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	<title>Kommentare zu: Hochleistungschristen</title>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53668</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 19:26:02 +0000</pubDate>
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		<description>@lizzeliz: Alle Achtung vor jedem, der seine Berufung so versteht und lebt. Das Problem entsteht da, wo sie als eine prinzipiell höhere Berufung und nicht als eine qualitativ andere verstanden wird und man es (gegen 1 Tim 3) zur Norm macht, dass der &quot;Hirte&quot; um der &quot;Herde&quot; willen ehelos bleiben muss. 

Paulus sagt ja sinngemäß in 1. Korinther 7, dass ehelos lebende Christen sich auch einiges an Lasten, Schmerzen, Kummer und Konflikten ersparen. Ehe und Familie ist (das ist das Problem der verklärenden Sicht beider Seiten bei Meisner) eben nicht immer das reine Zuckerschlecken. Was ist, wenn Dein(e) Partner(in) schwer krank wird oder stirbt, was machst Du, wenn Deine Kinder (selbst)zerstörerische Dinge tun? Beide Entscheidungen, die für und die gegen Familie, haben ihre angenehmen und ihre harten Seiten. Man kann sich auch in Modelleisenbahnen, einem gepflegten Weinkeller und der Zigarrenkiste, seiner CD-Sammlung, der Bibliothek, in Hochgebirgstouren oder anderen Dingen irgendwie verwirklichen. Tun ja auch viele. Familie dagegen taugt zur Selbstverwirklichung wirklich nicht - die machen nämlich, was sie wollen.

Wenn Meisner aber nur sagen wollte, dass es verrückt wäre, um Gottes Willen ehelos zu bleiben, wenn es gar keinen Gott gäbe, dann hat er natürlich Recht, zugleich wäre das doch schlicht eine Banalität.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@lizzeliz: Alle Achtung vor jedem, der seine Berufung so versteht und lebt. Das Problem entsteht da, wo sie als eine prinzipiell höhere Berufung und nicht als eine qualitativ andere verstanden wird und man es (gegen 1 Tim 3) zur Norm macht, dass der &#8220;Hirte&#8221; um der &#8220;Herde&#8221; willen ehelos bleiben muss. </p>
<p>Paulus sagt ja sinngemäß in 1. Korinther 7, dass ehelos lebende Christen sich auch einiges an Lasten, Schmerzen, Kummer und Konflikten ersparen. Ehe und Familie ist (das ist das Problem der verklärenden Sicht beider Seiten bei Meisner) eben nicht immer das reine Zuckerschlecken. Was ist, wenn Dein(e) Partner(in) schwer krank wird oder stirbt, was machst Du, wenn Deine Kinder (selbst)zerstörerische Dinge tun? Beide Entscheidungen, die für und die gegen Familie, haben ihre angenehmen und ihre harten Seiten. Man kann sich auch in Modelleisenbahnen, einem gepflegten Weinkeller und der Zigarrenkiste, seiner CD-Sammlung, der Bibliothek, in Hochgebirgstouren oder anderen Dingen irgendwie verwirklichen. Tun ja auch viele. Familie dagegen taugt zur Selbstverwirklichung wirklich nicht &#8211; die machen nämlich, was sie wollen.</p>
<p>Wenn Meisner aber nur sagen wollte, dass es verrückt wäre, um Gottes Willen ehelos zu bleiben, wenn es gar keinen Gott gäbe, dann hat er natürlich Recht, zugleich wäre das doch schlicht eine Banalität.</p>
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		<title>Von: lizzeliz</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53667</link>
		<dc:creator>lizzeliz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 18:51:01 +0000</pubDate>
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		<description>Zu Meisners Aussage: &quot;Vor dem Zölibat gibt es nur eine Alternative: Entweder es gibt Gott, oder der zölibatär lebende Mensch ist verrückt. Eine andere Alternative gibt es nicht!&quot;
Ich denke nicht, dass er damit sagen will, dass allein zu bleiben verrückt ist, sondern dass das Zölibat verrückt ist, wenn es keinen Gott gäbe. In meinen Augen ist es ein starkes Zeichen, dass Prister ihren Wunsch nach Familie nicht in einer eigenen Familie verwirklichen, sondern in der großen Herde Gottes, deren Hirten sie sind.  Das spiegelt doch einen starken Glauben wieder, wenn ich Gott so nahe bin, dass ich bereit bin, das zu tun, oder? Es zeigt doch, dass dieser Glaube einen Menschen so erfüllen kann, dass er bereit ist auf seine eigene &quot;Verwirklichung&quot; zu verzichten und Gottes Berufung anzunehmen. In einem verheirateten Prister würde mir das schwerer fallen zu sehen, denn er hat alles: eine Familie, Kinder, feste Arbeit, geregeltes Einkommen, eine sinnvolle Tätigkeit, soziales Ansehen. Selbst wenn es keinen Gott gäbe, wäre das doch eine nette Zukunftsperspektive, oder?!

Zu der iPhone App, die ist weder von der katholischen Kirche herausgegeben worden, noch ist sie dazu da, den Pristermangel zu kompensieren. Die App dient allein der Gewissenerforschung, wie es ein analoger Fragenkatalog auch tun würde, nur eben digital und etwas aufgepeppt. Der einzige Bezug zur Katholischen Kirche ist, dass ein amerikanischer Bischof sie als &quot;unbedenklich&quot; eingestuft hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Meisners Aussage: &#8220;Vor dem Zölibat gibt es nur eine Alternative: Entweder es gibt Gott, oder der zölibatär lebende Mensch ist verrückt. Eine andere Alternative gibt es nicht!&#8221;<br />
Ich denke nicht, dass er damit sagen will, dass allein zu bleiben verrückt ist, sondern dass das Zölibat verrückt ist, wenn es keinen Gott gäbe. In meinen Augen ist es ein starkes Zeichen, dass Prister ihren Wunsch nach Familie nicht in einer eigenen Familie verwirklichen, sondern in der großen Herde Gottes, deren Hirten sie sind.  Das spiegelt doch einen starken Glauben wieder, wenn ich Gott so nahe bin, dass ich bereit bin, das zu tun, oder? Es zeigt doch, dass dieser Glaube einen Menschen so erfüllen kann, dass er bereit ist auf seine eigene &#8220;Verwirklichung&#8221; zu verzichten und Gottes Berufung anzunehmen. In einem verheirateten Prister würde mir das schwerer fallen zu sehen, denn er hat alles: eine Familie, Kinder, feste Arbeit, geregeltes Einkommen, eine sinnvolle Tätigkeit, soziales Ansehen. Selbst wenn es keinen Gott gäbe, wäre das doch eine nette Zukunftsperspektive, oder?!</p>
<p>Zu der iPhone App, die ist weder von der katholischen Kirche herausgegeben worden, noch ist sie dazu da, den Pristermangel zu kompensieren. Die App dient allein der Gewissenerforschung, wie es ein analoger Fragenkatalog auch tun würde, nur eben digital und etwas aufgepeppt. Der einzige Bezug zur Katholischen Kirche ist, dass ein amerikanischer Bischof sie als &#8220;unbedenklich&#8221; eingestuft hat.</p>
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		<title>Von: Noga</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53665</link>
		<dc:creator>Noga</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 12:55:51 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Priester ist ein Gegenentwurf zur bürgerlichen Existenz, weil er zölibatär lebt? Das ist aber eine sehr auf einen Aspekt reduzierte Sicht der &quot;bürgerlichen Existenz&quot;. Ein Gegenentwurf wäre für mich, wenn ein Priester Privilegien aufgibt, aber zu großen Teilen hat er doch an Privilegien bürgerlicher Existenz teil - nicht zuletzt durch seine sehr abgesicherte finanzielle Position - solange er sich an die Spielregeln des Systems hält.

Weiß Matussek wie sehr viele Priester unter der Isolation leiden, die ihnen das &quot;Säulenheiligendasein&quot; beschert? Wenn ja, dann sind seine Äußerungen zynisch. Wenn nein, dann sollte er besser den Mund halten.

Und die Herleitung der Ehelosigkeit von der kultischen Reinheit ist auch etwas merkwürdig, denn die Priester in der hebräischen Bibel lebten nicht zölibatär. Die kultische Reinheit wurde anders als durch nicht-heiraten hergestellt. Deshalb ist auch die Schlußfolgerung, Jesus habe diese Reinheitsvorstellungen überwunden, schief, weil sie sich auf geschichtliche Vorfälle bezieht, die zur Lebenszeit von Jesus noch nicht stattgefunden haben (Zerstörung des Tempels).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Priester ist ein Gegenentwurf zur bürgerlichen Existenz, weil er zölibatär lebt? Das ist aber eine sehr auf einen Aspekt reduzierte Sicht der &#8220;bürgerlichen Existenz&#8221;. Ein Gegenentwurf wäre für mich, wenn ein Priester Privilegien aufgibt, aber zu großen Teilen hat er doch an Privilegien bürgerlicher Existenz teil &#8211; nicht zuletzt durch seine sehr abgesicherte finanzielle Position &#8211; solange er sich an die Spielregeln des Systems hält.</p>
<p>Weiß Matussek wie sehr viele Priester unter der Isolation leiden, die ihnen das &#8220;Säulenheiligendasein&#8221; beschert? Wenn ja, dann sind seine Äußerungen zynisch. Wenn nein, dann sollte er besser den Mund halten.</p>
<p>Und die Herleitung der Ehelosigkeit von der kultischen Reinheit ist auch etwas merkwürdig, denn die Priester in der hebräischen Bibel lebten nicht zölibatär. Die kultische Reinheit wurde anders als durch nicht-heiraten hergestellt. Deshalb ist auch die Schlußfolgerung, Jesus habe diese Reinheitsvorstellungen überwunden, schief, weil sie sich auf geschichtliche Vorfälle bezieht, die zur Lebenszeit von Jesus noch nicht stattgefunden haben (Zerstörung des Tempels).</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53664</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 12:53:25 +0000</pubDate>
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		<description>Wieso überrascht das? Matussek ist ja ein alter Spiegel-Haudegen und hat da viele geniale Sachen geschrieben, zwischendurch auch immer mal den Papst in Schutz genommen. Nur diesmal ist ihm wirklich nicht viel Konstruktives eingefallen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wieso überrascht das? Matussek ist ja ein alter Spiegel-Haudegen und hat da viele geniale Sachen geschrieben, zwischendurch auch immer mal den Papst in Schutz genommen. Nur diesmal ist ihm wirklich nicht viel Konstruktives eingefallen.</p>
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		<title>Von: Simon</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53663</link>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 12:44:18 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für diesen interessanten Artikel. Ich finde allerdings die erstaunliche Tatsache nicht genug gewürdigt, dass ein solches Essay Matusseks überhaupt veröffentlicht wurde - im SPIEGEL!!! Ungläubiges Kopfkratzen war die spontane Reaktion meinerseits...  Aber schon klar, alles für die Quote, bzw die Klickrate.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diesen interessanten Artikel. Ich finde allerdings die erstaunliche Tatsache nicht genug gewürdigt, dass ein solches Essay Matusseks überhaupt veröffentlicht wurde &#8211; im SPIEGEL!!! Ungläubiges Kopfkratzen war die spontane Reaktion meinerseits&#8230;  Aber schon klar, alles für die Quote, bzw die Klickrate.</p>
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		<title>Von: Olaf Radicke</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/02/10/kirche-und-zukunft/hochleistungschristen/comment-page-1#comment-53662</link>
		<dc:creator>Olaf Radicke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 09:37:07 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr kurzweiliger und pointierter Artikel. sehr schön.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr kurzweiliger und pointierter Artikel. sehr schön.</p>
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