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Satanische Vorstellung?

Peter | 04. Mrz 2010

Mark Driscoll – wen wundert’s? – hat mit “Avatar” die neueste Ausgeburt der Hölle entdeckt. “Paganism” und “Satanism” scheinen für ihn dasselbe zu sein, obwohl letzteres ohne Christentum kaum denkbar ist.

Jason Clark setzt dem nun eine positivere und differenziertere Sicht entgegen. Ich finde Driscoll wie fast immer maßlos. Man kann die unübersehbar Anklänge an den Mythos vom edlen Wilden und die neokolonial gestrickte Gestalt des weißen Messias kritisieren, aber mit Satanismus oder Heidentum hat die eher kitschige Story wenig gemein.

Was Driscoll und seine aggressive Kritik betrifft, so scheint er mir in der Tat mehr zu den “Himmelsmenschen” in Kampfanzügen zu passen und das Kulturmandat (und sein Verständnis von Kunst?) aus Genesis 1 im Sinne der kategorischen Unterwerfung statt der achtsamen Fürsorge zu lesen. Dann ist so ein Film natürlich gefährlich.

Die chinesischen Behörden fanden das im Übrigen auch…

Avatar, edle Wilde, Jason Clark, Mark Driscoll
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Gut fürs Herz

Peter | 03. Mrz 2010

Einer Untersuchung von Kardiologen aus dem kalifornischen Oakland zufolge müssen Menschen, die täglich mehrere Tassen Kaffee trinken, seltener wegen Rhythmusstörungen im Krankenhaus behandelt werden.

hier gefunden

Kaffee
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Die lieben Griechen…

Peter | 26. Feb 2010

Eben lese ich von einem Flugblatt in Griechenland, das in Empörung über den frechen Focus zum Boykott aufruft und dabei folgende Aussage trifft:

Die Verfälschung einer Statue der griechischen Geschichte, Schönheit und Zivilisation, die aus einer Zeit stammt, wo sie (die Deutschen, Anm. d. Red.) Bananen auf Bäumen gegessen haben, ist unverzeihlich und nicht hinnehmbar.

Nun lieben die Germanen zweifellos ihre Bäume, für die sie von der EU jedoch keine Prämien kriegen und daher auch keine falschen Angaben machen mussten. Aber vielleicht sollten die klammen Wächter der Zivilisation nochmal die paar Zeilen zu “Bananen” in der Wikpedia nachlesen…

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Weisheit der Woche: Lampenfieber

Peter | 05. Feb 2010

Das Gehirn ist schon eine fantastische Sache: Es funktioniert vom Zeitpunkt der Geburt bis zu dem Augenblick, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.

von Mark Twain, sagt xpand, andere Quellenangabe hier

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Again what learned…

Peter | 26. Jan 2010

Deutsche Spitzenkräfte bringen Europa auf Zack. Die besten der Besten gehen nach Brüssel. Dem Vernehmen nach wird Lothar Matthäus bald folgen…

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Links weiterdenken

Peter | 06. Jan 2010

Wer noch Resturlaub hat und sich wegen des nahenden Schneesturms nicht mehr weit hinaus wagt, kann sich mit den folgenden Links bilden und informieren

  • Spiegel Online über hochwertige Fahrräder aus Bambus und Hanf, vielleicht die klimafreundlichste Art der Fortbewegung
  • John Banville über das Entsetzen in Irland nach dem Bekenntnis von Sinn Fein Chef Gerry Adams zu mehreren Fällen von Kindesmissbrauch durch Vater und Bruder und die historische Chance, sich auch den anderen Fragen zu stellen, vor denen man die Augen fest verschlossen hatte, vor allem den Verbrechen der IRA
  • Tony Jones antwortet auf Andrew Jones (der 2009 zum Enddatum der Emerging Church erklärt, es aber nicht so gemeint hat) und zitiert dabei Marx – spannend.
  • Noch aus dem alten Jahr, aber brisant ist dieser Auszug aus dem neuen Buch Patience with God von Frank Schaeffer über die Evangelikalen in den USA. Schaeffer sagt, die Bewegung werde durch ein paar Stars und eine Reihe von Feindbildern zusammengehalten. Wer letztere nicht teilt, wird hinausgedrängt. Den einflussreichen gemäßigten Evangelikalen wirft er vor, dass sie die rechten Hardliner einfach gewähren lassen und sich so mitschuldig machen.
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Schön geschimpft

Peter | 07. Dez 2009

Schon sehenswert, wenn der Altmeister des guten Stils mahnend den Finger hebt: Wolf Schneiders Videoblog zu besorgten Terroristen und dämlichen Begriffen im Duden.

Sprache, Duden, Wolf Schneider
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Spruch der Woche: Zeugenschaft

Peter | 07. Dez 2009

Wir sind nicht hier, um die Leute zu konvertieren. Ich erwarte von Christen, Juden, Atheisten, Agnostikern, Buddhisten und von den Muslimen, dass sie Zeugenschaft ablegen von ihrem Glauben. That’s it .

Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan im Gespräch mit der Zeit
Pluralismus
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Gemischtes zum Wochenende

Peter | 25. Okt 2009

Das Wochenende mit HaSo hält mich in Atem, aber die folgenden Nachrichten sind auch ohne Kommentar meinerseits lesenswert, vielleicht komme ich ja später nochmal drauf zurück:

Der Spiegel über die Hexenkinder von Nigeria und ein Kommentar von Diana Buttler-Bass

Gute Wahl: Hermann Gröhe wird CDU Generalsekretär

Ein Hassprediger bekehrt sich zum Frieden

Weise Worte von Pater Richard Rohr über die Emerging Church

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Der Gerechte failt sieben mal…

Peter | 20. Okt 2009

… nach diesem Eigentor also “nur noch sechs Mal aufstehen”…

epic fail pictures

gefunden bei trans4mission

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Was so alles untergeht…

Peter | 16. Okt 2009

James Hamilton-Paterson macht sich bei Spiegel Online lesenwerte Gedanken über Sonnenuntergänge bzw. deren Abbildungen. Warum sind sie so populär, dass kaum ein Kitschmotiv ohne sie auskommt? Kunsthistorisch gesehen lässt sich dabei feststellen (und jetzt wird die Grafikabteilung von Aufatmen und erst recht der Kawohl-Verlag ins Schwitzen geraten):

Von 1780 an schätzte man Sonnenuntergänge zusammen mit Ehrfurcht gebietenden Sujets wie Bergen, Gletschern, Wüsten und wilden Küsten zunehmend dafür, dass sie ein Gefühl der Erhabenheit evozierten. Es ist kein Zufall, dass zur selben Zeit der Pantheismus Mode wurde. Infolge der Aufklärung und des Aufkommens der Naturwissenschaften waren die in heiligen Schriften festgehaltenen religiösen Gewissheiten ins Hintertreffen geraten. Dank dem Pantheismus konnte man nicht nur die Menschheit, sondern die Natur überhaupt als Gottes Werk betrachten. Damit wurde die unschuldige Natur erstmals in der abendländischen Kultur Objekt aller möglichen menschlichen Sehnsüchte. Schlagartig wurden Sonnenuntergänge zum Malerischen schlechthin, und die großen romantischen Landschaftsmaler ließen ihrem Gefühlsüberschwang freien Lauf.

Glücklicherweise bietet er dann auch noch eine andere Deutung an, die dürfte all jenen Wächtern der reinen Lehre, für die Aufatmen bisher eher den Untergang der evangelikalen Tugenden und des christlichen Abendlandes symbolisierte, besser gefallen. Weshalb sie hoffentlich der Redaktion aus den bisherigen Titelbildern – Anselm Grün natürlich ausgenommen – keinen (weiteren) Strick drehen dürften. Denn da ist der Sonnenuntergang als Symbol für – nein, nicht das Höllenfeuer, sondern die Endlichkeit menschlichen Daseins. Eine Urlaubspostkarte könnte auch diese Botschaft transportieren, in der Regel freilich eher unbeabsichtigt:

Ich dachte, es schadet dir nichts, daran erinnert zu werden, dass das menschliche Dasein etwas mit Sonnenuntergängen zu tun hat und dass wir uns mit jedem Tag ein Stückchen weiter westwärts bewegen. Drum rate ich dir: Bewahre jeden Sonnenuntergang in deinem Herzen, denn du hast immer weniger Gelegenheiten, noch einen zu erleben.

Mein Vorschlag an Kawohl & Co zur Beseitigung von Missverständnissen und zur Kundenbindung am recht(gläubig)en Rand: Druckt ab jetzt nur noch Sonnenaufgänge – als Hinweis auf die Sonne der Gerechtigkeit und die Gewissheit (oder war es Hoffnung?) der Auferstehung von den Toten :-)

Achtung: Ironie!, Sonnenuntergang, Symbolik, Pantheismus
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Zeit statt Zuckerbrot?

Peter | 14. Okt 2009

Diese beiden interessante Beiträge auf TED, die ich gestern auf der (leider überlangen) Zugfahrt gesehen habe, ergänzen sich recht gut:

Der Designer Stefan Sagmeister spricht über den Wert eines Sabbaticals, nicht nur zur Regeneration, sondern um kreativ wieder Luft zu holen.

Auf der anderen Seite erklärt dann Dan Pink, dass finanzielle Belohnungen (außer bei so etwas wie stumpfer Akkordarbeit) nachweislich keinen oder sogar einen negativen Effekt haben, wo immer es um kreatives Denken und komplexe Tätigkeiten geht. Die Wurst vor der Nase engt das Denken ein.

Es geht viel mehr um Autonomie, Entscheidungsfreiheit, die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und darum, etwas Sinnvolles zu tun.

Nachtrag: Der Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Thielemann sagt der SZ zum Thema Boni heute:

Wenn Mitarbeiter nur ein Fixgehalt haben, können sie sich auf die Prinzipien der guten Berufsausübung konzentrieren und ihren Job verantwortungsvoll ausfüllen. Der Bonuswettbewerb behindert sie darin.

Arbeit, Motivation, Autonomie, Sabbaticals
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Konservative sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Peter | 11. Sep 2009

Ich hatte schon immer das Problem, links und rechts zu unterscheiden. Wenn ich es spontan sagen muss, habe ich eine Fehlerquote von 50% – das sagt schon alles. Inzwischen gilt das auch für die Politik, und seit heute weiß ich auch warum. Hier ein kleiner Ausschnitt aus Matthias Matusseks Abrechnung mit dem heutigen politischen Konservativismus im Spiegel – unbedingt ganz lesen und bis zur Bundestagswahl den Zorn bitte nicht herunterschlucken:

Dem Konservativismus, mit dem ich groß geworden bin, wäre über diese Blasiertheit der Kragen geplatzt. Er hatte mit der Bergpredigt zu tun. Er fand, dass uns das Elend der anderen angeht, dass Eigentum verpflichtet. Er hätte die gigantische Umverteilung der vergangenen zehn Jahre – den Rückgang der Reallöhne um 4 Prozent, die Steigerung der Unternehmensgewinne um 60 Prozent – als Skandal gesehen. Eigentlich muss Gregor Gysi nur diese Zahlen nennen und ansonsten den offiziellen Armutsbericht der Bundesregierung hoch- und runterbeten, und der Konservativismus, den ich kennengelernt habe, hätte ihm grimmig zugestimmt.

Nicht nur er. Die letzte Enzyklika des Papstes, “Caritas in veritate”, drehte sich um nichts anderes als um Gerechtigkeit und Gemeinwohl. Sie beschwört im Übrigen die Gefahr, dass eine Wirtschaft ohne Verantwortungsethik sich selbst zerstören wird. Wir indes erleben, wie der konservative Klassenkampf von oben total geworden ist, ökonomisch genauso wie mental. Er hat Werte zertrümmert, radikaler, als es die Linke je vermocht hätte. Er hat ein kaltschnäuziges System geschaffen, das dem abgehängten Rest der Gesellschaft nach unten zuruft: Strengt euch gefälligst an.

Gerechtigkeit, Konservativismus, Politik
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Todsünden – endlich lokalisiert?

Peter | 06. Sep 2009

Wired hat eine Karte, in der regionale Häufungen der sieben Todsünden in den USA verzeichnet sind. Der Ansatz ist dabei gar nicht so schlecht, wie die Nachricht zunächst vermuten lässt. Zum Thema Gier wird die Relation von Durchschnittseinkommen zu Geringverdienern analysiert, zum Thema Lust (da könnte man ein Fragezeichen dahinter machen) die Infektionsraten von Geschlechtskrankheiten, bei Völlerei (das wäre schon eher konsensfähig) die Konzentration von Fast Food Restaurants. Die Studie stammt erstaunlicherweise von der Kansas State University. Ob so etwas auch mal auf Deutsch erscheint?

Todsünden
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Canismatiker

Peter | 29. Jul 2009

… sind unwiderstehlich, oder?


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