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	<title>Kommentare zu: Terror und Hoffnung</title>
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		<title>Von: Christof</title>
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		<dc:creator>Christof</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 20:30:30 +0000</pubDate>
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		<description>Wer einen Hass hat, kann den begründen mit was er will - auch mit der Bibel wenn es sein muss. Das hat es auch schon immer gegeben z.B. bei Anschlägen auf Abtreibungsärzte.
Was man natürlich nie wissen wird, was mich aber mal sehr interessieren würde ist, wieviel Gewalt die 10 Gebote in den Jahrhunderten ihrer Wirkungsgeschichte schon verhindert haben. Das wäre mal eine Story wert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer einen Hass hat, kann den begründen mit was er will &#8211; auch mit der Bibel wenn es sein muss. Das hat es auch schon immer gegeben z.B. bei Anschlägen auf Abtreibungsärzte.<br />
Was man natürlich nie wissen wird, was mich aber mal sehr interessieren würde ist, wieviel Gewalt die 10 Gebote in den Jahrhunderten ihrer Wirkungsgeschichte schon verhindert haben. Das wäre mal eine Story wert.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Johannes T.</title>
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		<dc:creator>Johannes T.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 14:39:00 +0000</pubDate>
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		<description>allerdings führt es, meiner Ansicht nach, zu  gefährlichen Missverständnissen  die christliche und islamische Definition eines Märtyrer zu vermischen...
Das christliche Verständnis definiert es ausschließlich als Leiden für den Glauben.
Mit dem islamischen Verständnis will KEIN Christ in Verbindung gebracht werden.
Auch in der Kirchengeschichte (vor allem in der Zeit vor Kaiser Konstantin) waren Märtyrer diejenigen die für Ihren Glauben gelitten haben oder dafür umgebracht worden sind.
(auf das gotteslästerliche Morden der Katholischen Kirche im Mittelalter gehe ich hierbei nicht ein)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>allerdings führt es, meiner Ansicht nach, zu  gefährlichen Missverständnissen  die christliche und islamische Definition eines Märtyrer zu vermischen&#8230;<br />
Das christliche Verständnis definiert es ausschließlich als Leiden für den Glauben.<br />
Mit dem islamischen Verständnis will KEIN Christ in Verbindung gebracht werden.<br />
Auch in der Kirchengeschichte (vor allem in der Zeit vor Kaiser Konstantin) waren Märtyrer diejenigen die für Ihren Glauben gelitten haben oder dafür umgebracht worden sind.<br />
(auf das gotteslästerliche Morden der Katholischen Kirche im Mittelalter gehe ich hierbei nicht ein)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54264</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 14:30:26 +0000</pubDate>
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		<description>@ Johannes,
man hofft es. 
Märtyrer im christlichen Kontext bedeutet ja i.d.R.&quot;passiv Leidender&quot;, im islamischen Kontext hingegen meist jemand  im „Glaubenskrieg“ (Dschihad) gegen die „Ungläubigen“, der vorher eine ganze Reihe Leute umbrachte, oder es zumindest versucht hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Johannes,<br />
man hofft es.<br />
Märtyrer im christlichen Kontext bedeutet ja i.d.R.&#8221;passiv Leidender&#8221;, im islamischen Kontext hingegen meist jemand  im „Glaubenskrieg“ (Dschihad) gegen die „Ungläubigen“, der vorher eine ganze Reihe Leute umbrachte, oder es zumindest versucht hat.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Johannes T.</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54263</link>
		<dc:creator>Johannes T.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 14:11:25 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde die Bezeichnung des Fundamentalismus etwas unglücklich. 
Gerade Christen die die Bibel sehr streng nehmen werden dadurch pazifistischer(!)...
Breivik sieht sich selber nicht als religiös...
Zitat:
“Ich will niemandem vormachen, dass ich sehr religiös bin, das wäre eine Lüge. Ich war immer sehr pragmatisch und wurde von meiner säkularen Umwelt beeinflusst. (…) Religion ist eine Krücke für schwache Menschen, und viele umarmen die Religion aus eigennützigen Gründen, weil sie dadurch geistig gestärkt werden.”
Quelle: http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&amp;newsaction=detail&amp;newsid=4256</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde die Bezeichnung des Fundamentalismus etwas unglücklich.<br />
Gerade Christen die die Bibel sehr streng nehmen werden dadurch pazifistischer(!)&#8230;<br />
Breivik sieht sich selber nicht als religiös&#8230;<br />
Zitat:<br />
“Ich will niemandem vormachen, dass ich sehr religiös bin, das wäre eine Lüge. Ich war immer sehr pragmatisch und wurde von meiner säkularen Umwelt beeinflusst. (…) Religion ist eine Krücke für schwache Menschen, und viele umarmen die Religion aus eigennützigen Gründen, weil sie dadurch geistig gestärkt werden.”<br />
Quelle: <a href="http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&#038;newsaction=detail&#038;newsid=4256" rel="nofollow">http://www.pro-medienmagazin.de/nachrichten.html?&#038;newsaction=detail&#038;newsid=4256</a></p>
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		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54257</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 18:12:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4449#comment-54257</guid>
		<description>Man kann es vielleicht so sagen: Mit seinen Ansichten, besonders der, dass Mord in diesem Fall ein legitimes Mittel ist, steht der Mann sicher relativ allein da - auch unter &quot;fundamentalistischen&quot; Christen. Anders sieht es bei dem Thema Hass auf Muslime oder Panikmache gegenüber dem Islam. Bei letzterer (weniger beim Hass!) stimmen ihm manche durchaus zu. Allerdings auch nur eine Minderheit, denke ich. Seine Selbstdefinition ist jedoch relativ aufschlussreich. Er verwendet &quot;Christ&quot; nach eigenen Worten in einem kulturellen Sinn. Was auch immer das dann genau bedeuten soll…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann es vielleicht so sagen: Mit seinen Ansichten, besonders der, dass Mord in diesem Fall ein legitimes Mittel ist, steht der Mann sicher relativ allein da &#8211; auch unter &#8220;fundamentalistischen&#8221; Christen. Anders sieht es bei dem Thema Hass auf Muslime oder Panikmache gegenüber dem Islam. Bei letzterer (weniger beim Hass!) stimmen ihm manche durchaus zu. Allerdings auch nur eine Minderheit, denke ich. Seine Selbstdefinition ist jedoch relativ aufschlussreich. Er verwendet &#8220;Christ&#8221; nach eigenen Worten in einem kulturellen Sinn. Was auch immer das dann genau bedeuten soll…</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54256</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 17:40:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4449#comment-54256</guid>
		<description>@IWe,

es gibt auch Versuche, diese Meldung zu unterdrücken:

&quot;St. Pölten - Robert Ziegler, Vize-Chefredakteur des ORF Niederösterreich, bittet &quot;Kolleginnen und Kollegen&quot; per Rundmail, den Attentäter von Norwegen nicht als &quot;christlichen Fundamentalisten&quot; zu bezeichnen: &quot;Das Wort &#039;christlich&#039; und den Mord an mehr als 90 Menschen in einem Atemzug zu nennen - da empfinden wohl die meisten einen deutlichen Widerspruch. Hier sollten wir bei der Formulierung besonders sensibel vorgehen, diesen äußerst unchristlich agierenden Mann eventuell als &#039;religiösen Fanatiker&#039; bezeichnen oder uns vor allem auf die überwiegend verwendete Einordnung als &#039;Rechtsextremisten&#039; beschränken.&quot; I

http://derstandard.at/1310512111212/Norwegen-ORF-St-Poelten-Attentaeter-nicht-christlich-nennen

Hier auch ein Kommentar: 
&quot;Christliche Fundamentalisten&quot; gibt es nicht
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35205/1.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@IWe,</p>
<p>es gibt auch Versuche, diese Meldung zu unterdrücken:</p>
<p>&#8220;St. Pölten &#8211; Robert Ziegler, Vize-Chefredakteur des ORF Niederösterreich, bittet &#8220;Kolleginnen und Kollegen&#8221; per Rundmail, den Attentäter von Norwegen nicht als &#8220;christlichen Fundamentalisten&#8221; zu bezeichnen: &#8220;Das Wort &#8216;christlich&#8217; und den Mord an mehr als 90 Menschen in einem Atemzug zu nennen &#8211; da empfinden wohl die meisten einen deutlichen Widerspruch. Hier sollten wir bei der Formulierung besonders sensibel vorgehen, diesen äußerst unchristlich agierenden Mann eventuell als &#8216;religiösen Fanatiker&#8217; bezeichnen oder uns vor allem auf die überwiegend verwendete Einordnung als &#8216;Rechtsextremisten&#8217; beschränken.&#8221; I</p>
<p><a href="http://derstandard.at/1310512111212/Norwegen-ORF-St-Poelten-Attentaeter-nicht-christlich-nennen" rel="nofollow">http://derstandard.at/1310512111212/Norwegen-ORF-St-Poelten-Attentaeter-nicht-christlich-nennen</a></p>
<p>Hier auch ein Kommentar:<br />
&#8220;Christliche Fundamentalisten&#8221; gibt es nicht<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35205/1.html" rel="nofollow">http://www.heise.de/tp/artikel/35/35205/1.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: IWe</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54255</link>
		<dc:creator>IWe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 17:03:24 +0000</pubDate>
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		<description>Die meisten sich in meinem Bekanntenkreis befindlichen Menschen, die sich als Christen definieren - und das geht weit in kirchlich aktive Kreise hinein - tun dies aus einem kulturell geprägten Verständnis heraus. Interessant finde ich den &quot;Reflex&quot; auf einigen christlichen Blogs, es könne keinen christlichen Fundamentalismus geben. Anscheinend kann nicht sein, was nicht sein darf ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten sich in meinem Bekanntenkreis befindlichen Menschen, die sich als Christen definieren &#8211; und das geht weit in kirchlich aktive Kreise hinein &#8211; tun dies aus einem kulturell geprägten Verständnis heraus. Interessant finde ich den &#8220;Reflex&#8221; auf einigen christlichen Blogs, es könne keinen christlichen Fundamentalismus geben. Anscheinend kann nicht sein, was nicht sein darf &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: markus</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54254</link>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 08:20:10 +0000</pubDate>
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		<description>Hier ein interessantes Zitat zum &quot;christlichen&quot; Hintergrund des Attentäters. Seine quasi Selbstdefinition. Denn der Täter schreibt in seinem Manifest genauer, wen er für Christen hält und wie er sich da sieht. Es ist eine rein kulturelle Definition auf Seite 1307 seines Manifests: 

3.139 Distinguishing between cultural Christendom and religious Christendom – reforming our suicidal Church:
A majority of so called agnostics and atheists in Europe are cultural conservative Christians without even knowing it. So what is the difference between cultural Christians and religious Christians?
If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein interessantes Zitat zum &#8220;christlichen&#8221; Hintergrund des Attentäters. Seine quasi Selbstdefinition. Denn der Täter schreibt in seinem Manifest genauer, wen er für Christen hält und wie er sich da sieht. Es ist eine rein kulturelle Definition auf Seite 1307 seines Manifests: </p>
<p>3.139 Distinguishing between cultural Christendom and religious Christendom – reforming our suicidal Church:<br />
A majority of so called agnostics and atheists in Europe are cultural conservative Christians without even knowing it. So what is the difference between cultural Christians and religious Christians?<br />
If you have a personal relationship with Jesus Christ and God then you are a religious Christian. Myself and many more like me do not necessarily have a personal relationship with Jesus Christ and God. We do however believe in Christianity as a cultural, social, identity and moral platform. This makes us Christian.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Helge Seekamp</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54253</link>
		<dc:creator>Helge Seekamp</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:54:46 +0000</pubDate>
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		<description>Ganz herzlichen Dank, Peter, für deine aktuelle Linkliste.  Ich habe dieses Thema noch einmal mit der Implosion-Debatte verknüpft. Vielleicht gibt es noch einmal andere Anregungen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz herzlichen Dank, Peter, für deine aktuelle Linkliste.  Ich habe dieses Thema noch einmal mit der Implosion-Debatte verknüpft. Vielleicht gibt es noch einmal andere Anregungen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/07/26/aus-dem-netz-gefischt/terror-und-hoffnung/comment-page-1#comment-54251</link>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 08:50:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4449#comment-54251</guid>
		<description>Bertolt Brecht: Vaterlandsliebe, der Haß gegen Vaterländer 

Herr K. hielt es nicht für nötig, in einem bestimmten Lande zu leben. Er sagte: &quot;Ich kann überall hungern.&quot; Eines Tages aber ging er durch eine Stadt, die vom Feind des Landes besetzt war, in dem er lebte. Da kam ihm entgegen ein Offizier dieses Feindes und zwang ihn, vom Bürgersteig herunterzugehen.

Herr K. ging herunter und nahm an sich wahr, daß er gegen diesen Mann empört war, und zwar nicht nur gegen diesen Mann, sondern besonders gegen das Land, dem der Mann angehörte, also daß erwünschte, es möchte vom Erdboden vertilgt werden.

&quot;Wodurch&quot;, fragte Herr K., &quot;bin ich für diese Minute ein Nationalist geworden? Dadurch, daß ich einem Nationalisten begegnete. Aber darum muß man die Dummheit ja ausrotten, weil sie dumm macht, die ihr begegnen.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bertolt Brecht: Vaterlandsliebe, der Haß gegen Vaterländer </p>
<p>Herr K. hielt es nicht für nötig, in einem bestimmten Lande zu leben. Er sagte: &#8220;Ich kann überall hungern.&#8221; Eines Tages aber ging er durch eine Stadt, die vom Feind des Landes besetzt war, in dem er lebte. Da kam ihm entgegen ein Offizier dieses Feindes und zwang ihn, vom Bürgersteig herunterzugehen.</p>
<p>Herr K. ging herunter und nahm an sich wahr, daß er gegen diesen Mann empört war, und zwar nicht nur gegen diesen Mann, sondern besonders gegen das Land, dem der Mann angehörte, also daß erwünschte, es möchte vom Erdboden vertilgt werden.</p>
<p>&#8220;Wodurch&#8221;, fragte Herr K., &#8220;bin ich für diese Minute ein Nationalist geworden? Dadurch, daß ich einem Nationalisten begegnete. Aber darum muß man die Dummheit ja ausrotten, weil sie dumm macht, die ihr begegnen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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