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	<title>Kommentare zu: USA: Evangelikaler Linksruck?</title>
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		<title>Von: haso</title>
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		<dc:creator>haso</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:17:06 +0000</pubDate>
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		<description>marcia pally, deren zeitartikel anlass für diese intensive diskussion war, kommt übrigens im februar nach berlin: http://haso.posterous.com/marcia-pally-kommt-zum-transforum</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>marcia pally, deren zeitartikel anlass für diese intensive diskussion war, kommt übrigens im februar nach berlin: <a href="http://haso.posterous.com/marcia-pally-kommt-zum-transforum" rel="nofollow">http://haso.posterous.com/marcia-pally-kommt-zum-transforum</a></p>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54655</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 16:36:00 +0000</pubDate>
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		<description>@ Olaf Radicke: Was ist für euch der Heilige Geist? Nur weil du so betonst, dass für euch Quaker (wieder so eine In-Group-Bildung, die ich nicht mag...) Jesus schon zurückgekehrt ist um euch selbst zu lehren... Nach meinem bisherigen Verständnis deckt sich das sehr mit dem Heiligen Geist Vorstellungen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Olaf Radicke: Was ist für euch der Heilige Geist? Nur weil du so betonst, dass für euch Quaker (wieder so eine In-Group-Bildung, die ich nicht mag&#8230;) Jesus schon zurückgekehrt ist um euch selbst zu lehren&#8230; Nach meinem bisherigen Verständnis deckt sich das sehr mit dem Heiligen Geist Vorstellungen&#8230;</p>
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		<title>Von: Olaf Radicke</title>
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		<dc:creator>Olaf Radicke</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 08:27:43 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Ja, gab ja schon Missverständnisse zwischen den Jüngern und Jesus zu Lebzeiten. Ich denke auch das es irrig ist, zu glauben das ein Text der zu einer ganz anderen zeit geschrieben wurde, unter Umständen die wir nicht kennen, von einem Autor den wir nicht kennen, wo nicht klar ist, ob der Autor Jesus persönlich gekannt hat, und ob er ihn auch korrekt verstanden  hat usw. usw... das dieser Text (die Bibel) unmissverständlich sein soll. Unmissverständlicher als die direkte Kommunikation zwischen Jesus und seinen Jüngern. Extrem unwahrscheinlich.

Deshalb ist es uns Quakern auch so wichtig zu betonen das wir glauben, Jesus ist schon zurückgekehrt uns selbst zu lehren. Er ist in jedem Menschen. Wenn wir uns von unserem Ego entfernen und uns dem Inneren Licht zuwenden, werden wir erkennen können was in Gottes Willen ist.

Wahrscheinlich eine beängstigende Vorstellung für viele. Zum einen, weil man sich auf sich selbst zurückgeworfen fühlen kann. Muss man doch auf ein mal selber erkennen welches der Weg zu Erlösung ist und zum Anderen das noch auf eigene Verantwortung tun.

Aber nicht ganz. In der Gemeinde/Versammlung kann man sich über seine Erfahrungen auf der Sucht austauschen und sich selbst überprüfen und inspirieren lassen. Und natürlich hat man auch Verantwortung dem Anderen gegenüber. So das man sich gegenseitig ermahnt, wenn man erkennt, das man sich verrannt hat. Die Bibel ist dabei sehr hilfreich. Gibt es doch fast kein Denkmuster oder Verirrung für die es nicht auch in der Bibel eine Geschichte gibt, in der man sich wiedererkennen kann. Aber die Lösung wird man nicht allein in den Buchstaben finden. Man muss bereit sein sich dem inneren Christus zu öffnen und sein inneres Kreuz auf sich zu nehmen.

Nur um einem häufigen Missverständnis vorzubeugen:  Quaker halten sich nicht für unfehlbare reinkarnierte Jesuse.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Ja, gab ja schon Missverständnisse zwischen den Jüngern und Jesus zu Lebzeiten. Ich denke auch das es irrig ist, zu glauben das ein Text der zu einer ganz anderen zeit geschrieben wurde, unter Umständen die wir nicht kennen, von einem Autor den wir nicht kennen, wo nicht klar ist, ob der Autor Jesus persönlich gekannt hat, und ob er ihn auch korrekt verstanden  hat usw. usw&#8230; das dieser Text (die Bibel) unmissverständlich sein soll. Unmissverständlicher als die direkte Kommunikation zwischen Jesus und seinen Jüngern. Extrem unwahrscheinlich.</p>
<p>Deshalb ist es uns Quakern auch so wichtig zu betonen das wir glauben, Jesus ist schon zurückgekehrt uns selbst zu lehren. Er ist in jedem Menschen. Wenn wir uns von unserem Ego entfernen und uns dem Inneren Licht zuwenden, werden wir erkennen können was in Gottes Willen ist.</p>
<p>Wahrscheinlich eine beängstigende Vorstellung für viele. Zum einen, weil man sich auf sich selbst zurückgeworfen fühlen kann. Muss man doch auf ein mal selber erkennen welches der Weg zu Erlösung ist und zum Anderen das noch auf eigene Verantwortung tun.</p>
<p>Aber nicht ganz. In der Gemeinde/Versammlung kann man sich über seine Erfahrungen auf der Sucht austauschen und sich selbst überprüfen und inspirieren lassen. Und natürlich hat man auch Verantwortung dem Anderen gegenüber. So das man sich gegenseitig ermahnt, wenn man erkennt, das man sich verrannt hat. Die Bibel ist dabei sehr hilfreich. Gibt es doch fast kein Denkmuster oder Verirrung für die es nicht auch in der Bibel eine Geschichte gibt, in der man sich wiedererkennen kann. Aber die Lösung wird man nicht allein in den Buchstaben finden. Man muss bereit sein sich dem inneren Christus zu öffnen und sein inneres Kreuz auf sich zu nehmen.</p>
<p>Nur um einem häufigen Missverständnis vorzubeugen:  Quaker halten sich nicht für unfehlbare reinkarnierte Jesuse.</p>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54652</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 23:41:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54652</guid>
		<description>@Roderich: Jesus hat von sich gesagt &quot;ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich&quot;. Ist das Sicherheit? Ist das eine Regel, an die du dich klammern kannst und durch die du die Welt erklären kannst? Jesus hat oft die Pharisäer vor den Kopf gestoßen, die sich so sicher waren, dass sie alles &quot;richtig&quot; machen (und ich will damit nicht sagen, dass Jesus nicht voll von Liebe für diese Leute war... Wahrscheinlich hat er sie gerade deshalb herausgefordert ihre Sicherheiten aufzugeben). 
Wenn ich dir das jetzt als eine von mir erkannte biblische Wahrheit darlege, dann ist das natürlich keine 100% sichere Auslegung, dass das auch so von Jesus gemeint war. Aber die wirst du erst haben, wenn du mit ihm darüber redest (und selbst dann vermutlich nur in soweit, dass du ahnst, dass du verstehst, was er meint... Kommunikation... Das Problem mit Sender und Empfänger und der Interpretation dazwischen kennst du, oder?). 
Dafür kann ich dir aber sagen, dass das etwas ist, das MIR in meinem Leben weiter geholfen hat. Da wird´s persönlich und subjektiv. Kommst du damit klar? Ich bin gut &quot;evangelikal&quot; in einer LKG aufgewachsen und gehe jetzt in die citychurch, welche Teil der FEG´s ist aber doch recht &quot;postmodern&quot;. Bin also ein &quot;Guter&quot; ;)
Mir hat das sehr gut getan von dem &quot;der ist Christ&quot;= ein Guter/ &quot;der ist nicht-Christ&quot;= ein Verlohrener Weltbild weg zu kommen. Die größte Unsicherheit in dieser Denkweiße ist doch die Frage nach der Grenze. Wann ist jemand Christ? Schon ärgerlich für die Sicherheitsfanatiker, dass man da in der Bibel nur so &quot;schwammige&quot; Aussagen bekommt (wie z.B. die Aussage mit der ich gestartet habe). Ist man jetzt Christ wegen den Guten Taten, weil man an Jesus glaubt oder wann? Und dann die tollen Fragen, was denn mit Leuten ist, denen niemand das Evangelium verkündet hat... Ist man gerettet, wenn man einmal das Glaubensbekenntnis aufsagt (und es in dem Moment vielleicht auch so meint)?... (das ist wichtiger Abendfüllender Hauskreisstoff... Lenkt auch wunderbar von den persönlichen Problemen und Gefühlen ab...)

Was ich als besonders unangenehm empfunden habe ist, dass man anfängt die Leute &quot;abzuchecken&quot;. Der geht jeden Sonntag in die und die Kirche (da sind auch nicht alle Kirchen gleichwertig...) und ist auch sonst ein &quot;braver&quot;, dann ist er Christ wie ich (also ein Guter). Bei allen anderen (und das sind sehr sehr viele) ist man sich da schon erstmal nicht so sicher und muss deswegen permanent alle &quot;bekehren&quot;. Das &quot;Bekehren&quot; an sich wird dann aber auch recht schwierig, weil du als einziger &quot;Guter&quot; auf weitem Raum stehst in einer sündigen Welt, die permanent gegen dich ankämpft und versucht dich von deinem Denken abzubringen und deine Regeln zu hinterfragen. Man kämpft permanent und muss allen zu 100% seine Denkweise (weil nur wenn man so denkt wie du, ist man ein guter Christ) aufzwingen. 

Wenn Jesus sagt &quot;er ist die Wahrheit&quot;, dann ist folgender Schluss nur logisch:
Du hast die Wahrheit nicht, genau so wenig wie ich sie habe. Auch keine Kirche und keine Theologie hat die Wahrheit erfasst. Werden wir auch nie. Die Wahrheit ist nämlich Jesus und der lässt sich nicht in Regeln und Gesetze pressen. Von daher finde ich den postmodernen Ansatz recht bibeltreu ;)
Dafür nehme ich auch in Kauf, dass es &quot;schwammiger&quot; wird und ich keine klare Grenze ziehen kann um mir meine &quot;Christen-In-Group&quot; zu basteln (kann ich ja eh nicht). Für mich ist das Gefühlt auch sehr befreiend, weil ich jetzt auch anfange unverkrampft mit den &quot;Sündern&quot; zu reden, mich versuche in ihre Welt hinein zu versetzen, von ihnen zu lernen und ihnen meine Lebenserfahrungen weiter zu geben. Seltsamerweise schaffe ich es so viel öfter als früher mal &quot;neue Leute&quot; mit in meinen Gottesdienst zu nehmen und zu &quot;missionieren&quot;. Und dabei bin ich mir noch nicht mal wirklich im klaren darüber, was eigentlich mein Ziel beim Missionieren ist. Ich will sicher nicht, dass die Leute irgendwann mal in einer Predigt nach vorne gehen und ein &quot;Lebensübergabe&quot;-Gebet sprechen. Es tut mir einfach gut, von diesem großen heiligen Gott zu hören, von seiner Liebe für die Welt und auch für mich. Da ich glaube, dass das allen gut tut - vor allem den schlimmen &quot;Sündern&quot;, die sowieso von der ganzen Welt gesagt bekommen, dass sie nicht gut genug sind und die deswegen in vielen Gemeinden keine Mitglieder werden dürfen, nicht Mitarbeiten dürfen (OK... Stühle stellen dürfen vielleicht auch noch die Homo´s, aber Predigen, oder Kinderarbeit, oder... geht auf keinen Fall...) und am besten von Anfang bis Ende von ihrem sündigen Lebensstil abgebracht werden müssen. Offen gesagt macht mich das richtig traurig und sogar wütend. Die &quot;Sünder&quot; sind nicht willkommen, weil die &quot;guten Christen&quot; sonst ein Problem mit ihrem Regelsystem in ihrem Kopf haben. Vielleicht täte es dir als guten Christen mal gut dich in deren Situation hinein zu versetzen. Am besten geht das, wenn man sich mit denen unterhält. Und zwar wirklich unterhält. Fall nicht wieder in die Schiene, dass du der einzig Gute bist, der denen jetzt helfen muss auch gut zu werden. Nehm dir mal vor zu denken, dass die auch gut sind und so handeln, wie sie handeln, weil sie glauben, dass das gut ist.

Sag ich noch was zur Sexualethik?

Eine Frau soll gesteinigt werden. Jesus tritt vor die Menge und sagt: &quot;Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!&quot;

Plötzlich kommt ein riesiger Wacker geflogen und trifft die Frau am Kopf. Tot.

Jesus dreht sich um und meint: &quot;Mutter, manchmal kotzt du mich echt an!&quot;
;)

Geht es euch wirklich um die Menschen?
Wird die Diskussion geführt, weil euch Ehebrecher etc. wichtig sind und ihr sie liebt und das beste für sie wollt? Oder geht es eher um die Angst, dass der &quot;Wahre Glaube&quot; hier verteidigt werden muss? Für letzteres finde ich die Evolution/Schöpfungs-Debatte besser. Die tut niemandem weh...
Ansonsten ist &quot;Familie und Kinder&quot; auch nicht bibeltreu. Paulus empfiehlt ganz klar seinem Vorbild zu folgen. Und die WWJD-Leute müssten auch Single bleiben...
Aber Singles wiedersprechen dem &quot;vermehrt euch&quot; Gottes in der Schöpfungsgeschichte...
Bibeltreu zu sein ist echt schwer...

Zum Schluss noch ein bisschen Beruhigung für deine Sorge, dass die postmodernen Christen irgendwann von selbst verschwinden, weil sie sich zu sehr mit der Welt vermischen:
Ich glaube, dass wir schon genug Unterschied machen, wenn wir uns nur an das &quot;Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst&quot; halten. Das kommt von dem, der von sich sagt, dass er die Wahrheit ist, auf die Frage, was denn das wichtigste Gebot ist. &quot;Liebe deinen Nächsten&quot; macht schon sehr viel Unterschied... aber es ist nicht in Regeln greifbar, weil was heißt &quot;lieben&quot;? Wie liebe ich einen Mitmenschen?
Sicher nicht dadurch, dass ich ihn nicht in meiner Kirche haben will.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: Jesus hat von sich gesagt &#8220;ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich&#8221;. Ist das Sicherheit? Ist das eine Regel, an die du dich klammern kannst und durch die du die Welt erklären kannst? Jesus hat oft die Pharisäer vor den Kopf gestoßen, die sich so sicher waren, dass sie alles &#8220;richtig&#8221; machen (und ich will damit nicht sagen, dass Jesus nicht voll von Liebe für diese Leute war&#8230; Wahrscheinlich hat er sie gerade deshalb herausgefordert ihre Sicherheiten aufzugeben).<br />
Wenn ich dir das jetzt als eine von mir erkannte biblische Wahrheit darlege, dann ist das natürlich keine 100% sichere Auslegung, dass das auch so von Jesus gemeint war. Aber die wirst du erst haben, wenn du mit ihm darüber redest (und selbst dann vermutlich nur in soweit, dass du ahnst, dass du verstehst, was er meint&#8230; Kommunikation&#8230; Das Problem mit Sender und Empfänger und der Interpretation dazwischen kennst du, oder?).<br />
Dafür kann ich dir aber sagen, dass das etwas ist, das MIR in meinem Leben weiter geholfen hat. Da wird´s persönlich und subjektiv. Kommst du damit klar? Ich bin gut &#8220;evangelikal&#8221; in einer LKG aufgewachsen und gehe jetzt in die citychurch, welche Teil der FEG´s ist aber doch recht &#8220;postmodern&#8221;. Bin also ein &#8220;Guter&#8221; <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Mir hat das sehr gut getan von dem &#8220;der ist Christ&#8221;= ein Guter/ &#8220;der ist nicht-Christ&#8221;= ein Verlohrener Weltbild weg zu kommen. Die größte Unsicherheit in dieser Denkweiße ist doch die Frage nach der Grenze. Wann ist jemand Christ? Schon ärgerlich für die Sicherheitsfanatiker, dass man da in der Bibel nur so &#8220;schwammige&#8221; Aussagen bekommt (wie z.B. die Aussage mit der ich gestartet habe). Ist man jetzt Christ wegen den Guten Taten, weil man an Jesus glaubt oder wann? Und dann die tollen Fragen, was denn mit Leuten ist, denen niemand das Evangelium verkündet hat&#8230; Ist man gerettet, wenn man einmal das Glaubensbekenntnis aufsagt (und es in dem Moment vielleicht auch so meint)?&#8230; (das ist wichtiger Abendfüllender Hauskreisstoff&#8230; Lenkt auch wunderbar von den persönlichen Problemen und Gefühlen ab&#8230;)</p>
<p>Was ich als besonders unangenehm empfunden habe ist, dass man anfängt die Leute &#8220;abzuchecken&#8221;. Der geht jeden Sonntag in die und die Kirche (da sind auch nicht alle Kirchen gleichwertig&#8230;) und ist auch sonst ein &#8220;braver&#8221;, dann ist er Christ wie ich (also ein Guter). Bei allen anderen (und das sind sehr sehr viele) ist man sich da schon erstmal nicht so sicher und muss deswegen permanent alle &#8220;bekehren&#8221;. Das &#8220;Bekehren&#8221; an sich wird dann aber auch recht schwierig, weil du als einziger &#8220;Guter&#8221; auf weitem Raum stehst in einer sündigen Welt, die permanent gegen dich ankämpft und versucht dich von deinem Denken abzubringen und deine Regeln zu hinterfragen. Man kämpft permanent und muss allen zu 100% seine Denkweise (weil nur wenn man so denkt wie du, ist man ein guter Christ) aufzwingen. </p>
<p>Wenn Jesus sagt &#8220;er ist die Wahrheit&#8221;, dann ist folgender Schluss nur logisch:<br />
Du hast die Wahrheit nicht, genau so wenig wie ich sie habe. Auch keine Kirche und keine Theologie hat die Wahrheit erfasst. Werden wir auch nie. Die Wahrheit ist nämlich Jesus und der lässt sich nicht in Regeln und Gesetze pressen. Von daher finde ich den postmodernen Ansatz recht bibeltreu <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Dafür nehme ich auch in Kauf, dass es &#8220;schwammiger&#8221; wird und ich keine klare Grenze ziehen kann um mir meine &#8220;Christen-In-Group&#8221; zu basteln (kann ich ja eh nicht). Für mich ist das Gefühlt auch sehr befreiend, weil ich jetzt auch anfange unverkrampft mit den &#8220;Sündern&#8221; zu reden, mich versuche in ihre Welt hinein zu versetzen, von ihnen zu lernen und ihnen meine Lebenserfahrungen weiter zu geben. Seltsamerweise schaffe ich es so viel öfter als früher mal &#8220;neue Leute&#8221; mit in meinen Gottesdienst zu nehmen und zu &#8220;missionieren&#8221;. Und dabei bin ich mir noch nicht mal wirklich im klaren darüber, was eigentlich mein Ziel beim Missionieren ist. Ich will sicher nicht, dass die Leute irgendwann mal in einer Predigt nach vorne gehen und ein &#8220;Lebensübergabe&#8221;-Gebet sprechen. Es tut mir einfach gut, von diesem großen heiligen Gott zu hören, von seiner Liebe für die Welt und auch für mich. Da ich glaube, dass das allen gut tut &#8211; vor allem den schlimmen &#8220;Sündern&#8221;, die sowieso von der ganzen Welt gesagt bekommen, dass sie nicht gut genug sind und die deswegen in vielen Gemeinden keine Mitglieder werden dürfen, nicht Mitarbeiten dürfen (OK&#8230; Stühle stellen dürfen vielleicht auch noch die Homo´s, aber Predigen, oder Kinderarbeit, oder&#8230; geht auf keinen Fall&#8230;) und am besten von Anfang bis Ende von ihrem sündigen Lebensstil abgebracht werden müssen. Offen gesagt macht mich das richtig traurig und sogar wütend. Die &#8220;Sünder&#8221; sind nicht willkommen, weil die &#8220;guten Christen&#8221; sonst ein Problem mit ihrem Regelsystem in ihrem Kopf haben. Vielleicht täte es dir als guten Christen mal gut dich in deren Situation hinein zu versetzen. Am besten geht das, wenn man sich mit denen unterhält. Und zwar wirklich unterhält. Fall nicht wieder in die Schiene, dass du der einzig Gute bist, der denen jetzt helfen muss auch gut zu werden. Nehm dir mal vor zu denken, dass die auch gut sind und so handeln, wie sie handeln, weil sie glauben, dass das gut ist.</p>
<p>Sag ich noch was zur Sexualethik?</p>
<p>Eine Frau soll gesteinigt werden. Jesus tritt vor die Menge und sagt: &#8220;Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!&#8221;</p>
<p>Plötzlich kommt ein riesiger Wacker geflogen und trifft die Frau am Kopf. Tot.</p>
<p>Jesus dreht sich um und meint: &#8220;Mutter, manchmal kotzt du mich echt an!&#8221;<br />
 <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Geht es euch wirklich um die Menschen?<br />
Wird die Diskussion geführt, weil euch Ehebrecher etc. wichtig sind und ihr sie liebt und das beste für sie wollt? Oder geht es eher um die Angst, dass der &#8220;Wahre Glaube&#8221; hier verteidigt werden muss? Für letzteres finde ich die Evolution/Schöpfungs-Debatte besser. Die tut niemandem weh&#8230;<br />
Ansonsten ist &#8220;Familie und Kinder&#8221; auch nicht bibeltreu. Paulus empfiehlt ganz klar seinem Vorbild zu folgen. Und die WWJD-Leute müssten auch Single bleiben&#8230;<br />
Aber Singles wiedersprechen dem &#8220;vermehrt euch&#8221; Gottes in der Schöpfungsgeschichte&#8230;<br />
Bibeltreu zu sein ist echt schwer&#8230;</p>
<p>Zum Schluss noch ein bisschen Beruhigung für deine Sorge, dass die postmodernen Christen irgendwann von selbst verschwinden, weil sie sich zu sehr mit der Welt vermischen:<br />
Ich glaube, dass wir schon genug Unterschied machen, wenn wir uns nur an das &#8220;Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst&#8221; halten. Das kommt von dem, der von sich sagt, dass er die Wahrheit ist, auf die Frage, was denn das wichtigste Gebot ist. &#8220;Liebe deinen Nächsten&#8221; macht schon sehr viel Unterschied&#8230; aber es ist nicht in Regeln greifbar, weil was heißt &#8220;lieben&#8221;? Wie liebe ich einen Mitmenschen?<br />
Sicher nicht dadurch, dass ich ihn nicht in meiner Kirche haben will.</p>
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		<title>Von: Olaf Radicke</title>
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		<dc:creator>Olaf Radicke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 21:27:40 +0000</pubDate>
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		<description>@Roderich: Das ist mir alles viel zu wage und unbestimmt. In meinem Blog findest du ganz konkrete Aussagen. Ich wiederhole hier noch mal mein Angebot: Schreib auf  THE INDEPENDENT FRIEND  einen Artikel über die vermeintlich oder tatsächliche Irrtümer der Quaker, und ich werde darauf eingehen. Dann werden wir sehen, ob ich der Beliebigkeit , dem Subjektivismus und dem Relativismus anheim gefallen bin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: Das ist mir alles viel zu wage und unbestimmt. In meinem Blog findest du ganz konkrete Aussagen. Ich wiederhole hier noch mal mein Angebot: Schreib auf  THE INDEPENDENT FRIEND  einen Artikel über die vermeintlich oder tatsächliche Irrtümer der Quaker, und ich werde darauf eingehen. Dann werden wir sehen, ob ich der Beliebigkeit , dem Subjektivismus und dem Relativismus anheim gefallen bin.</p>
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	<item>
		<title>Von: Roderich</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54650</link>
		<dc:creator>Roderich</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 11:59:04 +0000</pubDate>
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		<description>@Gerri, 
ich kenne das Buch noch nicht, ich nehme an, es wendet sich stark gegen Konsumismus, gegen die Vergötzung des Reichtums, gegen die mangelnde Barmherzigkeit gegenüber den Ausgestossenen etc. - also sicher in Teilbereichen ein guter Ruf zur Umkehr. 
Die Frage bleibt aber, ob die &quot;Strukturen der Gesellschaft&quot; als das Böse angesehen werden, oder das, was im Herzen des Menschen ist. 
Sog. Linke Christen werden eher diese oben genannten Sünden geisseln. sogenannte Rechte Christen eher die Dinge wie Abtreibung, Homosexualität, Sozialismus, etc. 
Beides sind aber relevante Aspekte und die Kritik am einen schließt nicht die Kritik an dem anderen Bereich aus. 
Wenn viele linke Christen sagen: bei Homosexualität, Abtreibung, Sex vor der Ehe etc. muss man &quot;gnädig&quot; sein und da die Sünde nicht mehr beim Namen nennen, passen sie sich eben zu sehr an. Das beobachte ich mit einiger Trauer bei manchen Strömungen der Emerging Church, so auch hier auf dem Blog. Das postmoderne Wahrheitsverständnis führt eben dazu, dass man manche Aspekte der Bibel nicht mehr ernst nimmt, und es macht einen viel anfälliger für den Zeitgeist. (Und der steht nun mal links, oder warum tummeln sich hier kaum politisch rechts stehende Leute?) 

@Peter, ja, &quot;postmodernes Wahrheitsverständnis&quot; könnte man als Oxymoron sehen, aber auch Postmoderne haben ja eine &quot;Ansicht&quot; darüber. Sie selber müßten, wenn sie ganz konsequent wären, auch sagen: unsere eigene Ansicht über die Wahrheit, nämlich dass alles relativ ist, ist auch relativ, also nur unsere Meinung, es steht also jedem frei, sie abzulehnen. Aber ich nehme an, dieser Blog vertritt diese Sicht nur teilweise. Bei der Frage, WELCHE Sicht man denn nur noch wirklich mit Sicherheit aus der Bibel ableiten könnte, werde ich hier aber vermutlich keine Antwort erhalten :-) 
Denn wenn mir Du oder jemand anders irgendeine Sichtweise als mit Sicherheit aus der Bibel ableitbar präsentieren würdest, könnte ich diese &quot;Sicherheit&quot; mit Deinen oder Euren eigenen Argumenten widerlegen. 
Das heisst dann übrigens auch, die linken politischen Sichtweisen kann man auch nicht aus der Bibel mit Sicherheit ableiten. Ich habe das Buch von Shane Clairborne noch nicht gelesen, kann also dazu nichts sagen, weiss also auch nicht, ob er politisch eher links oder rechts steht oder auch GAR keine Aussage dazu macht. Aber um bei dem Beispiel zu bleiben: JEDE der Aussagen von Shane Clairborne, auch die theologischer Art, werden durch den Postmodernen Ansatz von selbst relativiert. Man kann jede seiner Sichtweisen (und eben nicht nur die Befürwortung des Waffenbesitzes, sondern auch die Befürwortung der Barmherzigkeit und des authentischen Christentums etc.) widerlegen oder relativieren, indem man sagt: woher weißt Du, dass die Bibel das wirklich sagt? Die Auslegung ist doch nur relativ? 

Im Prinzip macht sich das Postmoderne Christentum dann irgendwann von selbst überflüssig, denn wenn alles relativ ist, verschwindet letztlich jede Substanz irgendwann. 
So mag es zwar - zu Deiner / Eurer Freude - so sein, dass die &quot;Bibeltreuen&quot; im Moment weniger werden, aber die postmodernen werden - leider - dazu tendieren, sich immer mehr der &quot;Welt&quot; anzupassen, und irgendwann eben von selbst verschwinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gerri,<br />
ich kenne das Buch noch nicht, ich nehme an, es wendet sich stark gegen Konsumismus, gegen die Vergötzung des Reichtums, gegen die mangelnde Barmherzigkeit gegenüber den Ausgestossenen etc. &#8211; also sicher in Teilbereichen ein guter Ruf zur Umkehr.<br />
Die Frage bleibt aber, ob die &#8220;Strukturen der Gesellschaft&#8221; als das Böse angesehen werden, oder das, was im Herzen des Menschen ist.<br />
Sog. Linke Christen werden eher diese oben genannten Sünden geisseln. sogenannte Rechte Christen eher die Dinge wie Abtreibung, Homosexualität, Sozialismus, etc.<br />
Beides sind aber relevante Aspekte und die Kritik am einen schließt nicht die Kritik an dem anderen Bereich aus.<br />
Wenn viele linke Christen sagen: bei Homosexualität, Abtreibung, Sex vor der Ehe etc. muss man &#8220;gnädig&#8221; sein und da die Sünde nicht mehr beim Namen nennen, passen sie sich eben zu sehr an. Das beobachte ich mit einiger Trauer bei manchen Strömungen der Emerging Church, so auch hier auf dem Blog. Das postmoderne Wahrheitsverständnis führt eben dazu, dass man manche Aspekte der Bibel nicht mehr ernst nimmt, und es macht einen viel anfälliger für den Zeitgeist. (Und der steht nun mal links, oder warum tummeln sich hier kaum politisch rechts stehende Leute?) </p>
<p>@Peter, ja, &#8220;postmodernes Wahrheitsverständnis&#8221; könnte man als Oxymoron sehen, aber auch Postmoderne haben ja eine &#8220;Ansicht&#8221; darüber. Sie selber müßten, wenn sie ganz konsequent wären, auch sagen: unsere eigene Ansicht über die Wahrheit, nämlich dass alles relativ ist, ist auch relativ, also nur unsere Meinung, es steht also jedem frei, sie abzulehnen. Aber ich nehme an, dieser Blog vertritt diese Sicht nur teilweise. Bei der Frage, WELCHE Sicht man denn nur noch wirklich mit Sicherheit aus der Bibel ableiten könnte, werde ich hier aber vermutlich keine Antwort erhalten <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Denn wenn mir Du oder jemand anders irgendeine Sichtweise als mit Sicherheit aus der Bibel ableitbar präsentieren würdest, könnte ich diese &#8220;Sicherheit&#8221; mit Deinen oder Euren eigenen Argumenten widerlegen.<br />
Das heisst dann übrigens auch, die linken politischen Sichtweisen kann man auch nicht aus der Bibel mit Sicherheit ableiten. Ich habe das Buch von Shane Clairborne noch nicht gelesen, kann also dazu nichts sagen, weiss also auch nicht, ob er politisch eher links oder rechts steht oder auch GAR keine Aussage dazu macht. Aber um bei dem Beispiel zu bleiben: JEDE der Aussagen von Shane Clairborne, auch die theologischer Art, werden durch den Postmodernen Ansatz von selbst relativiert. Man kann jede seiner Sichtweisen (und eben nicht nur die Befürwortung des Waffenbesitzes, sondern auch die Befürwortung der Barmherzigkeit und des authentischen Christentums etc.) widerlegen oder relativieren, indem man sagt: woher weißt Du, dass die Bibel das wirklich sagt? Die Auslegung ist doch nur relativ? </p>
<p>Im Prinzip macht sich das Postmoderne Christentum dann irgendwann von selbst überflüssig, denn wenn alles relativ ist, verschwindet letztlich jede Substanz irgendwann.<br />
So mag es zwar &#8211; zu Deiner / Eurer Freude &#8211; so sein, dass die &#8220;Bibeltreuen&#8221; im Moment weniger werden, aber die postmodernen werden &#8211; leider &#8211; dazu tendieren, sich immer mehr der &#8220;Welt&#8221; anzupassen, und irgendwann eben von selbst verschwinden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gerri</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54649</link>
		<dc:creator>Gerri</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 02:51:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54649</guid>
		<description>@Roderich,
Ich habe gerade das Buch von Shane Claiborne gelesen, dass alles andere als angepasstes Christentum aufzeigt. Eben eine Unangepasstheit in vielen sozialethischen Fragen, das ich so sehr vermisse. Das würde sicher helfen, deine Frage zu beantworten.
http://www.amazon.de/verr%C3%BCckt-leben-Kompromisslose-Experimente-N%C3%A4chstenliebe/dp/376553935X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1322107232&amp;sr=8-1</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Ich habe gerade das Buch von Shane Claiborne gelesen, dass alles andere als angepasstes Christentum aufzeigt. Eben eine Unangepasstheit in vielen sozialethischen Fragen, das ich so sehr vermisse. Das würde sicher helfen, deine Frage zu beantworten.<br />
<a href="http://www.amazon.de/verr%C3%BCckt-leben-Kompromisslose-Experimente-N%C3%A4chstenliebe/dp/376553935X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1322107232&#038;sr=8-1" rel="nofollow">http://www.amazon.de/verr%C3%BCckt-leben-Kompromisslose-Experimente-N%C3%A4chstenliebe/dp/376553935X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1322107232&#038;sr=8-1</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54648</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 14:17:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54648</guid>
		<description>@Roderich: Ich frage mich, was Du mit &quot;postmodernem Wahrheitsbegriff&quot; meinst, oder ob das für Dich doch eher ein Oxymoron ist? Klar gibt es auch hier Wertungen wie gut und böse (öfter aber wirst Du vielleicht Begriffe wie &quot;konstruktiv&quot; und &quot;destruktiv&quot; antreffen, die mehr die Wirkung als die moralische &quot;Korrektheit&quot; akzentuieren) und natürlich auch eine Unterscheidung zwischen Wunsch, Wahn und Wirklichkeit. Aber eben nicht – ich sag das jetzt mal zugespitzt – in dem krassen Dualismus, der für gewöhnlich dort gepflegt wird, wo die Bibel mit Gottesattributen wie &quot;unfehlbar&quot; versehen wird und die Aufmerksamkeit auf dem Buchstaben der Schrift statt dem Geist Christi liegt…</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: Ich frage mich, was Du mit &#8220;postmodernem Wahrheitsbegriff&#8221; meinst, oder ob das für Dich doch eher ein Oxymoron ist? Klar gibt es auch hier Wertungen wie gut und böse (öfter aber wirst Du vielleicht Begriffe wie &#8220;konstruktiv&#8221; und &#8220;destruktiv&#8221; antreffen, die mehr die Wirkung als die moralische &#8220;Korrektheit&#8221; akzentuieren) und natürlich auch eine Unterscheidung zwischen Wunsch, Wahn und Wirklichkeit. Aber eben nicht – ich sag das jetzt mal zugespitzt – in dem krassen Dualismus, der für gewöhnlich dort gepflegt wird, wo die Bibel mit Gottesattributen wie &#8220;unfehlbar&#8221; versehen wird und die Aufmerksamkeit auf dem Buchstaben der Schrift statt dem Geist Christi liegt…</p>
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		<title>Von: Roderich</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54647</link>
		<dc:creator>Roderich</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:29:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54647</guid>
		<description>@Peter, 
ich hoffe, es wird nicht nur ein &quot;Sammelbecken&quot; von Fundamentalisten geben (wenn man Fundi positiv definiert), sondern ich hoffe, die Anzahl der bibeltreuen wird wieder zunehmen. Im Prinzip sollte das biblische Christentum wieder die fuehrende Bewegung werden. Sonst kann die Bibel eben nicht mehr die Kultur prägen. 
Das ist aber dringend nötig. Im 2. Thessalonicher ist von dem die Rede, der den Antichristen aufhält. Das verstehe ich als die Gemeinde. Um aber so als Salz und Licht wirken zu können, darf man sich eben nicht an die Welt anpassen. (Die Gefahr bei einem postmodernen Wahrheitsbegriff ist ja, dass die Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse verloren geht). Oder wo seht &quot;Ihr&quot; noch das &quot;Böse&quot; (die Welt), an das man sich nicht anpassen darf?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter,<br />
ich hoffe, es wird nicht nur ein &#8220;Sammelbecken&#8221; von Fundamentalisten geben (wenn man Fundi positiv definiert), sondern ich hoffe, die Anzahl der bibeltreuen wird wieder zunehmen. Im Prinzip sollte das biblische Christentum wieder die fuehrende Bewegung werden. Sonst kann die Bibel eben nicht mehr die Kultur prägen.<br />
Das ist aber dringend nötig. Im 2. Thessalonicher ist von dem die Rede, der den Antichristen aufhält. Das verstehe ich als die Gemeinde. Um aber so als Salz und Licht wirken zu können, darf man sich eben nicht an die Welt anpassen. (Die Gefahr bei einem postmodernen Wahrheitsbegriff ist ja, dass die Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse verloren geht). Oder wo seht &#8220;Ihr&#8221; noch das &#8220;Böse&#8221; (die Welt), an das man sich nicht anpassen darf?</p>
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	<item>
		<title>Von: Roderich</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54646</link>
		<dc:creator>Roderich</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:24:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54646</guid>
		<description>@Olaf und Gerri, 
Bibeltreue muss wohl - je nach dem, von wo die Angriffe dagegen kommen - immer neu definiert werden. Heute muss man sicher dazu sagen, dass Bibeltreue zumindest ein postmodernes Wahrheistverständnis ausschließt. 
(D.h. philosophische Grundannahmen, die früher eigentlich nicht in Frage gestellt wurden, muß man heute explizit mitformulieren, da ja an eben jenen Fundamenten gerüttelt wird). 
Und ich denke, dass Sexulaethik da sicher eine wichtige Rolle spielt, sozusagen als &quot;Repräsentativthema&quot;. Nicht, dass Sex das einzige ist, was wichtig wäre, aber daran scheiden sich heute nun mal die Geister. 

@Olaf, zu den Quäkern muss ich leider passen (auf die Schnelle - es gibt sicher in jeder Denomination wiedergeborene Christen; was nun alles an der Quäker Theologie bibeltreu ist und was nicht, um mir dazu eine Meinung zu bilden, dazu müsste ich mich erst mehr mit der Theologie beschäftigen. 
Gott über alles lieben steht sicher über Bibeltreue, die Frage ist aber, ob es sich widerspricht. Ich meine, nein. &quot;Wer mich liebt, der wird meine Gebote halten&quot;, sagt Jesus. &quot;Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so werdet ihr meine Jünger sein&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Olaf und Gerri,<br />
Bibeltreue muss wohl &#8211; je nach dem, von wo die Angriffe dagegen kommen &#8211; immer neu definiert werden. Heute muss man sicher dazu sagen, dass Bibeltreue zumindest ein postmodernes Wahrheistverständnis ausschließt.<br />
(D.h. philosophische Grundannahmen, die früher eigentlich nicht in Frage gestellt wurden, muß man heute explizit mitformulieren, da ja an eben jenen Fundamenten gerüttelt wird).<br />
Und ich denke, dass Sexulaethik da sicher eine wichtige Rolle spielt, sozusagen als &#8220;Repräsentativthema&#8221;. Nicht, dass Sex das einzige ist, was wichtig wäre, aber daran scheiden sich heute nun mal die Geister. </p>
<p>@Olaf, zu den Quäkern muss ich leider passen (auf die Schnelle &#8211; es gibt sicher in jeder Denomination wiedergeborene Christen; was nun alles an der Quäker Theologie bibeltreu ist und was nicht, um mir dazu eine Meinung zu bilden, dazu müsste ich mich erst mehr mit der Theologie beschäftigen.<br />
Gott über alles lieben steht sicher über Bibeltreue, die Frage ist aber, ob es sich widerspricht. Ich meine, nein. &#8220;Wer mich liebt, der wird meine Gebote halten&#8221;, sagt Jesus. &#8220;Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so werdet ihr meine Jünger sein&#8221;.</p>
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		<title>Von: Gerri</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54645</link>
		<dc:creator>Gerri</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 01:56:42 +0000</pubDate>
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		<description>EIn kleiner Schwenker zu den Bibeltreuen: Wenn sog. Bibeltreue von ihrer Bibeltreue reden, dann bewegt sich das meistens im Bereich einiger Dogmen und der Sexualethik. Was ist denn mit einer guten bibeltreuen Sozialethik. Die scheint es gar nicht zu geben, wobei die Bibel voll davon ist. Da zeigt sich mir, wie selektiv gelesen wird. Man fordert zwar gerne &quot;Bibeltreue&quot;, aber meint wohl eher &quot;Linientreue&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>EIn kleiner Schwenker zu den Bibeltreuen: Wenn sog. Bibeltreue von ihrer Bibeltreue reden, dann bewegt sich das meistens im Bereich einiger Dogmen und der Sexualethik. Was ist denn mit einer guten bibeltreuen Sozialethik. Die scheint es gar nicht zu geben, wobei die Bibel voll davon ist. Da zeigt sich mir, wie selektiv gelesen wird. Man fordert zwar gerne &#8220;Bibeltreue&#8221;, aber meint wohl eher &#8220;Linientreue&#8221;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Olaf Radicke</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54644</link>
		<dc:creator>Olaf Radicke</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 20:14:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54644</guid>
		<description>@Peter: ...Ah Peter, du alte Spaßbremse ;-) Wo ich doch so gerne &quot;Bibeltreue&quot; zerlege! Wenn du ihm so kampflos den Begriff &quot;bibeltreu&quot; überlässt, dann hast du ihm im Grunde schon die exklusiv rechte an &quot;Christ&quot; dazu verschenkt.

@Roderich: Wenn du eine sportlich-rhetorisch-thologische Herausforderung sucht, biete ich dir an - unter deinen Realnamen - auf meiner Website einen Artikel zu veröffentlichen, in dem du darlegst (wenn das deine Meinung sein sollte) warum Quaker keine Christen sind, nicht &quot;bibeltreu&quot; sind und auch nicht in der Gnade stehen.

Wenn du Anregungen brauchst für ein paar Ansatzpunkte empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen:

&lt;a href=&quot;http://www.the-independent-friend.de/?q=node/773&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;&quot;Warum ich glaube, dass &quot;Doppelmitgliedschaften&quot; nicht möglich sind. [update 14.8.2011]&quot;&lt;/a&gt;

Vielleicht lernen wir ja sogar beide was dabei.

Gruß

Olaf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter: &#8230;Ah Peter, du alte Spaßbremse <img src='http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Wo ich doch so gerne &#8220;Bibeltreue&#8221; zerlege! Wenn du ihm so kampflos den Begriff &#8220;bibeltreu&#8221; überlässt, dann hast du ihm im Grunde schon die exklusiv rechte an &#8220;Christ&#8221; dazu verschenkt.</p>
<p>@Roderich: Wenn du eine sportlich-rhetorisch-thologische Herausforderung sucht, biete ich dir an &#8211; unter deinen Realnamen &#8211; auf meiner Website einen Artikel zu veröffentlichen, in dem du darlegst (wenn das deine Meinung sein sollte) warum Quaker keine Christen sind, nicht &#8220;bibeltreu&#8221; sind und auch nicht in der Gnade stehen.</p>
<p>Wenn du Anregungen brauchst für ein paar Ansatzpunkte empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen:</p>
<p><a href="http://www.the-independent-friend.de/?q=node/773" rel="nofollow">&#8220;Warum ich glaube, dass &#8220;Doppelmitgliedschaften&#8221; nicht möglich sind. [update 14.8.2011]&#8220;</a></p>
<p>Vielleicht lernen wir ja sogar beide was dabei.</p>
<p>Gruß</p>
<p>Olaf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54643</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 11:33:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Roderich: Bestimmt wird es irgendwann ein Sammelbecken der Fundamentalisten geben - dahin entwickelt sich ja der Begriff &quot;Bibeltreu&quot; immer mehr</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: Bestimmt wird es irgendwann ein Sammelbecken der Fundamentalisten geben &#8211; dahin entwickelt sich ja der Begriff &#8220;Bibeltreu&#8221; immer mehr</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Olaf Radicke</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54641</link>
		<dc:creator>Olaf Radicke</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 11:04:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54641</guid>
		<description>@Roderich: &quot;Bibeltreu&quot; ist reine Auslegungssache. Lass mich raten: Bei &quot;Sexualethik&quot; denkst du an Leviticus 18:22 und Homosexualität - richtig? Wollen wir die Diskussion hier wirklich zum X-Tausendstem mal durch exerzieren? Kannst du haben!

Vielleicht überlegst du aber vorher ob &quot;Bibeltreu&quot; und &quot;Gott über alles lieben&quot;  nicht das selbe ist. Und welches von beiden wohl die höhere Priorität bzw. Autorität hat.

Gottes Segen,

Olaf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: &#8220;Bibeltreu&#8221; ist reine Auslegungssache. Lass mich raten: Bei &#8220;Sexualethik&#8221; denkst du an Leviticus 18:22 und Homosexualität &#8211; richtig? Wollen wir die Diskussion hier wirklich zum X-Tausendstem mal durch exerzieren? Kannst du haben!</p>
<p>Vielleicht überlegst du aber vorher ob &#8220;Bibeltreu&#8221; und &#8220;Gott über alles lieben&#8221;  nicht das selbe ist. Und welches von beiden wohl die höhere Priorität bzw. Autorität hat.</p>
<p>Gottes Segen,</p>
<p>Olaf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roderich</title>
		<link>http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/2011/11/15/postmoderne-zeiten/usa-evangelikaler-linksruck/comment-page-1#comment-54639</link>
		<dc:creator>Roderich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 08:59:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.elia-gemeinschaft.de/wordpress/?p=4675#comment-54639</guid>
		<description>Das ist traurig, dass die Evangelikalen in USA ihr Fundament verlassen. Das heisst aber nur, dass es bald wohl einen &quot;neuen&quot; Begriff gegen wird fuer Bibeltreue. Denn es wird ja immer Bibeltreue geben. Jedenfalls hoffe ich, dass der Trend bald wieder in die andere Richtung gehen wird und die Menschen auch die bibeltreue Sexualethik wieder ernster nehmen - auch in BRD.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist traurig, dass die Evangelikalen in USA ihr Fundament verlassen. Das heisst aber nur, dass es bald wohl einen &#8220;neuen&#8221; Begriff gegen wird fuer Bibeltreue. Denn es wird ja immer Bibeltreue geben. Jedenfalls hoffe ich, dass der Trend bald wieder in die andere Richtung gehen wird und die Menschen auch die bibeltreue Sexualethik wieder ernster nehmen &#8211; auch in BRD.</p>
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