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Schamlos zerredet?

Peter | 29. Jan 2012

Im Verhältnis zur Musik ist alle Mittheilung durch Worte von schamloser Art; das Wort verdünnt und verdummt; das Wort entpersönlicht: das Wort macht das Ungemeine gemein.

Der Vielschreiber Friedrich Nietzsche, Nachgelassene Fragmente, Herbst 1887

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8 Responses to “Schamlos zerredet?”

  1. Katy sagt:
    30. Jan 2012 um 00:24

    Was um alles in dieser Welt sollen solche Beiträge???
    Noch dazu auf Jesus.de.

    Frage ich mich hier zunehmend.

  2. Peter sagt:
    30. Jan 2012 um 15:14

    Vielleicht würde es sich eher lohnen, zu fragen, was Nietzsche wohl gemeint hat. Man könnte den Satz ja als Kritik an der Mediengesellschaft lesen, in der alles banalisiert und trivialisiert wird und in der über das Tragische, das Intime und auch das Heilige in einer Oberflächlichkeit oder mit einem Zynismus geredet (oder sich das Maul zerrissen) wird, der ihm nicht gerecht wird und das auch gar nicht will…?

  3. Katy sagt:
    31. Jan 2012 um 12:09

    Dass so etwas damit gemeint sein sollte, habe ich mir schon gedacht.

    Dennoch erschließt sich mir nicht, was
    a) solch ein Beitrag für einen Nutzen für die Menschheit hat, geschweige denn
    b) was das auf Jesus.de soll.

    Aber, die Bewertung Deines Beitrages spricht ja für sich…

    Katy

  4. Peter sagt:
    31. Jan 2012 um 16:02

    Ja, vielleicht führt Jesus.de ja die Zensur ein. Alternativ könnte man den Verfassungsschutz fragen, wenn er mit der Linken nicht ausgelastet ist :)

  5. Katy sagt:
    31. Jan 2012 um 17:23

    Ich vermute, das sollte spassig oder gar geistreich sein.

    Lassen wir’s einfach.

    Beste Grüße
    Katy

  6. Peter sagt:
    31. Jan 2012 um 17:27

    Es war Sarkasmus. Aber gern, lassen wir’s…

  7. Ephcharisto sagt:
    08. Feb 2012 um 11:54

    Ein sehr guter Beitrag, Peter! In der Theologie ist es ja auch bisweilen so, dass wir “sprachlos” sind, in dem Sinn, dass es um Wirklichkeiten geht, die unsere Sprache transzendieren. Die Theologie steht möglicherweise in der Gefahr Gott zu zerreden. Aber wir könnten zum ihm beten! Auch kommt Musik in velen Gottesdiensten vor. Beides könnte eine angemessen Form der “Gottesrede” sein. Hier im Rahmen dieses Blogs in diese Weite zu stoßen und mit einem Nietzsche-Zitat auf die Banalität des Wortes aufmerksam zu machen, finde ich unterstützenswert! Thx

  8. Martin sagt:
    09. Feb 2012 um 21:54

    Ich gebe zu, das ich mich mit Nietzsche nicht auskenne – ich kann dazu also nichts beitragen. Aber das Worte verdünnen und verdummen können, leuchtet mir sehr ein. Die Gefahr, Gott zu zerreden, sehe ich auch. Die Kirche des Wortes leidet leider viel zu häufig an Logorhoe (Wortdurchfall). Ich bin ein Kopf-Mensch (zumindest beruflich), deshalb brauche ich das nicht auch noch im Spirituellen. Ich genieße immer mehr, dass es christliche Formen/Formate gibt, die nicht viele Worte machen/brauchen – und trotzdem (nein: gerade deswegen!) gehaltvoll sind und Tiefe haben.

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