Dicht gemacht
Peter | 13. Nov 2009Die russisch-orthodoxe Kirche will mit der EKD unter der Ratsvorsitzenden Margot Käßmann nicht zusammenarbeiten. Ganz überraschend kommt die Nachricht nicht, obwohl so mancher auf mehr Offenheit gehofft hat. Für die ökumenischen Beziehungen an der Basis ist das sicher schwierig. Aus evangelischer Sicht war das Verhältnis zu den Orthodoxen, die im nachkonstantinischen Zeitalter und einer pluralistischen Welt mehrheitlich noch nicht so ganz angekommen zu sein scheinen, nie ganz einfach.
Um so mehr wird es nun darauf ankommen, während der offiziell drohenden Eiszeit die persönlichen Freundschaften zwischen einzelnen Christen, Gemeinden vor Ort und unter den offiziellen Repräsentanten beider Seiten zu pflegen und die Gräben nicht größer werden zu lassen, als sie schon sind. Als Evangelische muten wir den Orthodoxen einiges zu. Wir müssen das vielleicht auch, aber dann müssen wir ihnen auch die Zeit und den Raum geben, sich daran zu reiben.
Also, wenn die “da oben” dicht machen (wenigstens auf orthodoxer Seite), dann müssen wir hier unten uns etwas einfallen lassen, wie wir die Tür erst recht offen halten. Mal sehen, wann die nächste Gelegenheit dazu kommt.















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