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	<title>Kommentare zu: Leitung einer missionalen Gemeinde (4): Die Kultur einer Gemeinde</title>
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		<title>Von: Peter</title>
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		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 18:26:38 +0000</pubDate>
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		<description>Ha, auflösen :-)

Ich denke, das Kulturproblem ist ein doppeltes: Wir sind alle mehr Kinder unserer modernen Konsumkultur, als wir gemeinhin annehmen, und dann kommt - Thema Stallgeruch - noch eine kirchliche Subkultur dazu.

Risikogesellschaft: Theoretisch könnten diese Risiken glaubensfördernd sein (auf wen außer Gott sollte man sich noch verlassen?), praktisch gelingt das den allerwenigsten Christen, die den Verlust bisheriger Sicherheiten noch nicht verdaut haben bzw. ihn dadurch kompensieren wollen, dass sie Gemeinde als Hort der Stabilität und Zuflucht betrachten. Und wenn dann dort auch noch von Veränderung geredet wird, dann bricht die Panik aus. Traditionelle Familie (darüber wird in Gemeinden auch kaum geredet) steht heute unter einem ganz immensem Druck (unbedingt mal Beck dazu lesen!), der in der Regel unbewusst bleibt und deshalb auch unbewältigt, und zwar auch bei denen, die sie prinzipiell bejahen (vgl. die Scheidungsraten unter US-Evangelikalen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ha, auflösen <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich denke, das Kulturproblem ist ein doppeltes: Wir sind alle mehr Kinder unserer modernen Konsumkultur, als wir gemeinhin annehmen, und dann kommt &#8211; Thema Stallgeruch &#8211; noch eine kirchliche Subkultur dazu.</p>
<p>Risikogesellschaft: Theoretisch könnten diese Risiken glaubensfördernd sein (auf wen außer Gott sollte man sich noch verlassen?), praktisch gelingt das den allerwenigsten Christen, die den Verlust bisheriger Sicherheiten noch nicht verdaut haben bzw. ihn dadurch kompensieren wollen, dass sie Gemeinde als Hort der Stabilität und Zuflucht betrachten. Und wenn dann dort auch noch von Veränderung geredet wird, dann bricht die Panik aus. Traditionelle Familie (darüber wird in Gemeinden auch kaum geredet) steht heute unter einem ganz immensem Druck (unbedingt mal Beck dazu lesen!), der in der Regel unbewusst bleibt und deshalb auch unbewältigt, und zwar auch bei denen, die sie prinzipiell bejahen (vgl. die Scheidungsraten unter US-Evangelikalen).</p>
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		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2009/08/05/emerging-church/leitung-einer-missionalen-gemeinde-4-die-kultur-einer-gemeinde/comment-page-1#comment-50973</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 18:19:36 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für diese Zusammenfassung. Ich befasse mich zwar nicht mit dem Grundthema &quot;Missionale Gemeinde&quot;, aber mich beschäftigt schon länger die Frage, ob und inwieweit die Kultur unserer Gemeinden den Glauben nicht manchmal mehr prägt als wir meinen. Und vielleicht sogar mehr als es die Schrift tut ...
Kultur bedeutet hier für mich sogar eher die &quot;interne&quot; Kultur, sozusagen der gemeindliche und/oder der jeweilige denominationelle Stallgeruch denn die Kultur der Welt um uns rum.

Nicht so gut klar komme ich mit der Frage, inwieweit Risikogesellschaft für den oben beschriebenen Prozess gut oder schlecht ist. Eigentlich leben wir ja in manchem bewusst gegen gesellschaftliche Trends (jedenfalls hoffe ich das). Insofern mag eine gewisse Beharrlichkeit (z.B. im Bereich traditionelle Familie) leicht verwechselbar erscheinen mit &quot;sich gegen Veränderungen stemmen&quot;. Aber sicher, Peter, wirst Du für mich diesen Knoten gern auflösen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diese Zusammenfassung. Ich befasse mich zwar nicht mit dem Grundthema &#8220;Missionale Gemeinde&#8221;, aber mich beschäftigt schon länger die Frage, ob und inwieweit die Kultur unserer Gemeinden den Glauben nicht manchmal mehr prägt als wir meinen. Und vielleicht sogar mehr als es die Schrift tut &#8230;<br />
Kultur bedeutet hier für mich sogar eher die &#8220;interne&#8221; Kultur, sozusagen der gemeindliche und/oder der jeweilige denominationelle Stallgeruch denn die Kultur der Welt um uns rum.</p>
<p>Nicht so gut klar komme ich mit der Frage, inwieweit Risikogesellschaft für den oben beschriebenen Prozess gut oder schlecht ist. Eigentlich leben wir ja in manchem bewusst gegen gesellschaftliche Trends (jedenfalls hoffe ich das). Insofern mag eine gewisse Beharrlichkeit (z.B. im Bereich traditionelle Familie) leicht verwechselbar erscheinen mit &#8220;sich gegen Veränderungen stemmen&#8221;. Aber sicher, Peter, wirst Du für mich diesen Knoten gern auflösen &#8230;</p>
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		<title>Von: Peter</title>
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		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 10:00:52 +0000</pubDate>
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		<description>Das hast Du m.E. missverstanden, Michael. Eine &lt;em&gt;funktionierende&lt;/em&gt; Kultur (in der performativen Zone) wird passende Programme hervorbringen, aber um sie zu &lt;em&gt;verändern&lt;/em&gt; (und darum geht es in diesem Kapitel) taugt eben gerade kein Programm im klassischen Sinn, sondern es muss ein offener Raum geschaffen werden, in dem man sich der Realität stellt, die eigenen Fragen und Ratlosigkeit zur Sprache bringen und gemeinsam nach Lösungen suchen kann. Sonst hat man altes Denken in neuen Programmen, die sich über kurz oder lang dann doch totlaufen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das hast Du m.E. missverstanden, Michael. Eine <em>funktionierende</em> Kultur (in der performativen Zone) wird passende Programme hervorbringen, aber um sie zu <em>verändern</em> (und darum geht es in diesem Kapitel) taugt eben gerade kein Programm im klassischen Sinn, sondern es muss ein offener Raum geschaffen werden, in dem man sich der Realität stellt, die eigenen Fragen und Ratlosigkeit zur Sprache bringen und gemeinsam nach Lösungen suchen kann. Sonst hat man altes Denken in neuen Programmen, die sich über kurz oder lang dann doch totlaufen&#8230;</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2009/08/05/emerging-church/leitung-einer-missionalen-gemeinde-4-die-kultur-einer-gemeinde/comment-page-1#comment-50971</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:57:06 +0000</pubDate>
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		<description>Also, ich habe das natürlich sehr kondensiert und vor allem die gelegentlichen Beispiele weggelassen. Die sind schon ab und an recht erhellend. Das Buch ist gut lesbar, manches könnte man auch etwas straffer formulieren, aber das längere Lesen nimmt einen in den Prozess gut mit rein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also, ich habe das natürlich sehr kondensiert und vor allem die gelegentlichen Beispiele weggelassen. Die sind schon ab und an recht erhellend. Das Buch ist gut lesbar, manches könnte man auch etwas straffer formulieren, aber das längere Lesen nimmt einen in den Prozess gut mit rein.</p>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2009/08/05/emerging-church/leitung-einer-missionalen-gemeinde-4-die-kultur-einer-gemeinde/comment-page-1#comment-50970</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:54:14 +0000</pubDate>
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		<description>Das so zu lesen ist wie eine einzige Ermutigung, dass wir alle miteinander auf einem sehr guten Weg sind  ;-)

Wo ich allerdings widersprechen würde, sind, sofern ich sie richtig verstanden habe, die Schlussfolgerungen in dem 2. Absatz: Ich frage mich, warum so Vieles immer als Entweder-Oder formuliert werden muss, als ein &quot;bisher wurde fälschlicherweise angenommen, dass ... wir wissen neuerdings: so ist es richtig&quot;. Das fällt mir immer wieder bei neueren Büchern auf: Die Sache mit dem Kind und dem Bad ... Kultur braucht Struktur und Programme, wenn sie nicht zur Selbstbeschäftigung verkommen möchte; Kultur muss expliziert werden um sie anhand der Schrift kritische zu hinterfragen und zu korrigieren und ohne eine Vision wohin etwas gehen soll, fehlt auch den einzelnen kleinen Schritten die Rationale. Für mich ergibt sich aus unserer &quot;großen Geschichte&quot; auch die Vision für die Gemeinde.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das so zu lesen ist wie eine einzige Ermutigung, dass wir alle miteinander auf einem sehr guten Weg sind  <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wo ich allerdings widersprechen würde, sind, sofern ich sie richtig verstanden habe, die Schlussfolgerungen in dem 2. Absatz: Ich frage mich, warum so Vieles immer als Entweder-Oder formuliert werden muss, als ein &#8220;bisher wurde fälschlicherweise angenommen, dass &#8230; wir wissen neuerdings: so ist es richtig&#8221;. Das fällt mir immer wieder bei neueren Büchern auf: Die Sache mit dem Kind und dem Bad &#8230; Kultur braucht Struktur und Programme, wenn sie nicht zur Selbstbeschäftigung verkommen möchte; Kultur muss expliziert werden um sie anhand der Schrift kritische zu hinterfragen und zu korrigieren und ohne eine Vision wohin etwas gehen soll, fehlt auch den einzelnen kleinen Schritten die Rationale. Für mich ergibt sich aus unserer &#8220;großen Geschichte&#8221; auch die Vision für die Gemeinde.</p>
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		<title>Von: Simon</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2009/08/05/emerging-church/leitung-einer-missionalen-gemeinde-4-die-kultur-einer-gemeinde/comment-page-1#comment-50969</link>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 09:53:47 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finds immer noch sehr interessant. Wie ist das Buch denn geschrieben - liest sich das gut? Würdest du es zum Kauf empfehlen oder hat man die Grundgedanken schon mit deinen Posts hier mitbekommen und viel mehr gibt es nicht zuentdecken?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finds immer noch sehr interessant. Wie ist das Buch denn geschrieben &#8211; liest sich das gut? Würdest du es zum Kauf empfehlen oder hat man die Grundgedanken schon mit deinen Posts hier mitbekommen und viel mehr gibt es nicht zuentdecken?</p>
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