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Links weiterdenken

Peter | 06. Jan 2010

Wer noch Resturlaub hat und sich wegen des nahenden Schneesturms nicht mehr weit hinaus wagt, kann sich mit den folgenden Links bilden und informieren

  • Spiegel Online über hochwertige Fahrräder aus Bambus und Hanf, vielleicht die klimafreundlichste Art der Fortbewegung
  • John Banville über das Entsetzen in Irland nach dem Bekenntnis von Sinn Fein Chef Gerry Adams zu mehreren Fällen von Kindesmissbrauch durch Vater und Bruder und die historische Chance, sich auch den anderen Fragen zu stellen, vor denen man die Augen fest verschlossen hatte, vor allem den Verbrechen der IRA
  • Tony Jones antwortet auf Andrew Jones (der 2009 zum Enddatum der Emerging Church erklärt, es aber nicht so gemeint hat) und zitiert dabei Marx – spannend.
  • Noch aus dem alten Jahr, aber brisant ist dieser Auszug aus dem neuen Buch Patience with God von Frank Schaeffer über die Evangelikalen in den USA. Schaeffer sagt, die Bewegung werde durch ein paar Stars und eine Reihe von Feindbildern zusammengehalten. Wer letztere nicht teilt, wird hinausgedrängt. Den einflussreichen gemäßigten Evangelikalen wirft er vor, dass sie die rechten Hardliner einfach gewähren lassen und sich so mitschuldig machen.
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10 Responses to “Links weiterdenken”

  1. Jacob sagt:
    06. Jan 2010 um 20:36

    Zum Bekenntnis von Sinn-Féin Präsidenten zum Kindesmissbrauch in FAZ: Ich erlebe derzeit fast dieselbe Haltungen und Einstellungen zum Thema Kindesmissbrauch in christlichen Gemeinden…, es ist zum k…..

  2. Daniel sagt:
    06. Jan 2010 um 20:51

    interessant zu sehen wie Andrew immer weiter ins Abseits bloggt, als wäre er EC-Papst…

  3. Peter sagt:
    06. Jan 2010 um 20:55

    @ Jakob: Irland ist überall :-(
    @ Daniel: Seltsam, oder? Ich habe mich auch schon gefragt, ob das daher kommt, dass er immer weniger im Mittelpunkt steht. Seit eine ganzen Weile schreibt er ja am liebsten Rückblicke. Da macht ihm keiner Konkurrenz…

  4. Frank sagt:
    06. Jan 2010 um 22:35

    Theorie der sozialen Ungleichheit

    http://www.soziologie.uni-halle.de/kreckel/lehre/ss06-vorlesung02-19-april.pdf

    ABER: Wichtiger ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_des_tendenziellen_Falls_der_Profitrate

    Gute Nacht! ;-)

    P.S.: Donnerstag, 7. Januar 2009 􏰀􏰀􏰀􏰀 16.30 Uhr 􏰀􏰀􏰀􏰀 Rathaus 􏰀􏰀􏰀􏰀 Konfe- renzraum 􏰀􏰀􏰀􏰀 14. Obergeschoss Beirat zur Erlanger Agenda 21

    2. Beschluss über die Mitgliedschaft der Global Marshal Plan Initiative im Beirat zur Erlan- ger Agenda 21
    3. Beschluss über die Mitgliedschaft von Fairlangen (ELIA Gemeinde) im Beirat zur Erlan- ger Agenda 21
    4. Beschluss zum Antrag zum Haushalt 2010 „Antrag Bürgerhaushalt“ der Fraktion Erlan-ger Linke vom 30. November 2009
    5. Bericht zu den Beschlüssen des Vorstandes zu den Anträgen des Beirates zur Erlanger Agenda 21 zum Haushalt 2010 der Stadt Erlangen
    6. Schwerpunktthema sozialERlangen2009 6.1 Sachstandsbericht AG Interkultureller Garten 6.2 Vortrags und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Armut in Deutschland“ mit Prof.
    Dr. Christoph Butterwegge am 3. Februar 2010

  5. lore.ley sagt:
    07. Jan 2010 um 10:49

    Es ist bestimmt nicht einfach ,der Sohn des Francis Schaeffer zu sein….Die Dinge
    sind kompliziert,und wenn man/frau in der Öffentlichkeit steht und Standpunkte
    äußert,wird man /frau immer auch mißverstanden,Martin Luther ist da auch ein “gutes ”
    Beispiel.Beim Thema Abtreibung oder Schwangerschaftsabbruch sollte frau /man
    drüber nachdenken,was Menschsein bedeutet,daß er/sie kein Zufallsprodukt ist,ein 10-WochenalterEmbryo ein schlagendes Herz hat, daß ge-
    wisse Aspekte des Gedankenguts der Evolutionstheorie dazu geführt haben,daß
    viele Menschen sich auf tragische Weise täuschen oder es sich auch einfach leicht
    machen,daß in dieser Welt weibliche Wesen sexuell ausgebeutet werden(es gibt
    auch Männer ,die das nicht tun und es gibt Frauen ,die Männer ausbeuten).

  6. Simon sagt:
    11. Jan 2010 um 14:30

    Hallo Peter,

    ich verfolge deinen Blog nun schon seit einigen Monaten mit Interesse, ohne selbst “aktiv emergent” zu sein. Vielen Dank für viele gute und interessante Gedanken. Ich selber hab so mein Problem mit Labels, also auch mit dem der “Emergenz”, aber wenn ich das richtig verstanden habe, ist das ja schon eine gute Voraussetzung für emergentes Nach-Denken ;-)

    Zum Link von Frank Schaeffer: ich persönlich halte den weder für besonders brisant noch für hilfreich. Stilistisch nicht toll, merkt man an verschiedenen Stellen, dass der Mann einfach eine persönliche Abrechnung vornimmt, die hier zT ziemlich undifferenziert ausgebreitet wird. Dieses “Rick-Warren-Bashing” und generalisieren (was hat denn Warren zB mit Fallwell zu tun, hab ich da was verpasst?) spricht mE Bände. So etwas gibt es doch schon zur Genüge. Wikipedia sagt über Herrn Schaeffer, dass er inzwischen zur griechisch-orthodoxen Kirche konvertiert ist. Schön und gut, aber ich vermute, dass er dort auf mehr als genug Baustellen vor der eigenen Haustür treffen wird. Ist diese Glaubensrichtung denn weniger dogmatisch als der Evangelikalismus? Ganz sicher nicht. Insofern klingen Schaeffers Aussagen mehr nach “Nachtreten”, also Revanchefoul, als nach konstruktiver Kritik. Schade.

  7. Simon sagt:
    11. Jan 2010 um 15:28

    Ein Nachtrag: in der Wikipedia habe ich unter “Francis Schaffer” folgendes gefunden, das mein leichtes Unwohlsein über die Aussagen von Frank Schaeffer bestätigen könnte.

    “In Crazy for God Schaeffer’s son Frank presents a portrait of his father that is far more nuanced and multi-dimensional than was suggested by his public persona. He states, for example, that Schaeffer’s primary passions in life were not the Bible and theology but rather art and culture. “And what moved him was not theology but beauty”(p. 140). Schaeffer’s son claims he had frequent bouts with depression and a verbally and physically abusive relationship with his wife, Edith.[6] Those in the inner circle at L’Abri challenge Frank’s account. Os Guinness, who lived with the Schaeffers and was a close friend of both the younger and elder Schaeffer, described Crazy for God as a “scurrilous caricature” and said, “[N]o one should take Frank’s allegations at face value.”

    Ein wenig siehts das nach so einem klassischen Vater-Sohn-Konflikt aus, in dem sich Sohnemann sein Leben lang vom omnipräsenten Vater zu emazipieren bemüht. Wer weiß…

    Zur Erklärung: ich war selber mal ganz kurz in L’Abri/Schweiz, daher mein Interesse an “den Schaeffers”.

  8. Peter sagt:
    12. Jan 2010 um 10:00

    @Simon: Ich würde Frank Schaeffer nicht so schnell auf die Formel “Sohn setzt sich vom Vater ab, und weil der tot ist, von Rick Warren” reduzieren. Da steckt mehr dahinter als persönlicher Frust. Und dass Warren Leute wie Dobson gewähren lässt in ihren Attacken auf andere, macht ihn in seiner Position doch irgendwie zum Komplizen. Da hat Schaffer schon recht, fürchte ich.

  9. Simon sagt:
    12. Jan 2010 um 10:57

    Sorry für meine Unkenntnis, aber: wer ist Dobson (was oder wen er attackiert, kann ich mir wiederum denken) und was hat der Mann mit Rick Warren zu tun? Ich hab Warren bisher immer als eher “postmodern” Evangelikalen gesehen, der sich wohltuend von den Ultras absetzt. Fehleinschätzung?

  10. Peter sagt:
    12. Jan 2010 um 11:08

    Ja, das ist eine Fehleinschätzung. Warren gehört nicht zu den postmodernen, sondern nach Robert Webber zu den modernen Evangelikalen und hält sehr bewusst Distanz zu Leuten wie etwa McLaren. James Dobson (Focus on the Family, bekannt durch seine Bücher) ist ein Wortführer der religiösen Rechten und durch böse Attacken gegen Obama, aber eben auch gegen gemäßigte Evangelikale wie Richard Cizik aufgefallen. Die sind zwar gegen Abtreibung, aber in der Regel für Krieg und Waffenbesitz. Wenn aus dieser Ecke immer Vergleiche zwischen Obama und Hitler angestellt werden, dann ist das ein verdeckter Aufruf zur Gewalt, sagt Frank Schaeffer hier. Und ich denke, das stimmt. Aber mir ist nicht bekannt, dass Warren, der das größte Profil hat, dem energisch widersprochen hätte. Stattdessen übt er gerade den Schulterschluss mit Leuten wie Marc Driscoll, der auch durch eine extrem aggressive Rhetorik bekannt wurde, und dessen neoreformierte Bewegung von gemäßigten Leuten wie Scot McKnight als fundamentalistisch bezeichnet wird.

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