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Schwarzgelb

Peter | 28. Sep 2009

wird für die nächsten vier Jahre den Ton angeben, nicht unbedingt zu jedermanns Begeisterung. Hier das Motto für diese Zeit, von den unnachahmlichen Goscinny und Morris:

Während der Bewährungsfrist (und wer die Daltons kennt, weiß wie sie endet) wird sich die SPD neu sortieren und mit der Linken pragmatisch zusammenarbeiten, die CSU wird bundespolitisch weiter an Gewicht einbüßen, das soziale Ungleichgewicht wird wachsen und in vier Jahren erleben wir dann keinen lahmen Schmusewahlkampf mehr.

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« Doch nicht alles relativ … und die Liebe wird in vielen erkalten »

6 Responses to “Schwarzgelb”

  1. Olaf Radicke sagt:
    28. Sep 2009 um 17:24

    Der zeit bekommen 2,1 Millionen Menschen ergänzen Harz-IV, weil sie von den Löhnen die ihnen bezahlt werden, nicht leben können. Wie wahr der Slogen von der FDP? “Arbeit muss sich wieder lohnen”. Nur einen Mindestlohn wird es mit der FDP nicht geben. Wenn ich kein Quaker währe, würde ich wetten darauf abschliessen, wie viel “Aufstocker” wir in vier Jahren haben.

    Aber die FDP meint ja mit ihrem Slogen “Arbeit muss sich wieder lohnen” etwas ganz anderes. Sie wollen Harz-IV soweit absenken, das man davon verhungern würde, und die Arbeit – den Müll nach Essbaren zu durchsuchen – sich wieder lohnt, weil es noch immer besser als der Hungertod ist.

    Allerdings werden auch Einige auf die Idee kommen, das sich Raub, Mord und Erpressung auf einmal auch lohne…

    Ich glaube das werden vier wirklich lange Jahre.

  2. Stephan sagt:
    29. Sep 2009 um 07:15

    Der Sinn von “Schwarz-Gelb” hat sich für mich dank dieser guten Bildauswahl ganz neu erschlossen :)

  3. Second Attempt sagt:
    29. Sep 2009 um 07:40

    Beim Wegbegleiter habe ich folgende Frage dazu gefunden:
    “Warum profitiert die Partei am meisten von der Weltwirtschaftskrise, deren neoliberale Denke genau diese ausgelöst hat?”
    Eine gute Frage, wie ich finde. Es war ja noch nie so, dass die gleiche Denkart, durch die ein Problem entstanden ist, zu seiner Lösung geführt hätte. Die Folgen der Finanzkrise haben das soziale Ungleichgewicht in Deutschland noch schärfer konturiert und in dieser Situation hätte ich mir schon eine etwas andere Regierungskonstaellation gewünscht. Nun hat aber der “Souverän” – zu einem großen Teil durch Untätigkeit – so entschieden und wird die Folgen tragen müssen. Deshalb teile ich deine Einschätzung, dass wir in vier Jahren ” keinen lahmen Schmusewahlkampf” mehr erleben werden. Ich werde mich jedenfalls dafür einsetzen.
    Aufgrund der wirtschaftlichen “Verwerfungen”, hat der Verlag die Publikation, für die ich schreibend tätig war leider eingestellt und ich befürchte nun, dass die Situation, die Olaf in seinem Kommentar kommen sieht:
    “Aber die FDP meint ja mit ihrem Slogen “Arbeit muss sich wieder lohnen” etwas ganz anderes. Sie wollen Harz-IV soweit absenken, das man davon verhungern würde, und die Arbeit – den Müll nach Essbaren zu durchsuchen – sich wieder lohnt, weil es noch immer besser als der Hungertod ist.”
    leider bittere Wirklichkeit werden wird. Es werden wohl wirklich vier sehr lange Jahre…

    Grüßle, Sec

  4. Olaf Radicke sagt:
    29. Sep 2009 um 10:16

    Hier mein Versuch die Frage zu beantworten, warum neoliberales Denken nicht aus stirbt.

    Ich denke da an Heiner Müller:
    “Gegen die Lebenslüge des Kommunismus KEINER ODER ALLE. Die einfache und volkstümliche Wahrheit FÜR ALLE REICHT ES NICHT.”
    (http://muller-kluge.library.cornell.edu/de/video_transcript.php?f=120)

    Die Neoliberalen schaffen es dem Volk zu suggerieren:

    “Es ist nicht genug zum verteilen dar! Nur die Stärksten können bestehen (und glücklich – ja – /ERLÖST/ werden). Du musst dir ohne Rücksicht den Weg zu den Rettungsboot frei knüppeln. Wenn du zu weich bist, wirst du deiner Seits nieder getrampelt. Aber du bist nicht schwach. Du wirst es schaffen! Es sind immer die Anderen, die es nicht schaffen. Aber die sind auch selbst schuld. Die haben sich nicht ausreichen angestrengt. Wenn du es geschafft hast (nach Oben bzw. in das “Rettungsboot”) dann ist immer noch Zeit den Humanisten zu spielen, und den Bedürftigen die Brotkrumen zu überlassen, die von deiner Tafel fallen….”

    Tija, und mit so was koaliert eine Partei die sich für Christen hält! Ha! Ich lach mich schlapp….

  5. Olli sagt:
    29. Sep 2009 um 14:51

    Wehe wehe, das Ende naht!
    Menschen werden aus Mülltonnen fressen, Kranke werden nicht mehr behandelt werden, wenn sie Ärzten nicht vorher ihre Rente verpfändet haben. Weil auch der Kündigungsschutz pulverisiert werden wird, werden Arbeitgeber bald wieder nur mit Reitgerte durch die Büros stolzieren und aufmüpfige Blicke werden ein Grund für sofortige Kündigung.
    @Olaf: Du hast neben den Mülleimern noch die Prostituion vergessen! Ehrliche Bauerntöchter werden an den Ausfallstraßen der großen Städte Kasse machen, sobald das ALG II ausläuft!

    Aber mal ehrlich:

    1. Der Wahlkampf ist vorbei, damit sollte man sogar die FDP etwas differenzierter betrachten und nicht sofort den Unheilspropheten spielen.
    2. Westerwelle ist kein Halbgott – sogar er kann nicht im Alleingang die Verfassung ändern. – Macht den Mann nicht größer, als er ist.
    3. Es war immer gute Tradition, einer neuen Regierung 100 Tage Zeit zu lassen, bevor man sie in Stücke reißt. Einen Koalitionsvertrag gibt es übrigens noch gar nicht und hier wird schon über Deutschland in vier Jahren orakelt.
    4. Glaube, Liebe und Hoffnung (und gelebte Solidarität) ist in Zeiten des Wandels schon immer ein besseres Motto gewesen als Schwarzseherei.

  6. Mahnny sagt:
    01. Okt 2009 um 13:02

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir eine CDU/FDP-Regierung bekommen, und bisher hat es die BRD jedesmal ueberstanden :-)

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