<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Wutbürger 2.0?</title>
	<atom:link href="http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 11:05:28 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=</generator>
	<item>
		<title>Von: Tertullian</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0/comment-page-1#comment-54323</link>
		<dc:creator>Tertullian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:45:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4489#comment-54323</guid>
		<description>Die Geschichte lehrt, dass soziale Ungerechtigkeit, das Schwelgen der Reichen in ihrem Luxus bei gleichzeitigem sozialem Abstieg der Unterschichten früher oder später immer ihren Preis gefordert hat. Das Verteilen von kostenlosem Brot oder die Veranstaltung von billigen Spielen kann eine solche Entwicklung aufhalten, die Symptome aber nicht heilen. Die neue konservative Regierung von David Cameron stand von Beginn an für eine Streichung dieser &quot;Brotrationen&quot; und der Fußball ist auch in Großbritannien längst kein &quot;Arbeitersport&quot; mehr, mit dem sich der kleine Mann seine Zeit vertreiben kann - zumindest nicht regelmäßig, da die Eintrittspreise mittlerweile richtig teuer sind, sondern zunehmend ein Happening Event für die Schönen und Reichen, wobei der Sport selbst gar nicht mhr im Vordergrund steht. Wenn der Mob auf der Straße den Kopf von Prinz Charles fordert, wie die SZ andeutet, erinnert das ebenfalls an die englische Geschichte, denn vor gut 350 Jahren hat schon ein mal ein König namens Charles selbigen verloren, wenn auch nicht auf Grund sozialer Proteste, sondern wegen einer Art Verfassungskonflikt. Das lässt schaudern, zeigt es doch, wozu der ungezähmte Mensch fähig ist.

Trotzdem vermag ich nicht nur soziale, sondern auch geistliche Gründe für die Lndoner Krawalle zu erkennen. Ist es nicht so, dass das einstige Mutterland der Großen Erweckung, das Land von John Wesley, Charles Haddon Spurgeon, William Wilberforce bzw. die Wahlheimat eines Georg Müller mittlerweile den Status einer Hochburg des Atheismus erreicht hat. Was muss dort nicht nur in den letzten Tagen und Wochen, sondern in den letzten Jahrzehnten alles passiert sein, dass von der früheren Erweckungsnation so wenig übrig geblieben ist ? Ich möchte die damalige Zeit sicher auch nicht glorifizieren, aber: Sind die wahren Ursachen für die zunehmende soziale Ungleichheit nicht evtl. auch in diesem Zusammenhang zu suchen ? Trotzdem gilt es nicht, mit dem Finger auf die Briten zu zeigen, sondern auch zu sehen, was bei uns alles schief läuft. So viel anders sind unsere Zustände nämlich nicht, nur ist bei uns das revolutionäre Potenzial erfahrungsgemäß nicht so hoch - denn unsere Revolutionen waren bislang entweder erfolglos, oder aber weitgehend friedlich. Das muss aber für die Zukunft auch nichts bedeuten, denn auch bei uns ist das Volk inzwischen ein Stück weit aufgewacht - wenn auch bislang &quot;nur&quot; wegen eines Bahnprojekts. Über kurz oder lang kann eine Demokratie aber nur stabil bleiben, wenn das Volk Vertrauen in seine Politiker hat und &quot;mitgenommen&quot; wird. Egal, ob bei Bauprojekten oder aber auch bei der europäischen Einigung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte lehrt, dass soziale Ungerechtigkeit, das Schwelgen der Reichen in ihrem Luxus bei gleichzeitigem sozialem Abstieg der Unterschichten früher oder später immer ihren Preis gefordert hat. Das Verteilen von kostenlosem Brot oder die Veranstaltung von billigen Spielen kann eine solche Entwicklung aufhalten, die Symptome aber nicht heilen. Die neue konservative Regierung von David Cameron stand von Beginn an für eine Streichung dieser &#8220;Brotrationen&#8221; und der Fußball ist auch in Großbritannien längst kein &#8220;Arbeitersport&#8221; mehr, mit dem sich der kleine Mann seine Zeit vertreiben kann &#8211; zumindest nicht regelmäßig, da die Eintrittspreise mittlerweile richtig teuer sind, sondern zunehmend ein Happening Event für die Schönen und Reichen, wobei der Sport selbst gar nicht mhr im Vordergrund steht. Wenn der Mob auf der Straße den Kopf von Prinz Charles fordert, wie die SZ andeutet, erinnert das ebenfalls an die englische Geschichte, denn vor gut 350 Jahren hat schon ein mal ein König namens Charles selbigen verloren, wenn auch nicht auf Grund sozialer Proteste, sondern wegen einer Art Verfassungskonflikt. Das lässt schaudern, zeigt es doch, wozu der ungezähmte Mensch fähig ist.</p>
<p>Trotzdem vermag ich nicht nur soziale, sondern auch geistliche Gründe für die Lndoner Krawalle zu erkennen. Ist es nicht so, dass das einstige Mutterland der Großen Erweckung, das Land von John Wesley, Charles Haddon Spurgeon, William Wilberforce bzw. die Wahlheimat eines Georg Müller mittlerweile den Status einer Hochburg des Atheismus erreicht hat. Was muss dort nicht nur in den letzten Tagen und Wochen, sondern in den letzten Jahrzehnten alles passiert sein, dass von der früheren Erweckungsnation so wenig übrig geblieben ist ? Ich möchte die damalige Zeit sicher auch nicht glorifizieren, aber: Sind die wahren Ursachen für die zunehmende soziale Ungleichheit nicht evtl. auch in diesem Zusammenhang zu suchen ? Trotzdem gilt es nicht, mit dem Finger auf die Briten zu zeigen, sondern auch zu sehen, was bei uns alles schief läuft. So viel anders sind unsere Zustände nämlich nicht, nur ist bei uns das revolutionäre Potenzial erfahrungsgemäß nicht so hoch &#8211; denn unsere Revolutionen waren bislang entweder erfolglos, oder aber weitgehend friedlich. Das muss aber für die Zukunft auch nichts bedeuten, denn auch bei uns ist das Volk inzwischen ein Stück weit aufgewacht &#8211; wenn auch bislang &#8220;nur&#8221; wegen eines Bahnprojekts. Über kurz oder lang kann eine Demokratie aber nur stabil bleiben, wenn das Volk Vertrauen in seine Politiker hat und &#8220;mitgenommen&#8221; wird. Egal, ob bei Bauprojekten oder aber auch bei der europäischen Einigung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Arnachie</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0/comment-page-1#comment-54313</link>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 15:18:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4489#comment-54313</guid>
		<description>Ich denke, politisch-soziale Erklärungsversuche sollen ja nicht, wie sie oft karrikiert werden die Schuld der Einzelnen mindern und erklären: das sind ja alles nur Opfer der bösen Gesellschaft. Vielmehr potenziert eine solche Analyse die Schuld und macht deutlich: nicht nur die Verhafteten Leute sind schuld, sondern vielmehr AUCH die Art und Weise wie Gesellschaft gelebt und gestaltet wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, politisch-soziale Erklärungsversuche sollen ja nicht, wie sie oft karrikiert werden die Schuld der Einzelnen mindern und erklären: das sind ja alles nur Opfer der bösen Gesellschaft. Vielmehr potenziert eine solche Analyse die Schuld und macht deutlich: nicht nur die Verhafteten Leute sind schuld, sondern vielmehr AUCH die Art und Weise wie Gesellschaft gelebt und gestaltet wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0/comment-page-1#comment-54312</link>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 15:11:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4489#comment-54312</guid>
		<description>Das Tag &quot;Konsumgesellschaft&quot; find ich ja ganz (ironisch) passend.

Zig kleine Läden von Einzelhändlern wurden demoliert, ausgeräumt und abgefackelt.
Keine Flagshipstores @Kensington, sondern einfache Existenzen die jetzt auf dem Spiel stehen.
Dieser Randale den intellektuellen Unterbau a la &quot;Sowas kommt von sowas&quot; anzudichten ist nicht in Ordnung.

Im übrigen hat der Officer, der dir mit seinem Urteil so sauer aufstösst recht: Es liegt kein direkt zurechenbares Unrecht vor, auf das sich die Randalierer mit ihrer &quot;Reaktion&quot; beziehen könnten. Und nichts anderes kann ein Vertreter der Exekutive diagnostizieren wolle er nicht grundlegende rechtstaatliche Prinzipien vernachlässigen.

Richtig ist, das gerade in London die Arm/Reich-Kluft provozierend nah sichtbar wird.
Ich frage: Sind es denn - als Antwort auf diesen Missstand - gesellschaftspolitisch motivierte Aktionen? Nein! Es ist Raub und Diebstahl in grossem Stil. Nix mit symbolischen Aktionen, nix mit Transparenten, Demonstrationen und einer &quot;Bewegung&quot;. Wir sehen einen konsumfixierten, neidischen, ungehemmten Mob auf den Strassen, der Flatscreens und Reisetaschen voller Zigaretten nach Hause schleppt.

Wasserwerfer marsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Tag &#8220;Konsumgesellschaft&#8221; find ich ja ganz (ironisch) passend.</p>
<p>Zig kleine Läden von Einzelhändlern wurden demoliert, ausgeräumt und abgefackelt.<br />
Keine Flagshipstores @Kensington, sondern einfache Existenzen die jetzt auf dem Spiel stehen.<br />
Dieser Randale den intellektuellen Unterbau a la &#8220;Sowas kommt von sowas&#8221; anzudichten ist nicht in Ordnung.</p>
<p>Im übrigen hat der Officer, der dir mit seinem Urteil so sauer aufstösst recht: Es liegt kein direkt zurechenbares Unrecht vor, auf das sich die Randalierer mit ihrer &#8220;Reaktion&#8221; beziehen könnten. Und nichts anderes kann ein Vertreter der Exekutive diagnostizieren wolle er nicht grundlegende rechtstaatliche Prinzipien vernachlässigen.</p>
<p>Richtig ist, das gerade in London die Arm/Reich-Kluft provozierend nah sichtbar wird.<br />
Ich frage: Sind es denn &#8211; als Antwort auf diesen Missstand &#8211; gesellschaftspolitisch motivierte Aktionen? Nein! Es ist Raub und Diebstahl in grossem Stil. Nix mit symbolischen Aktionen, nix mit Transparenten, Demonstrationen und einer &#8220;Bewegung&#8221;. Wir sehen einen konsumfixierten, neidischen, ungehemmten Mob auf den Strassen, der Flatscreens und Reisetaschen voller Zigaretten nach Hause schleppt.</p>
<p>Wasserwerfer marsch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Arnachie</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/08/10/konsumgesellschaft/wutburger-2-0/comment-page-1#comment-54311</link>
		<dc:creator>Arnachie</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 14:30:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4489#comment-54311</guid>
		<description>Ich denke mal die Dynamik wird vielleicht am ehesten noch in Hamburg erreicht (bei München kenn ich mich nicht gut aus). Naja und wenn jetzt St. Pauli noch weiter absteigt und die Gentrifizierung die letzten sozial und nachbarschaftlich wichtigen Eckkneipen in Nobel Gaststätten verwandelt, dann brennt irgendwann dort mal so richtig die Luft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke mal die Dynamik wird vielleicht am ehesten noch in Hamburg erreicht (bei München kenn ich mich nicht gut aus). Naja und wenn jetzt St. Pauli noch weiter absteigt und die Gentrifizierung die letzten sozial und nachbarschaftlich wichtigen Eckkneipen in Nobel Gaststätten verwandelt, dann brennt irgendwann dort mal so richtig die Luft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

