortleben im Motiv der Flucht gesucht: Vor den Fans, vor den Schulden etc. Er verfolgt eher selbstbezogene Ziele. Die Auferweckung Jesu trägt – wie sein Leben und sein Sterben – für Christen immer den Charakter des “für uns”. Der Auferstandene kommt von sich aus auf seine Jünger zu!
  • Viertens ist das “für uns” im NT so umfassend verstanden wir kaum etwas: Während niemand annimmt, Michael Jacksons Weiterleben eröffnet ihm selbst – geschweige denn der ganzen Welt – neue Lebensperspektiven und die Hoffnung auf eine grundlegende Verwandlung der Verhältnisse in Politik, Ökosystemen, menschlichen Beziehungen und der inneren Harmonie jedes einzelnen, wird von Jesus genau das gesagt: Er ist der Erstgeborene der neuen Schöpfung – und wir ahnen erst, was das alles noch bedeuten wird.

Wäre (im Blick auf Jesus) das auch nur an einem einzigen Punkt anders gewesen damals, dann würden wir heute ebenso wenig darüber reden wie man in 200 (geschweige denn 2000) Jahren noch von Jacko sprechen wird. So aber lohnt es sich bis heute, der Frage nachzugehen, ob und wozu Jesus auferstanden ist.

Ach übrigens: der Mann mit dem Regenschirm ist natürlich Pan Tau – mit Perücke statt Melone.

Analogien, Auferstehung, Michael Jackson
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