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	<title>Kommentare zu: Das &#8220;Miss You&#8221; Dei</title>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53622</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 14:44:15 +0000</pubDate>
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		<description>3 Dinge fallen mir spontan dazu ein:
- Es wird leider generell übersehen, dass nirgends in der  Bibel von &quot;Hölle&quot; die Rede ist, aller Verkündigung zum Trotz. Wovon vielmehr die Rede ist, ist &quot;Sheol&quot;, &quot;GeHenna&quot;, &quot;Hades&quot; und &quot;Tartarus&quot;. Klingt banal, hat  aber weitreichende Konsequenzen, weil wir stillschweigend aber fälschlich  davon ausgehen, dass sich  jeder der Begriffe inhaltlich mit dem deckt, was wir an Assoziationen haben, wenn wir das deutsche Wort hören. Das ist aber nicht der Fall. Tue ich das nicht, verkündige ich Symbole  vfon 2000 Jahren  Kultur- und Theologiegeschichte, aber nicht das, was  in den biblischen Texten zu lesen ist. Nach Weniger sollten wir aber nicht trachten.

- Wenn ich etwas nur deswegen tue, weil ich mir einen Nutzen davon erwarte, ist die Motivation selbstbezogen, was man dann aber auch ruhig als &quot;egoistisch&quot; bezeichnen kann. Hölle in der  Verkündigung sagt: Entscheidend ist, was du am Ende davon hast. Wer Anderen predigt &quot;Sieh zu, dass du nicht in ewiger Verdammnis landest&quot;, verkündigt zwischen den Zeilen &quot;Kümmere dich vor allem um dein (Seelen)Heil, alles andre ist nachgeordnet&quot;. Die Verkündigung Jesu, so wie  ich sie verstehe sagt: Entscheidend ist, was dein Nächster und Gott von deinem Leben haben, um dich selbst musst du dich nicht kümmern, darum sorgt sich Gott. 

- Das Reden von  Hölle  macht  nur  solange  wirklich Sinn, als man von einem  statischen Weltbild ausgeht. Dieses Weltbild besagt: Es war  einmal  alles gut, und dann  hat die Entscheidung eines  Einzelnen alles ins Verderben gezogen und  uns  mit  ihm. Eigentlich könnnten  wir alle (weil wir so geschafffen wurden), aber wir alle  wollen nicht, und dafür gibt es Strafe. Die Bekenntnissse  der  großen Kirchen (CA!) und das  allgemeine Verständnis von Erlösung gehen von dieser Prämisse aus. Das  Problem ist  eben nur, dass es diese Welt nie gegeben hat, sondern dass sich unser Universum (bis heute) dynamisch entwickelt und wir Menschen mit  ihm. Alle unsere &quot;sündhaften&quot; Verhaltensweisen (genauso wie Empathie oder Vergebung!) lassen sich schon bei Primaten (und anderen Säugetieren) nachweisen und  gehören somit zu einem  evolutionären Erbe, das  wir  von unseren  gemeinsamen Vorfahren haben. Dieses Verhaltensrepertoire lässt sich nicht einfach durch Willenskraft abschalten. Dass wir als Homo sapiens uns (im Gegensatz zu anderen Säugetieren) bewusst für dieses Verhalten entscheiden  können, legitimiert dann aber auch  das Reden  von &quot;Sünde&quot; und davon, dass wir &quot;Heiligung&quot; benötigen. Dass Gott Menschen für Verhaltensweisen &quot;ewig leiden&quot; lassen soll, die zum evolutionären  &quot;Makeup&quot; aller Säugetiere gehört, macht für mich überhaupt keinen Sinn und ist völlig anachronistisch. Im Gegenteil, für mich ist ist diese fixe evolutionäre Grundaustattung eben genau der Grund, warum Gott seinen heiligen Geist gesandt hat: damit wir die Grenzen überschreiten können, die uns unsere biologische Austattung vorgibt, und unsere (evolutionär) &quot;steinernen Herzen&quot; durch &quot;Herzen aus Fleisch&quot; ersetzt werden. 
Ich wünsche  mir oft, wenn ich Argumentationen zur Unentbehrlichkeit der &quot;dunklen Folie Hölle&quot; lese, wir alle und unsere Theologie mit uns würden endlich im 21.Jahrhundert ankommen und sich auf die Welt einlassen, wie Gott sie wirklich hat entstehen lassen, anstatt von Prämissen auszugehen und weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen, die jeglicher Grundlage entbehren (außer derjenigen, dass Christen in  den vergangenen Jahrtausenden biblische Texte in einer bestimmten Weise interpretiert haben.) Tut man  dies nicht, behält man zwar ein argumentativ schlüssiges, wenngleich auch problematisches, Weltbild aber man bezahlt einen hohen Preis dafür: man redet von und lebt in  einer Welt  die es nicht gibt und  noch  nie gegeben hat. Und im Gegensatz  zu vielen von uns haben die Menschen, zu denen wir gesandt sind, dies schon lange bemerkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>3 Dinge fallen mir spontan dazu ein:<br />
- Es wird leider generell übersehen, dass nirgends in der  Bibel von &#8220;Hölle&#8221; die Rede ist, aller Verkündigung zum Trotz. Wovon vielmehr die Rede ist, ist &#8220;Sheol&#8221;, &#8220;GeHenna&#8221;, &#8220;Hades&#8221; und &#8220;Tartarus&#8221;. Klingt banal, hat  aber weitreichende Konsequenzen, weil wir stillschweigend aber fälschlich  davon ausgehen, dass sich  jeder der Begriffe inhaltlich mit dem deckt, was wir an Assoziationen haben, wenn wir das deutsche Wort hören. Das ist aber nicht der Fall. Tue ich das nicht, verkündige ich Symbole  vfon 2000 Jahren  Kultur- und Theologiegeschichte, aber nicht das, was  in den biblischen Texten zu lesen ist. Nach Weniger sollten wir aber nicht trachten.</p>
<p>- Wenn ich etwas nur deswegen tue, weil ich mir einen Nutzen davon erwarte, ist die Motivation selbstbezogen, was man dann aber auch ruhig als &#8220;egoistisch&#8221; bezeichnen kann. Hölle in der  Verkündigung sagt: Entscheidend ist, was du am Ende davon hast. Wer Anderen predigt &#8220;Sieh zu, dass du nicht in ewiger Verdammnis landest&#8221;, verkündigt zwischen den Zeilen &#8220;Kümmere dich vor allem um dein (Seelen)Heil, alles andre ist nachgeordnet&#8221;. Die Verkündigung Jesu, so wie  ich sie verstehe sagt: Entscheidend ist, was dein Nächster und Gott von deinem Leben haben, um dich selbst musst du dich nicht kümmern, darum sorgt sich Gott. </p>
<p>- Das Reden von  Hölle  macht  nur  solange  wirklich Sinn, als man von einem  statischen Weltbild ausgeht. Dieses Weltbild besagt: Es war  einmal  alles gut, und dann  hat die Entscheidung eines  Einzelnen alles ins Verderben gezogen und  uns  mit  ihm. Eigentlich könnnten  wir alle (weil wir so geschafffen wurden), aber wir alle  wollen nicht, und dafür gibt es Strafe. Die Bekenntnissse  der  großen Kirchen (CA!) und das  allgemeine Verständnis von Erlösung gehen von dieser Prämisse aus. Das  Problem ist  eben nur, dass es diese Welt nie gegeben hat, sondern dass sich unser Universum (bis heute) dynamisch entwickelt und wir Menschen mit  ihm. Alle unsere &#8220;sündhaften&#8221; Verhaltensweisen (genauso wie Empathie oder Vergebung!) lassen sich schon bei Primaten (und anderen Säugetieren) nachweisen und  gehören somit zu einem  evolutionären Erbe, das  wir  von unseren  gemeinsamen Vorfahren haben. Dieses Verhaltensrepertoire lässt sich nicht einfach durch Willenskraft abschalten. Dass wir als Homo sapiens uns (im Gegensatz zu anderen Säugetieren) bewusst für dieses Verhalten entscheiden  können, legitimiert dann aber auch  das Reden  von &#8220;Sünde&#8221; und davon, dass wir &#8220;Heiligung&#8221; benötigen. Dass Gott Menschen für Verhaltensweisen &#8220;ewig leiden&#8221; lassen soll, die zum evolutionären  &#8220;Makeup&#8221; aller Säugetiere gehört, macht für mich überhaupt keinen Sinn und ist völlig anachronistisch. Im Gegenteil, für mich ist ist diese fixe evolutionäre Grundaustattung eben genau der Grund, warum Gott seinen heiligen Geist gesandt hat: damit wir die Grenzen überschreiten können, die uns unsere biologische Austattung vorgibt, und unsere (evolutionär) &#8220;steinernen Herzen&#8221; durch &#8220;Herzen aus Fleisch&#8221; ersetzt werden.<br />
Ich wünsche  mir oft, wenn ich Argumentationen zur Unentbehrlichkeit der &#8220;dunklen Folie Hölle&#8221; lese, wir alle und unsere Theologie mit uns würden endlich im 21.Jahrhundert ankommen und sich auf die Welt einlassen, wie Gott sie wirklich hat entstehen lassen, anstatt von Prämissen auszugehen und weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen, die jeglicher Grundlage entbehren (außer derjenigen, dass Christen in  den vergangenen Jahrtausenden biblische Texte in einer bestimmten Weise interpretiert haben.) Tut man  dies nicht, behält man zwar ein argumentativ schlüssiges, wenngleich auch problematisches, Weltbild aber man bezahlt einen hohen Preis dafür: man redet von und lebt in  einer Welt  die es nicht gibt und  noch  nie gegeben hat. Und im Gegensatz  zu vielen von uns haben die Menschen, zu denen wir gesandt sind, dies schon lange bemerkt.</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53617</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 17:00:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Notizzettel: Da ließe sich wieder viel dazu sagen, ganz kurz nur dies: Ich würde mich voll damit zufrieden geben, zu sagen, Sünde ist eben deshalb als gravierend anzusehen, weil Gott seinen Sohn hingibt (der Opferbegriff ist für mein Empfinden da oft sehr unglücklich verwendet worden) - also von Christus her zu argumentieren statt von der &quot;Hölle&quot;, da steht man dann theologisch auf viel sichererem Boden. Und wenn das Lehrgebäude (oder Konstrukt) ins Wanken gerät, wenn dieser eine wacklige Stein fehlen sollte, dann ist es vielleicht ohnehin sanierungsbedürftig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Notizzettel: Da ließe sich wieder viel dazu sagen, ganz kurz nur dies: Ich würde mich voll damit zufrieden geben, zu sagen, Sünde ist eben deshalb als gravierend anzusehen, weil Gott seinen Sohn hingibt (der Opferbegriff ist für mein Empfinden da oft sehr unglücklich verwendet worden) &#8211; also von Christus her zu argumentieren statt von der &#8220;Hölle&#8221;, da steht man dann theologisch auf viel sichererem Boden. Und wenn das Lehrgebäude (oder Konstrukt) ins Wanken gerät, wenn dieser eine wacklige Stein fehlen sollte, dann ist es vielleicht ohnehin sanierungsbedürftig.</p>
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		<title>Von: Gabriel</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53612</link>
		<dc:creator>Gabriel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 08:50:24 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Peter, wie du auf sehr wohltuende Weise das Thema Missions-Motivation angehst und das alte „entweder oder“-Denken hinter dir lässt und die zentrale Kategorie des christlichen Glaubens mit dem „Miss You“ in den Vordergrund rückst. Ich denke, dass viele sich in den nächsten Monaten an dem Piper-Vortrag von Kapstadt noch abarbeiten werden, und zwar weniger an den einzelnen Formulierungen sondern hinter dem Weltbild was dahinter steht. Höllendrohung als Bekehrungsanreiz zieht schon lange nicht mehr. Und da, wo wir Menschen in unseren Gemeinden haben, die aus dem Antrieb Christen wurden, merke ich wie sie aus einem bestimmten Schema nicht rauskommen, da ihr Weltbild ihre Hermeneutik und ihr Handeln prägt. 
Der Ausdruck „Agnostiker was die Hölle angeht“ finde ich sehr passend. 
Ich bin auf weitere Impulse gespannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Peter, wie du auf sehr wohltuende Weise das Thema Missions-Motivation angehst und das alte „entweder oder“-Denken hinter dir lässt und die zentrale Kategorie des christlichen Glaubens mit dem „Miss You“ in den Vordergrund rückst. Ich denke, dass viele sich in den nächsten Monaten an dem Piper-Vortrag von Kapstadt noch abarbeiten werden, und zwar weniger an den einzelnen Formulierungen sondern hinter dem Weltbild was dahinter steht. Höllendrohung als Bekehrungsanreiz zieht schon lange nicht mehr. Und da, wo wir Menschen in unseren Gemeinden haben, die aus dem Antrieb Christen wurden, merke ich wie sie aus einem bestimmten Schema nicht rauskommen, da ihr Weltbild ihre Hermeneutik und ihr Handeln prägt.<br />
Der Ausdruck „Agnostiker was die Hölle angeht“ finde ich sehr passend.<br />
Ich bin auf weitere Impulse gespannt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Notizzettel</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53608</link>
		<dc:creator>Notizzettel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 21:01:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4023#comment-53608</guid>
		<description>&quot;Wo steht eigentlich in der Bibel, dass “Hölle die Strafe für die Sünde ist”?&quot;
Mt 5,22 beschreibt das recht gut: [...]wer aber sagt: Du Narr! wird der Hölle des Feuers verfallen sein.

Hier spricht Jesus offensichtlich eine klare Ursache-Wirkung-Relation an: Man sündigt gegen jemanden, indem man ihn beleidigt und für diese Tat blüht die Hölle des Feuers. 

Andere Stellen machen auch klar, dass Sündern nicht einfach nur die Auslöschung nach ihrem Tod droht, sondern offensichtlich etwas schlimmeres. Nur so kann ich mir Jesu Wort über Judas in Mt 26,24 erklären, wo es heißt, dass es für Judas gut wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Ob angesichts dieser Verse die Hölle nur eine &quot;fromme Fiktion&quot; ist, wage ich zu bezweifeln.

&quot;Und wäre das nicht auch für Gott eine ewige Qual? Wer würde ihm das wünschen?&quot;
Kannst Du das Argument noch etwas ausführlicher erläutern, ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe.

Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass man eben nicht einige Doktrinen aus der christlichen Theologie herausnehmen kann, ohne dass man irgendwo das Gleichgewicht verliert. Wenn man das Konzept &quot;Hölle&quot; abschafft oder meinetwegen gar nicht erst einführt, dann ergibt sich meines Erachtens ein klares Problem, was die Einschätzung der Katastrophalität von Sünde angeht. Warum aber ist es wichtig, dass Sünde ein so großes Problem ist? Weil sich nur so erklären lässt, dass Gott den drastischen Schritt geht, seinen Sohn zu opferen, um dieses Problem zu lösen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wo steht eigentlich in der Bibel, dass “Hölle die Strafe für die Sünde ist”?&#8221;<br />
Mt 5,22 beschreibt das recht gut: [...]wer aber sagt: Du Narr! wird der Hölle des Feuers verfallen sein.</p>
<p>Hier spricht Jesus offensichtlich eine klare Ursache-Wirkung-Relation an: Man sündigt gegen jemanden, indem man ihn beleidigt und für diese Tat blüht die Hölle des Feuers. </p>
<p>Andere Stellen machen auch klar, dass Sündern nicht einfach nur die Auslöschung nach ihrem Tod droht, sondern offensichtlich etwas schlimmeres. Nur so kann ich mir Jesu Wort über Judas in Mt 26,24 erklären, wo es heißt, dass es für Judas gut wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Ob angesichts dieser Verse die Hölle nur eine &#8220;fromme Fiktion&#8221; ist, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>&#8220;Und wäre das nicht auch für Gott eine ewige Qual? Wer würde ihm das wünschen?&#8221;<br />
Kannst Du das Argument noch etwas ausführlicher erläutern, ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe.</p>
<p>Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass man eben nicht einige Doktrinen aus der christlichen Theologie herausnehmen kann, ohne dass man irgendwo das Gleichgewicht verliert. Wenn man das Konzept &#8220;Hölle&#8221; abschafft oder meinetwegen gar nicht erst einführt, dann ergibt sich meines Erachtens ein klares Problem, was die Einschätzung der Katastrophalität von Sünde angeht. Warum aber ist es wichtig, dass Sünde ein so großes Problem ist? Weil sich nur so erklären lässt, dass Gott den drastischen Schritt geht, seinen Sohn zu opferen, um dieses Problem zu lösen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53607</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 19:57:43 +0000</pubDate>
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		<description>Niemand hat davon geredet, das Konzept von &quot;Sünde&quot; abzuschaffen, aber ob es mit dem der Hölle &quot;verheiratet&quot; ist, wäre die Frage. Wo steht eigentlich in der Bibel, dass &quot;Hölle die Strafe für die Sünde ist&quot;? 

&quot;Hölle&quot; als ewige Seelenqual oder was auch immer wird nicht &quot;abgeschafft&quot; (schon gar nicht weil sie unpopulär ist), sie hat in dieser Form eben vielleicht gar nie existiert außer als fromme Fiktion... Und wäre das nicht auch für Gott eine ewige Qual? Wer würde ihm das wünschen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand hat davon geredet, das Konzept von &#8220;Sünde&#8221; abzuschaffen, aber ob es mit dem der Hölle &#8220;verheiratet&#8221; ist, wäre die Frage. Wo steht eigentlich in der Bibel, dass &#8220;Hölle die Strafe für die Sünde ist&#8221;? </p>
<p>&#8220;Hölle&#8221; als ewige Seelenqual oder was auch immer wird nicht &#8220;abgeschafft&#8221; (schon gar nicht weil sie unpopulär ist), sie hat in dieser Form eben vielleicht gar nie existiert außer als fromme Fiktion&#8230; Und wäre das nicht auch für Gott eine ewige Qual? Wer würde ihm das wünschen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Notizzettel</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/01/21/theologie/das-miss-you-dei/comment-page-1#comment-53606</link>
		<dc:creator>Notizzettel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 19:01:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4023#comment-53606</guid>
		<description>Eines vorweg: Liebe enthält ja auch den Aspekt, dass ich den anderen vor (unnötigem) Leid bewahren will. Von daher ist auch die höllische Drohkulisse, die ich dem anderen ja nicht an den Hals wünsche, sondern vor der ich gerade warnen will, nichts anderes als ein Ausdruck von Liebe.
Aber bevor ich falsch verstanden werde: Es ist nicht der einzig denkbare Ausdruck von Liebe.

Aber zu einem allgemeineren Problem: Wenn man die Hölle aus seiner Theologie streicht, streit man zwangsläufig mehr, als einem lieb ist. Hölle ist ja die Strafe für Sünde, nicht weil Gott das frei Schnauze so festgelegt hat, sondern weil Sünde eine derartig große Beleidigung Gottes, Verletzung von Mitmenschen und Verbrechen gegen die eigene menschliche Natur ist.
Wenn ich nun die Strafe wegnehme, dann verharmlose ich damit (wenigstens mittelfristig) auch das Vergehen. Man stelle sich vor, es gäbe fortan keine Strafe mehr fürs Stehlen. Stehlen würde alsbald als &quot;nicht so schlimm&quot; angesehen werden. Diese Entwicklung kann man bei allen möglichen Dingen, die früher mal gesetzlich verboten waren und es heute nicht mehr sind, beobachten (z.B. Abtreibung, Ehebruch, Kuppelei...).

Die Frage ist halt, ob man bereit ist mit der unpopulären Hölle auch das Konzept &quot;Sünde&quot; abzuschaffen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eines vorweg: Liebe enthält ja auch den Aspekt, dass ich den anderen vor (unnötigem) Leid bewahren will. Von daher ist auch die höllische Drohkulisse, die ich dem anderen ja nicht an den Hals wünsche, sondern vor der ich gerade warnen will, nichts anderes als ein Ausdruck von Liebe.<br />
Aber bevor ich falsch verstanden werde: Es ist nicht der einzig denkbare Ausdruck von Liebe.</p>
<p>Aber zu einem allgemeineren Problem: Wenn man die Hölle aus seiner Theologie streicht, streit man zwangsläufig mehr, als einem lieb ist. Hölle ist ja die Strafe für Sünde, nicht weil Gott das frei Schnauze so festgelegt hat, sondern weil Sünde eine derartig große Beleidigung Gottes, Verletzung von Mitmenschen und Verbrechen gegen die eigene menschliche Natur ist.<br />
Wenn ich nun die Strafe wegnehme, dann verharmlose ich damit (wenigstens mittelfristig) auch das Vergehen. Man stelle sich vor, es gäbe fortan keine Strafe mehr fürs Stehlen. Stehlen würde alsbald als &#8220;nicht so schlimm&#8221; angesehen werden. Diese Entwicklung kann man bei allen möglichen Dingen, die früher mal gesetzlich verboten waren und es heute nicht mehr sind, beobachten (z.B. Abtreibung, Ehebruch, Kuppelei&#8230;).</p>
<p>Die Frage ist halt, ob man bereit ist mit der unpopulären Hölle auch das Konzept &#8220;Sünde&#8221; abzuschaffen.</p>
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	</item>
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