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	<title>Kommentare zu: Blödsinnige Analogien</title>
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		<title>Von: Helmut</title>
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		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 12:23:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ups, da hab ich vergessen zu erwähnen, dass die Polygamie bei Gorillas zu finden ist ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ups, da hab ich vergessen zu erwähnen, dass die Polygamie bei Gorillas zu finden ist &#8230;</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
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		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 12:20:52 +0000</pubDate>
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		<description>@Peter:
Deine Kritik am Wort &quot;Vorbild&quot; ist berechtigt, ich habe mich  da zu sehr vom eingangs zitierten Satz beeinflussen lassen ...

Aber Monogamie als &quot;Ausnahme&quot;? Was soll denn  die Regel sein?

Bei Primaten gibt es Promiskuität (Schimpansen), Polygamie eines &quot;Pascha&quot; mit &quot;Harem&quot; (so drücken sich sviw auch Biologen aus, ist nicht als Vermenschlichung gemeint) und Monogamie (Gibbon). Klar, wenn mensch numerisch über alle Arten zählt (mehr als 90% Insekten), dürfte Monogamie selten sein, möglicherweise auch seltener als Sexualität bei Einzellern und Bakterien ;) aber so würde ich die Verteilung der verschiedenen Modelle (Staaten- bzw. &quot;Schwarm&quot;-bildung nicht vergessen!) nicht werten wollen.

Es gibt verschiedene Modelle der sexuellen Beziehungen in der Natur, eine Regel kann ich nicht erkennen, und dass Monogamie so vereinzelt ist, dass sie zur &quot;Ausnahme&quot; erklärt werden kann, vermag ich auch nicht zu sehen.

Ach ja: Die (aus genetischer Sicht sexuelle) Art, wie Pflanzen oder auch Grippeviren ihr Erbgut weitergeben, wird hoffentlich niemand hier in die Diskussion einbeziehen wollen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter:<br />
Deine Kritik am Wort &#8220;Vorbild&#8221; ist berechtigt, ich habe mich  da zu sehr vom eingangs zitierten Satz beeinflussen lassen &#8230;</p>
<p>Aber Monogamie als &#8220;Ausnahme&#8221;? Was soll denn  die Regel sein?</p>
<p>Bei Primaten gibt es Promiskuität (Schimpansen), Polygamie eines &#8220;Pascha&#8221; mit &#8220;Harem&#8221; (so drücken sich sviw auch Biologen aus, ist nicht als Vermenschlichung gemeint) und Monogamie (Gibbon). Klar, wenn mensch numerisch über alle Arten zählt (mehr als 90% Insekten), dürfte Monogamie selten sein, möglicherweise auch seltener als Sexualität bei Einzellern und Bakterien <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  aber so würde ich die Verteilung der verschiedenen Modelle (Staaten- bzw. &#8220;Schwarm&#8221;-bildung nicht vergessen!) nicht werten wollen.</p>
<p>Es gibt verschiedene Modelle der sexuellen Beziehungen in der Natur, eine Regel kann ich nicht erkennen, und dass Monogamie so vereinzelt ist, dass sie zur &#8220;Ausnahme&#8221; erklärt werden kann, vermag ich auch nicht zu sehen.</p>
<p>Ach ja: Die (aus genetischer Sicht sexuelle) Art, wie Pflanzen oder auch Grippeviren ihr Erbgut weitergeben, wird hoffentlich niemand hier in die Diskussion einbeziehen wollen &#8230;</p>
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		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53998</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:24:42 +0000</pubDate>
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		<description>@lars bei &quot;Schwärmen&quot; dachte ich an staatenbildende Insekten. Vogelschwärme sind ja Gruppen von Paaren und Einzeltieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@lars bei &#8220;Schwärmen&#8221; dachte ich an staatenbildende Insekten. Vogelschwärme sind ja Gruppen von Paaren und Einzeltieren.</p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53997</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:19:00 +0000</pubDate>
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		<description>@Lars: Spannende Frage. Der Unterschied zwischen Tieren und Menschen liegt darin, dass letztere aufgrund von Sprache und dann Schrift zu einer ganz anderen Dimension von sozialem Lernen fähig sind, das die Erfahrung und das Wissen vieler Generationen zugänglich macht. Deswegen ist alles (!) Menschliche nicht mehr im biologistischen Sinne &quot;natürlich&quot;, sondern von sozialen Konventionen überformt. 
Anders gesagt: Treue ist nur deswegen Treue, &lt;em&gt;weil&lt;/em&gt; man sie brechen kann und weil kein unerbittlicher Instinkt sie unausweichlich macht. Das aber, die Verwurzelung des Menschen in Kultur und Tradition, &lt;em&gt;ist&lt;/em&gt; seine &quot;Natur&quot;. Die Kultur besteht also auch &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; darin, &quot;natürliche&quot; Triebe &quot;künstlich&quot; zu domestizieren, ist also kein dauernder Kampf gegen eine widerstrebende Natur, der man Gewalt antun muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lars: Spannende Frage. Der Unterschied zwischen Tieren und Menschen liegt darin, dass letztere aufgrund von Sprache und dann Schrift zu einer ganz anderen Dimension von sozialem Lernen fähig sind, das die Erfahrung und das Wissen vieler Generationen zugänglich macht. Deswegen ist alles (!) Menschliche nicht mehr im biologistischen Sinne &#8220;natürlich&#8221;, sondern von sozialen Konventionen überformt.<br />
Anders gesagt: Treue ist nur deswegen Treue, <em>weil</em> man sie brechen kann und weil kein unerbittlicher Instinkt sie unausweichlich macht. Das aber, die Verwurzelung des Menschen in Kultur und Tradition, <em>ist</em> seine &#8220;Natur&#8221;. Die Kultur besteht also auch <em>nicht</em> darin, &#8220;natürliche&#8221; Triebe &#8220;künstlich&#8221; zu domestizieren, ist also kein dauernder Kampf gegen eine widerstrebende Natur, der man Gewalt antun muss.</p>
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		<title>Von: Lars</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53996</link>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:07:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Frank: Evolutionäre Vorteile gibt es dort, wo Lebewesen eine bestimmte Nische ausfüllen können, die bislang noch nicht oder nur schwach besetzt war. Insofern gibt es keinen evolutionären Vorteil, der für alle Arten gleich gälte, sondern was für die eine Art einen Vorteil darstellt, kann für andere Arten nachteilhaft wirken. Das ist eben auch stark abhängig von den Lebensbedingungen - was früher mal ein Vorteil war, kann später auch zum Nachteil werden. Und es gibt natürlich immer auch die Abweichler von der &quot;Norm&quot; innerhalb einer Art - ohne die wäre Evolution ja gar nicht möglich.

Übrigens gibt es auch genug Arten (bspw. Vögel), die monogame Zweierbeziehungen führen und trotzdem sozial in Schwärmen leben.

@Peter: Mir verdeutlicht die interessante Diskussion hier, wie eng bei reflektierten Lebewesen wie dem Menschen Kulturtechniken mit evolutionären Vorteilen verknüpft werden. Ist das bei Tieren auch so, etwa wenn sie gelernt haben, mittels eines Werkzeugs eine Nuss zu knacken? Nach meiner Wahrnehmung nicht, was aber auch daran liegen mag, dass man bei dem Tier keine reflektierte Entscheidung feststellen kann, ab jetzt ein Werkzeug zu benutzen. Konnte man das im Bezug auf die Monogamie beim Menschen? Oder wurde (provokant gefragt) dieser aus welchen Gründen auch immer schon bestehende Instinkt nur nachträglich religiös verbrämt, und kann daher jetzt als Kulturleistung erklärt werden? Ich finde diese Frage schwer zu beantworten. Die prinzipielle Entscheidung gegen Monogamie allerdings müsste im Falle des Menschen ihre evolutionären Vorteile erst noch unter Beweis stellen. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Frank: Evolutionäre Vorteile gibt es dort, wo Lebewesen eine bestimmte Nische ausfüllen können, die bislang noch nicht oder nur schwach besetzt war. Insofern gibt es keinen evolutionären Vorteil, der für alle Arten gleich gälte, sondern was für die eine Art einen Vorteil darstellt, kann für andere Arten nachteilhaft wirken. Das ist eben auch stark abhängig von den Lebensbedingungen &#8211; was früher mal ein Vorteil war, kann später auch zum Nachteil werden. Und es gibt natürlich immer auch die Abweichler von der &#8220;Norm&#8221; innerhalb einer Art &#8211; ohne die wäre Evolution ja gar nicht möglich.</p>
<p>Übrigens gibt es auch genug Arten (bspw. Vögel), die monogame Zweierbeziehungen führen und trotzdem sozial in Schwärmen leben.</p>
<p>@Peter: Mir verdeutlicht die interessante Diskussion hier, wie eng bei reflektierten Lebewesen wie dem Menschen Kulturtechniken mit evolutionären Vorteilen verknüpft werden. Ist das bei Tieren auch so, etwa wenn sie gelernt haben, mittels eines Werkzeugs eine Nuss zu knacken? Nach meiner Wahrnehmung nicht, was aber auch daran liegen mag, dass man bei dem Tier keine reflektierte Entscheidung feststellen kann, ab jetzt ein Werkzeug zu benutzen. Konnte man das im Bezug auf die Monogamie beim Menschen? Oder wurde (provokant gefragt) dieser aus welchen Gründen auch immer schon bestehende Instinkt nur nachträglich religiös verbrämt, und kann daher jetzt als Kulturleistung erklärt werden? Ich finde diese Frage schwer zu beantworten. Die prinzipielle Entscheidung gegen Monogamie allerdings müsste im Falle des Menschen ihre evolutionären Vorteile erst noch unter Beweis stellen. <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53995</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:06:01 +0000</pubDate>
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		<description>@Helmut: Der Eingangssatz war insofern sachlich richtig, als er &quot;monogames&quot; Verhalten als &quot;Ausnahme&quot; bezeichnet. Und den Begriff &quot;Vorbild&quot; würde ich jetzt strikt ablehnen, weil Ehe und Treue bei Menschen etwas Qualitativ anderes sind als bei dieser oder jeder Tierart, und (wie das Zitat zeigt, das Frank gepostet hat) hier ganz andere Faktoren (u.a. eben rationale und soziale) die entscheidende Rolle spielen. Wenn wir sagen, dass &quot;Liebe&quot; ein Tierpaar zusammenhält, dann vermenschlichen wir ja das beobachtete Verhalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Helmut: Der Eingangssatz war insofern sachlich richtig, als er &#8220;monogames&#8221; Verhalten als &#8220;Ausnahme&#8221; bezeichnet. Und den Begriff &#8220;Vorbild&#8221; würde ich jetzt strikt ablehnen, weil Ehe und Treue bei Menschen etwas Qualitativ anderes sind als bei dieser oder jeder Tierart, und (wie das Zitat zeigt, das Frank gepostet hat) hier ganz andere Faktoren (u.a. eben rationale und soziale) die entscheidende Rolle spielen. Wenn wir sagen, dass &#8220;Liebe&#8221; ein Tierpaar zusammenhält, dann vermenschlichen wir ja das beobachtete Verhalten.</p>
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		<title>Von: Helmut</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53994</link>
		<dc:creator>Helmut</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 08:01:30 +0000</pubDate>
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		<description>Was noch niemand erwähnt hat:

Es gibt ja durchaus Vorbilder für Monogamie in  der Natur. Habe erst gestern wieder eins in einem Natufilm (in &quot;das erste&quot;) über die Pyrenäen gehört. Der Eingangssatz ist somit nicht nur ein schräger Vergleich, sondern auch sachlich falsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was noch niemand erwähnt hat:</p>
<p>Es gibt ja durchaus Vorbilder für Monogamie in  der Natur. Habe erst gestern wieder eins in einem Natufilm (in &#8220;das erste&#8221;) über die Pyrenäen gehört. Der Eingangssatz ist somit nicht nur ein schräger Vergleich, sondern auch sachlich falsch.</p>
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		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53993</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 07:34:26 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Es gibt natürlich Ausnahmen, die sich trotz allem für die Monogamie entscheiden – so wie wir. Heute ist unser 34. Hochzeitstag! Sicher haben wir uns gefragt: Warum macht man das? Zum einen ist es ein Vorteil für die Kinder, wenn sich beide Eltern um sie kümmern. Und in einer langjährigen Partnerschaft hat man eben auch einen wirklich guten Freund. Untreue führt zu Hass und Feindschaft – ein weiteres Argument für die Monogamie.&quot;

http://www.zeit.de/2011/15/Ps-Treue-Interview</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es gibt natürlich Ausnahmen, die sich trotz allem für die Monogamie entscheiden – so wie wir. Heute ist unser 34. Hochzeitstag! Sicher haben wir uns gefragt: Warum macht man das? Zum einen ist es ein Vorteil für die Kinder, wenn sich beide Eltern um sie kümmern. Und in einer langjährigen Partnerschaft hat man eben auch einen wirklich guten Freund. Untreue führt zu Hass und Feindschaft – ein weiteres Argument für die Monogamie.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2011/15/Ps-Treue-Interview" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2011/15/Ps-Treue-Interview</a></p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53992</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 07:09:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53992</guid>
		<description>@Lars: Der Unterschied liegt für mich darin, dass Menschen sich tatsächlich für unterschiedliche Lebensentwürfe entscheiden können – und das auch tun – während Tiere durch ihre Gattung da festgelegt sind. Die Festlegung so oder so hat natürlich ihren Sinn und dient, wie Du sagst, ja praktisch immer dem Aufzug des Nachwuchses. Bei Menschen ist das jedoch nur ein Aspekt unter mehreren. Ebenso sind Tiere aber auf eine bestimmte Sozialform (&quot;Staat&quot;) festgelegt, bei Menschen gehört das – wie das Verständnis von Partnerschaft und Treue – dagegen in den Bereich der Kultur. Weil Menschen sich durch Sprache von Tieren unterscheiden, können solche Konzepte reflektiert, diskutiert und adaptiert werden. 
und im Blick auf Deine letzte Frage: Ich würde &quot;soziale Sicherheit&quot; ja durchaus als &quot;evolutionären Vorteil&quot; einstufen…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lars: Der Unterschied liegt für mich darin, dass Menschen sich tatsächlich für unterschiedliche Lebensentwürfe entscheiden können – und das auch tun – während Tiere durch ihre Gattung da festgelegt sind. Die Festlegung so oder so hat natürlich ihren Sinn und dient, wie Du sagst, ja praktisch immer dem Aufzug des Nachwuchses. Bei Menschen ist das jedoch nur ein Aspekt unter mehreren. Ebenso sind Tiere aber auf eine bestimmte Sozialform (&#8220;Staat&#8221;) festgelegt, bei Menschen gehört das – wie das Verständnis von Partnerschaft und Treue – dagegen in den Bereich der Kultur. Weil Menschen sich durch Sprache von Tieren unterscheiden, können solche Konzepte reflektiert, diskutiert und adaptiert werden.<br />
und im Blick auf Deine letzte Frage: Ich würde &#8220;soziale Sicherheit&#8221; ja durchaus als &#8220;evolutionären Vorteil&#8221; einstufen…</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53991</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 07:09:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53991</guid>
		<description>Hallo Lars,

&quot;Treue&quot; ist eben kein evolutionärer Vorteil (oder nur sehr begrenzt auf die Zeit der Aufzucht des Nachwuchses), sonst hätte es sich übergreifend durchgesetzt. Von daher würde ich eher deiner zweiten These zustimmen.

Auch stellt sich die Frage ja nur bei Tieren, die Zweierbeziehungen führen, in Gemeinschaften (Herden, Horden, Schwärmen etc), oder auch wenn Weibchen den Nachwuchs allein aufziehen spielt das gar keine Rolle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Lars,</p>
<p>&#8220;Treue&#8221; ist eben kein evolutionärer Vorteil (oder nur sehr begrenzt auf die Zeit der Aufzucht des Nachwuchses), sonst hätte es sich übergreifend durchgesetzt. Von daher würde ich eher deiner zweiten These zustimmen.</p>
<p>Auch stellt sich die Frage ja nur bei Tieren, die Zweierbeziehungen führen, in Gemeinschaften (Herden, Horden, Schwärmen etc), oder auch wenn Weibchen den Nachwuchs allein aufziehen spielt das gar keine Rolle.</p>
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	<item>
		<title>Von: Lars</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53990</link>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 06:42:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53990</guid>
		<description>Jedes Beispiel hinkt, aber ich frage mich, ob &quot;Monogamie&quot; tatsächlich ein vergleichbar künstliches Konstrukt ist wie &quot;Hochschulreife&quot; oder &quot;freiheitliche Demokratie&quot;. Schließlich *gibt* es tatsächlich Tiere, die nicht nur monogam, sondern auch in lebenslanger Treue als Partner zusammenleben. 

Diese Tiere tun das aber nicht aus moralisch-ethischen Idealen, sondern vmtl. (ich bin auch kein Biologe), weil es sich als für die Arterhaltung sinnvoll erwiesen hat und daher evolutionär in ihren Genen verdrahtet wurde - bspw., weil der Nachwuchs auf diese Weise eine höhere Überlebensrate im ersten Lebensjahr aufweist, oder weil jährliche Kämpfe um Paarungsrechte einfach Energieverschwendung sind.

Natürlich haben wir, wie schon angedeutet, bei Menschen immer auch die soziale Komponente - aber die gibt es bei Tieren eben auch. Schließlich ist es bei nicht-monogam lebenden Arten ja auch nicht so, dass jeder mal mit jedem darf, sondern nur die besonders &quot;fitten&quot; Exemplare profitieren. Das hat bei Tieren, die in Gruppen leben, sicherlich auch immer soziale Konsequenzen, auch wenn die Tiere darüber selber keine eigenen soziologischen Studien anstellen. Aber die Frage ist doch: Was war zuerst da, die Treue als evolutionärer Vorteil, oder die Treue als Garant sozialer Sicherheit? Ich würde ersteres vermuten - auch beim Menschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Beispiel hinkt, aber ich frage mich, ob &#8220;Monogamie&#8221; tatsächlich ein vergleichbar künstliches Konstrukt ist wie &#8220;Hochschulreife&#8221; oder &#8220;freiheitliche Demokratie&#8221;. Schließlich *gibt* es tatsächlich Tiere, die nicht nur monogam, sondern auch in lebenslanger Treue als Partner zusammenleben. </p>
<p>Diese Tiere tun das aber nicht aus moralisch-ethischen Idealen, sondern vmtl. (ich bin auch kein Biologe), weil es sich als für die Arterhaltung sinnvoll erwiesen hat und daher evolutionär in ihren Genen verdrahtet wurde &#8211; bspw., weil der Nachwuchs auf diese Weise eine höhere Überlebensrate im ersten Lebensjahr aufweist, oder weil jährliche Kämpfe um Paarungsrechte einfach Energieverschwendung sind.</p>
<p>Natürlich haben wir, wie schon angedeutet, bei Menschen immer auch die soziale Komponente &#8211; aber die gibt es bei Tieren eben auch. Schließlich ist es bei nicht-monogam lebenden Arten ja auch nicht so, dass jeder mal mit jedem darf, sondern nur die besonders &#8220;fitten&#8221; Exemplare profitieren. Das hat bei Tieren, die in Gruppen leben, sicherlich auch immer soziale Konsequenzen, auch wenn die Tiere darüber selber keine eigenen soziologischen Studien anstellen. Aber die Frage ist doch: Was war zuerst da, die Treue als evolutionärer Vorteil, oder die Treue als Garant sozialer Sicherheit? Ich würde ersteres vermuten &#8211; auch beim Menschen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53989</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 17:00:04 +0000</pubDate>
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		<description>@Susanne: Das Buch wird in dem Artikel erwähnt, gleich nach diesem etwas unreflektierten Einstieg :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Susanne: Das Buch wird in dem Artikel erwähnt, gleich nach diesem etwas unreflektierten Einstieg <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53988</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 14:30:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53988</guid>
		<description>Wen Treue wirklich interessiert - hier noch ein Buchtipp: &quot;Mono. Die Lust auf Treue&quot; von Markus Spieker.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wen Treue wirklich interessiert &#8211; hier noch ein Buchtipp: &#8220;Mono. Die Lust auf Treue&#8221; von Markus Spieker.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53987</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 10:33:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53987</guid>
		<description>@Frank: Schon der Begriff &quot;Überbau&quot; lässt den darunterliegenden Reduktionismus ahnen. Sexualität und Partnerschaft (darum geht es ja eigentlich) hat sich beim Menschen zu einem sehr viel komplexeren Thema entwickelt, so dass der Aspekt der Fortpflanzung in den Hintergrund gerückt ist. 
Der Artikel (und mein Kommentar dazu) behandeln das Thema &quot;Treue&quot;. Eine primär biologische Betrachtung dieses Themas ist eben schon eine Verengung. Andererseits lässt scheint mir &quot;soziale Monogamie&quot; unter Ausklammerung der Sexualität (die dann schon wieder auf Triebe reduziert wird) für die meisten Menschen (das zeigt der Artikel wiederum ganz gut) auch keine große Begeisterung zu wecken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Frank: Schon der Begriff &#8220;Überbau&#8221; lässt den darunterliegenden Reduktionismus ahnen. Sexualität und Partnerschaft (darum geht es ja eigentlich) hat sich beim Menschen zu einem sehr viel komplexeren Thema entwickelt, so dass der Aspekt der Fortpflanzung in den Hintergrund gerückt ist.<br />
Der Artikel (und mein Kommentar dazu) behandeln das Thema &#8220;Treue&#8221;. Eine primär biologische Betrachtung dieses Themas ist eben schon eine Verengung. Andererseits lässt scheint mir &#8220;soziale Monogamie&#8221; unter Ausklammerung der Sexualität (die dann schon wieder auf Triebe reduziert wird) für die meisten Menschen (das zeigt der Artikel wiederum ganz gut) auch keine große Begeisterung zu wecken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/04/11/maenner-frauen-kinder/blodsinnige-analogien/comment-page-1#comment-53986</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 10:09:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4239#comment-53986</guid>
		<description>@ Daniel, Schulsystem, Demokratie oder auch Religion sind erst in der Entwicklung der &quot;Kultur&quot;, des nichtbiologischen Überbaues, entstanden. Monogamie ist dahingehend ein Zwitter, weil es a) teilweise bei einigen Arten Überlebensvorteile bringt, b) die bewusste! Entscheidung eines reflexionsfähigen Homo sapiens ist.  

Das wäre z.B. beim Zölibat nicht so. Da kann es aus naheliegenden Gründen keine biologische Entsprechung geben ;-)

&quot;In der Biologie wird zwischen sozialer und sexueller Monogamie unterschieden. Bei sozialer Monogamie ziehen die Individuen als Paar die Jungtiere auf, können aber zusätzliche Sexualkontakte haben.&quot; http://de.wikipedia.org/wiki/Monogamie</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Daniel, Schulsystem, Demokratie oder auch Religion sind erst in der Entwicklung der &#8220;Kultur&#8221;, des nichtbiologischen Überbaues, entstanden. Monogamie ist dahingehend ein Zwitter, weil es a) teilweise bei einigen Arten Überlebensvorteile bringt, b) die bewusste! Entscheidung eines reflexionsfähigen Homo sapiens ist.  </p>
<p>Das wäre z.B. beim Zölibat nicht so. Da kann es aus naheliegenden Gründen keine biologische Entsprechung geben <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8220;In der Biologie wird zwischen sozialer und sexueller Monogamie unterschieden. Bei sozialer Monogamie ziehen die Individuen als Paar die Jungtiere auf, können aber zusätzliche Sexualkontakte haben.&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monogamie" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Monogamie</a></p>
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